Kopfball
Kopfball ist bei Ballsportarten eine Technik, den Spielball mit dem Kopf zu spielen.
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Fußball [Bearbeiten]
Während im Fußballspiel für Feldspieler das absichtliche Berühren des Balles mit Hand oder Arm (Handspiel) als regelwidrig geahndet wird, ist das Spielen des Balles mit dem Kopf erlaubt. Ein Kopfball, korrekter auch Kopfstoß genannt, wird insbesondere eingesetzt, um einen halbhoch oder hoch heranfliegenden Ball in Richtung Tor zu befördern, an den Mitspieler weiterzuleiten oder einen gegnerischen Angriff abzuwehren (zum Beispiel nach Flanke oder Eckball).
Kopfstöße können im Stand, häufig aber auch im Lauf oder im Sprung (von einem oder beiden Beinen)[1] ausgeführt werden und finden oft im Zweikampf mit einem gegnerischen Spieler statt. Wichtige Voraussetzungen für erfolgreiches Kopfballspiel sind deshalb neben der Körpergröße eine hohe Sprungkraft sowie die Fähigkeit, die Flugbahn des Balls zu berechnen, daraus den richtigen Absprungzeitpunkt und die Sprunghöhe zu wählen und den Kopfstoß kontrolliert (Richtung und Stoßstärke) auszuführen. Neben geschossenen oder geworfenen Bällen kann diese Technik auch mit einem Kopfballpendel trainiert werden.
Einige Stürmer sind oder waren als Kopfball-Spezialisten bekannt und gefürchtet, meistens Spieler von besonderer Körpergröße oder Sprungkraft. Insbesondere „Goldkopf“ Sándor Kocsis konnte sich den Ruf des weltbesten Kopfballspielers in seiner Karriere erarbeiten, aber auch Horst Hrubesch war in Deutschland als besonders guter Kopfballspieler bekannt.
Weitere Sportarten [Bearbeiten]
In den großen Ballsportarten, wie u. a. Basketball, Handball und Volleyball ist es ebenso regelkonform, den Ball mit dem Kopf zu spielen. Jedoch kommt dies nur sehr selten vor, da das Kopfballspiel weitaus weniger präzise als mit der Hand ist.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweis [Bearbeiten]
- ↑ Gerhard Bauer Fußball perfekt, BLV Verlagsgesellschaft München 1978