Koos Moerenhout

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Jacobus Moerenhout Straßenradsport
Koos Moerenhout sebastian.jpg
zur Person
Spitzname Koos
Geburtsdatum 5. November 1973
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
zum Team
Aktuelles Team Karriereende
Disziplin Straße
Funktion Fahrer
Fahrertyp zeitfahrstarker Baroudeur
Team(s)
1994
1996-1999
2000
2001-2005
2006
2007-2010
Motorola (Stagiaire)
Rabobank
Farm Frites
Domo-Farm Frites/Davitamon-Lotto
Phonak Cycling Team
Rabobank
Wichtigste Erfolge

MaillotHolanda.svg Niederländischer Meister 2007 und 2009

Infobox zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2011

Jacobus Moerenhout, kurz Koos, (* 5. November 1973 in Achthuizen) ist ein ehemaliger niederländischer Radrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Moerenhout begann im Alter von acht Jahren mit dem Radsport, nebenbei spielte er noch einige Jahre Fußball. Im Alter von 13 Jahren entschied er sich, beim Radsportklub De Hoekse Renners zu beginnen. Ein Jahr darauf konnte er sein erstes Rennen gewinnen. Wenig später wurde er auch zur niederländischen Junioren-Auswahl eingeladen, mit der er unter anderem an zwei Weltmeisterschaften teilnahm. Nach einigen Erfolgen stieg Moerenhout in die Amateur-Klasse auf. Auch hier konnte er Siege und Podiumsplatzierungen einfahren. Seine erfolgreichste Saison erlebte er 1994, als er eine Etappe der Österreich-Rundfahrt gewann und Zweiter der Gesamtwertung wurde. Neben dem zweiten Gesamtplatz beim Flèche du Sud in Luxemburg gewann er auch die Lüttich-Rundfahrt, wo er einen Etappensieg knapp verpasste, und ein Rennen im holländischen Hulst.

Erste Erfahrungen im Profiradsport[Bearbeiten]

Ab September 1994 fuhr Moerenhout beim US-amerikanischen Profiteam Motorola als Stagiaire, erhielt aber keine feste Anstellung. Notgedrungen kehrte er 1995 wieder ins Amateurlager zum Team Schepink zurück. Zwar konnte er keinen weiteren Sieg einfahren, doch Ende der Saison unterzeichnete der in Steenbergen wohnhafte Moerenhout beim niederländischen Radsport-Team Rabobank einen Profi-Vertrag.

Berufsradfahrer in den Niederlanden[Bearbeiten]

Er feierte seinen ersten Erfolg im selben Jahr mit den Gewinn des Circuit Franco-Belge. Nach insgesamt drei Siegen im ersten Jahr als Berufsradfahrer gewann er im folgenden Jahr eine Etappe der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt. In der Saison 1998 wurde Moerenhout erstmals für die Tour de France nominiert. Er war an einem erfolgreichen Ausreißversuch auf der 13. Etappe beteiligt, in der er Sechster wurde. Als 44. der Gesamtwertung erreichte er Paris. Beim anschließenden Kriterium von Oostvoorne gelang ihm dann auch sein erster Saisonsieg. Bei der hoch kategorisierten Baskenland-Rundfahrt gelang ihm 1999 ein weiterer Etappensieg.

Im Jahr 2000 wechselte Moerenhout nach vier durchaus erfolgreichen Jahren bei Rabobank zu Farm Frites, einer anderen niederländischen Mannschaft, mit der er eine Etappe der Tour Down Under gewann und kurz darauf auch bei der Tour de Langkawi antrat. Zum ersten Mal startete er auch beim Giro d'Italia. Nach dem gefüllten Rennprogramm zum Saisonbeginn war er allerdings nicht in Form und stieg nach dem 13. Abschnitt aus. Einen Monat später verpasste er knapp den niederländischen Meistertitel, als er in Gulpen im Sprint Leon Van Bon unterlag, mit dem er zuvor die entscheidende Attacke gesetzt hatte. Kurz darauf stand er auch bei der Frankreich-Rundfahrt am Start, dieses Mal wurde er 77. der Gesamtwertung. Schließlich wurde er noch in die niederländische Landesauswahl für die Olympischen Sommerspiele in Sydney berufen und nahm sowohl am Zeitfahren als auch am Straßenrennen teil.

Als Helfer bei Lotto-Domo[Bearbeiten]

Ab der Saison 2001 fuhr er dann für Lotto-Domo, das aus dem Team Farm Frites entstand, und gewann wieder eine Etappe der Rheinland-Pfalz-Rundfahrt. 2006 fuhr Moerenhout für das Schweizer ProTeam Phonak, welches zum Ende der Saison 2006 aufgelöst wurde.

Karriereende bei Rabobank[Bearbeiten]

Ab der Saison 2007 fuhr Moerenhout für das niederländische Team Rabobank. Der niederländische Meister von 2007 und 2009 wurde in seiner Mannschaft in der Regel als Helfer eingesetzt und beteiligte sich gelegentlich in Fluchtgruppen. So konnte er bei der Eneco-Tour 2010 eine Etappe gewinnen.

Er ist mit der Radsportlerin Edith Klep seit 2006 verheiratet und hat mit ihr einen Sohn Kas (* 15. Januar 2007). Ende der Saison 2010 beendete Moerenhout seine Karriere als Radsportler.

Erfolge[Bearbeiten]

1994
1996
1997
1999
2000
2003
2007
2009
2010

Teams[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]