Kopfüber in die Nacht

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Filmdaten
Deutscher Titel Kopfüber in die Nacht
Originaltitel Into the Night
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Landis
Drehbuch Ron Koslow
Produktion Dan Allingham, George Folsey Jr., Ron Koslow
Musik Ira Newborn
Kamera Robert Paynter
Schnitt Malcolm Campbell
Besetzung

Kopfüber in die Nacht (Into the Night) ist ein US-amerikanischer Action-Thriller mit vielen komödiantischen und parodistischen Elementen von John Landis aus dem Jahr 1985.

Handlung[Bearbeiten]

Ed Okin ist ein verheirateter Mitarbeiter einer Satellitenfirma, der in seinem Privatleben nicht glücklich ist, was ihm schlaflose Nächte bereitet. Seine Frau scheint sich nur oberflächlich für ihn zu interessieren. Durch den Schlafmangel ist er bei der Arbeit nicht immer aufmerksam, was bald auffällt, so dass er eines Tages früher nach Hause geht, um Schlaf nachzuholen. Vor dem Haus sieht er einen Wagen stehen, und aus dem Schlafzimmerfenster hört er eindeutige Geräusche: Seine Frau betrügt ihn.

Er lässt sich später am Abend gegenüber seiner Frau nichts anmerken, und er kann wieder einmal nicht einschlafen. Er beschließt spontan, zum Flughafen zu fahren. Im Parkhaus wird ein Paar von vier Persern überfallen und der Mann dabei erstochen; die Frau (Diana) kann sich jedoch losreißen und fliehen. Sie springt in Eds Auto, und er flieht mit ihr. Als er einer Polizistin von dem Überfall erzählen will, wiegelt Diana ab und bittet ihn, sie zum Boot eines Freundes (Jack) zu fahren. Diana wird jedoch nicht an Bord gelassen – der Leibwächter lässt sie draußen stehen. Als sie gerade weg sind, bekommt dieser Besuch von den Persern, die die Kajüte komplett verwüsten, weil sie etwas suchen. Diana läßt sich von Ed zu ihrem Bruder, einem Elvis-Imitator fahren. Dieser ist auch nicht erfreut, sie zu sehen, und schmeißt sie raus. Zwischenzeitlich wurde Eds Auto von der Polizei abgeschleppt, und sie „leihen“ sich das Auto ihres Bruders.

Diana überredet Ed wiederholt, sie weiter zu chauffieren. Sie besuchen eine Freundin von ihr bei einem Filmdreh. Dabei gibt Diana ihr sechs Smaragde, die diese in ihrem Mantel für sie versteckt. Es stellt sich heraus, dass Diana diese Smaragde, die zum Kronschatz des abgesetzten Schahs von Persien gehörten, für ihren Bekannten, der am Flughafen getötet wurde, in die USA einschmuggelte. Diana und Ed werden von den früheren Mitarbeitern des persischen Geheimdienstes und von französischen Gangstern gejagt.

Sie entkommen immer wieder beiden Gruppen und Diana gelangt an den Mantel ihrer inzwischen von den Persern getöteten Freundin. Als sie schließlich zu Jack finden, rät dieser Diana, die Smaragde an die Hintermännin der persischen Bande zu verkaufen. Ed und Diana machen diesen Deal, werden aber am Flughafen erneut von den vier Persern festgesetzt. Die ebenfalls anwesenden Franzosen greifen die Perser an, aber das von Jack verständigte FBI tötet in einem Feuergefecht beide Gruppen, Ed und Diana sind gerettet.

Die beiden werden vom FBI in einem Motel untergebracht und erhalten 750.000 Dollar in einer großen Reisetasche – ein Geschenk von Jack. Als Diana sich duscht, kann Ed endlich einschlafen. Als er wieder aufwacht, ist Diana nicht da; er findet zwei Bündel Banknoten in einem Kuvert mit seinem Namen in seinem Jackett. Auf der Suche nach ihr stellt er im Motelflur fest, dass er einen ganzen Tag geschlafen hat. Plötzlich steht Diana mit der großen Reisetasche am Gangende und fragt ihn, ob sie nicht zum Flughafen fahren wollen.

Kritiken[Bearbeiten]

  • Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 8. März 1985, der Film sei ein „unbeständig lustiger“, „zweckloser“ und „unnötiger“ Thriller. Er habe – anders als Beverly Hills Cop – auch keinen Stil und keinen Mittelpunkt. Einige der Szenen würden funktionieren, der Film hätte jedoch mehr Disziplin des Regisseurs nötig. [1]
  • Einem Trend der letzten Jahre folgend, inszenierte John Landis (…) eine Krimikomödie der besonderen Art: eine Mischung aus knallharter Action und absurdem Humor, eine brutale Burleske, ein schriller [sic!] Thriller zum Schießen. – Dirk Manthey (Hrsg.), Jörg Altendorf (Hrsg.), Willi Bär (Hrsg.): Spielfilme 89. Die Höhepunkte des Fernseh-Jahres. Kino Verlag, Hamburg 1988, ISBN 3-89324-037-3, S. 42
  • Lexikon des Internationalen Films: Ein verhalten inszenierter, witziger und kurzweiliger Thriller mit satirischen und parodistischen Elementen; trotz einiger dramaturgischer Leerstellen und eines nicht ganz stimmig durchgehaltenen gesellschaftskritischen Zugriffs gehobene Unterhaltung.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

John Landis gewann im Jahr 1985 einen Sonderpreis der Jury des französischen Cognac Festival du Film Policier.

Hintergrund[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik von Roger Ebert
  2. Filming locations für Into the Night
  3. Box office / business für Into the Night