Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs

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Basisdaten
Gründungsdatum 2003
Gründungsort Bad Boll
Sitz Berlin
muslimischer Vorsitzender Abdlqalq Azrak
christliche Vorsitzende Irene Diakite
Website www.kcid.de

Der Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs e.V. (KCID) (bis 2007 Koordinierungsrat der Vereinigungen des christlich-islamischen Dialoges in Deutschland e.V.)[1] ist der Dachverband christlich-islamischer Dialogorganisationen in Deutschland. Sein Sitz ist Berlin.

Struktur und Aufgaben[Bearbeiten]

Der Verband hat 14 Mitgliedsorganisationen (Stand: März 2015). Zu den Aktivitäten des KCID gehören Veranstaltungen, wie Vorträge und Tagungen. Er vertritt die Mitgliedsorganisationen auf Bundesebene. Diese sind zum größten Teil lokal oder regional tätig, einige auch überregional oder bundesweit, wie die Christlich-Islamische Gesellschaft oder das Bendorfer Forum. Laut Satzung des KCID kann jede auf Dauer angelegte Vereinigung von Muslimen und Christen in Deutschland Mitglied im Verband werden, wenn sie sich vorrangig dem Dialog und der Zusammenarbeit widmet und in ihren Leitungsgremien Mitglieder beider Religionen vertreten sind.[1]

Vorsitzende waren seit der Gründung des Vereins bis 2008 Murat Aslanoglu (als muslimischer Vorsitzender) und die Melanie Miehl (als christliche Vorsitzende). Sie wurden von Kirchenvertretern und Politikern - wie den Bundespräsidenten Johannes Rau und Horst Köhler - zu Gesprächen eingeladen. Aslanoglu wurde zudem von Papst Benedikt XVI. empfangen. 2008 wählte die Mitgliederversammlung des KCID Ali Nihat Koç zum muslimischen und Thomas Lemmen zum christlichen Vorsitzenden. Von Mai 2010 bis Dezember 2012 waren Emina Čorbo-Mešić und Jürgen Meyer Vorsitzende des Verbandes. Ihnen folgten Abderrahim En-Nosse und Susanna Faust-Kallenberg. Im April 2014 wurden Abdlqalq Azrak und Irene Diakite zu Vorsitzenden gewählt.

Der Verband wurde seit seiner Gründung vom Bundesministerium des Innern projektbezogen finanziell unterstützt.[2]

Mitgliedsvereinigungen[Bearbeiten]

  • Bamberg: Interreligiöse Fraueninitiative Bamberg
  • Bonn: Arbeitskreis Muslime und Christen im Bonner Norden
  • Düsseldorf: Wir bauen Brücken
  • Essen: Verein für christlich-islamische Begegnung Ruhr e.V.
  • Gießen: Christlich-Islamische Gesellschaft (CIG) in Gießen e.V.
  • Karlsruhe: Christlich-Islamische Gesellschaft Karlsruhe e.V.
  • Köln: Christlich-Islamische Gesellschaft e.V. (überregional, Sitz: Köln)
  • Mannheim: Mannheimer Institut für Integration und Interreligiösen Dialog e.V.
  • Marl: Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl
  • Neu-Isenburg: Islamisch-Christliche Arbeitsgemeinschaft in Hessen
  • Nürnberg: Begegnungszentrum Brücke - Köprü
  • Rüsselsheim: Bendorfer Forum für ökumenische Begegnung und interreligiösen Dialog e.V.
  • Schwalbach: Deutsch-Ausländische Gemeinschaft Schwalbach e.V.
  • Stuttgart: Gesellschaft für Christlich-Islamische Begegnung und Zusammenarbeit (CIBZ) e.V.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Satzung des KCID
  2. Bundesministerium der Justiz: 16.–18. Bericht der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 9 des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung. 5. Oktober 2006.