Kootenay River

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Kootenay River
Kootenai River
Einzugsgebiet des Flusses

Einzugsgebiet des Flusses

Daten
Gewässerkennzahl US384301
Lage Montana, Idaho (USA),
British Columbia (Kanada)
Flusssystem Columbia River
Abfluss über Columbia River → Pazifischer Ozean
Quelle im Kootenay-Nationalpark in den Rocky Mountains
51° 2′ 21″ N, 116° 26′ 33″ W51.039167-116.4425
Mündung in den Columbia River bei Castlegar, British Columbia49.316666666667-117.65111111111Koordinaten: 49° 19′ 0″ N, 117° 39′ 4″ W
49° 19′ 0″ N, 117° 39′ 4″ W49.316666666667-117.65111111111
Vorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 780 km[1]
Einzugsgebiet 50.300 km²[1]
Abfluss[2] MQ
868 m³/s
Linke Nebenflüsse Vermilion River, Palliser River, White River, Bull River, Elk River, Fisher River
Rechte Nebenflüsse St. Mary River, Yaak River, Moyie River, Goat River, Duncan River, Slocan River
Durchflossene Stauseen Lake Koocanusa, Kootenay Lake
Mittelstädte Bonners Ferry, Creston, Nelson, Castlegar
Kootenay River im Kootenay Nationalpark, British Columbia

Kootenay River im Kootenay Nationalpark, British Columbia

Der Kootenay River, in den Vereinigten Staaten Kootenai River, ist ein 780 km (508 km davon in British Columbia) langer linker Nebenfluss des Columbia River in der kanadischen Provinz British Columbia und in den US-Bundesstaaten Montana und Idaho. Er entwässert ein Gebiet von 50.300 km² (37.700 km² davon in Kanada)[1] und hat eine mittlere Abflussmenge von 868 m³/s.[2] Sein Name geht auf die hier ansässigen Kutenai oder Ktunaxa zurück.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Kootenay River entspringt im Kootenay-Nationalpark in den Rocky Mountains im Osten von British Columbia. Danach fließt er südwärts in Richtung USA. Bei Wardner, British Columbia fließt er dann in den Stausee Lake Koocanusa, der nahe der Grenze zwischen Kanada und den USA liegt. Wenig später überquert er die Grenze und nimmt die Flüsse Fisher River, Yaak River und Moyie River auf. Bei Creston, British Columbia überquert er wieder die Grenze nach Kanada und fließt in den Kootenay Lake. Bei Nelson verlässt er den See wieder und fließt nun in Richtung Südwesten. Bei Castlegar mündet er schließlich in den Columbia River.

Pläne zur Fluss-Umleitung[Bearbeiten]

In den 1970er Jahren wurde vorgeschlagen, den Kootenay River im Rocky Mountain Trench in den Columbia Lake umzuleiten, aus dem der Columbia River entspringt. In der Nähe von Fairmont Hot Springs und Canal Flats fließt der Kootenay River nämlich in einer Entfernung von nur etwa einer Meile am Columbia Lake vorbei. Eine Umleitung des Kootenay hätte für höhere Energiegewinnung der Staudämme am Columbia River gesorgt. Das Projekt wurde von Ökologen sowie von Bewohnern der Region jedoch wegen möglicher Überschwemmungen und der Schädigung des Tourismus stark kritisiert.

Da der Kootenay Gletscherwasser aus dem Gebirge transportiert, wäre zum einen die Temperatur des Columbia stark abgesunken. Der Columbia Lake und der flussabwärts gelegene Windermere Lake sind beliebt bei Schwimmern und Bootsfahrern, weswegen erhebliche Nachteile für den Tourismus befürchtet wurden. Zum anderen wäre durch die höheren Wassermengen die Gefahr von Überschwemmungen gestiegen. Deswegen wurde das Projekt niemals durchgesetzt.

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Linke: Vermilion River, Palliser River, White River, Bull River, Elk River, Fisher River

Rechte: St. Mary River, Yaak River, Moyie River, Goat River, Duncan River, Slocan River

Trivia[Bearbeiten]

Die 35-minütige Fahrt mit der Autofähre über den Kootenay Lake zwischen Balfour und Kootenay Bay gilt als "längste kostenlose Fährfahrt" der Welt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kootenay River – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c The Atlas of Canada – Rivers (Version vom 22. Januar 2013 im Internet Archive) (englisch)
  2. a b Kootenai Subbasin Plan, Northwest Power and Conservation Council