Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs

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Basisdaten
Gründungsdatum 2003
Gründungsort Bad Boll
Sitz Berlin
muslimischer Vorsitzender Abderrahim En-Nosse
christliche Vorsitzende Susanna Faust-Kallenberg
Website http://www.kcid.de.

Der Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs e.V. (bis 2007 Koordinierungsrat der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialoges in Deutschland e. V.)"[1] (KCID). ist der Dachverband christlich-islamischer Dialogorganisationen in Deutschland. Der Verband hat (Stand 3.November 2009) 19 Mitgliedsorganisationen (siehe unten). Zu den Aktivitäten des KCID gehören Veranstaltungen, Vorträge und Tagungen. Er vertritt die Mitgliedsorganisationen auch auf Bundesebene. Die Mitgliedsorganisationen sind zum größten Teil lokal oder regional tätig, einige auch überregional oder bundesweit, so die Christlich-Islamische Gesellschaft (CIG) als größte und älteste Organisation dieser Art (gegründet 1982), und das Bendorfer Forum.

Der Verband wird seit seiner Gründung (2003) vom Bundesministerium des Innern projektbezogen finanziell unterstützt.[2]

Vorsitzende waren seit der Gründung des Vereins bis 2008 der Muslim Murat Aslanoglu und die Christin Melanie Miehl. Sie wurden von Kirchenvertretern und Politikern - wie den Bundespräsidenten Johannes Rau und Horst Köhler - zu Gesprächen eingeladen. Murat Aslanoglu wurde zudem von Papst Benedikt XVI. empfangen. 2008 wählte die Mitgliederversammlung des KCID Ali Nihat Koç zum muslimischen Vorsitzenden und Dr.Thomas Lemmen zum christlichen Vorsitzenden. Von Mai 2010 bis Dezember 2012 waren Emina Čorbo-Mešić und Dr. Jürgen Meyer Vorsitzende des Verbandes. Ihnen sind nunmehr Abderrahim En-Nosse und Susanna Faust-Kallenberg gefolgt.

Der KCID hat seinen rechtlichen Sitz in Berlin.

Laut Satzung des KCID kann "Mitglied im KCID... jede auf Dauer angelegte Vereinigung von Muslimen und Christen in Deutschland werden, die sich vorrangig dem Dialog und der Zusammenarbeit widmet und in deren Leitungsgremien Mitglieder beider Religionen vertreten sind".[1]

Mitgliedsvereinigungen[Bearbeiten]

  • Arbeitsgemeinschaft für christlich-islamische Begegnung in Würzburg (ACIB)
  • Begegnungszentrum Brücke Köprü, Nürnberg
  • Begegnungsstube Medina e.V., Nürnberg
  • Bendorfer Forum für ökumenische Begegnung und interreligiösen Dialog e.V.
  • Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Bielefeld (CIAG BI)
  • Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl (CIAG Marl)
  • Christlich-Islamische Gesellschaft e.V. (überregional, Sitz Köln)
  • Christlich-Islamische Gesellschaft in Gießen e.V.
  • Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe e.V.
  • Christlich-Islamische Gesellschaft Region Stuttgart e.V.
  • Christlich-Islamischer Verein Hochrhein e.V., Rheinfelden
  • Christlich-Islamisches Dialogforum, Bielefeld
  • FIZ e.V. - Freunde des interkulturellen Zentrums - Leben in Vielfalt, Köln
  • Gesellschaft für Christlich-Islamische Begegnung und Zusammenarbeit (CIBZ) Stuttgart e.V.
  • Interreligiöse Fraueninitiative Bamberg
  • Mannheimer Institut für Integration und Interreligiösen Dialog e.V.
  • Islamisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft in Hessen, Frankfurt am Main
  • Verein für christlich-islamische Begegnung Ruhr e.V., Essen

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Satzung des KCID
  2. 16.–18. Bericht der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 9 des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung. Bundesministerium der Justiz, 5. Oktober 2006

Weblinks[Bearbeiten]