Kopftuch
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Ein Kopftuch ist ein dreieckiges oder zum Dreieck gelegtes Stück Stoff, mit dem der Kopf bedeckt wird. Es kann auf verschiedene Arten (mit Knoten unter dem Kinn oder im Genick, unter dem Kinn gekreuzt und im Nacken geknotet oder auch ohne Knoten) auf dem Kopf getragen werden. Für das Tragen eines Kopftuches gibt es vielfältige Gründe: Schutz vor der Witterung (Kälte, Hitze, Wüstenwind, Sonne), aus hygienischen Gründen (vor allem in Küchen und Krankenhäusern), damit die Haare nicht bei der Arbeit stören (auch zum Arbeitsschutz) bzw. um diese vor Verschmutzung (durch Staub etc.) zu schützen, als Zierde oder als modisches Accessoire. Außerdem kann das Kopftuch religiöse Bedeutung haben, kann Teil eines Kleidercodes sein, welcher der kulturellen Identitätsbildung dient, aber auch als politisches Signal dienen bzw. so verstanden werden.
Vorrangig werden Kopftücher von Frauen und Kindern getragen, aber es gibt auch Kopftücher für Männer. Besonders bei kleinen Kindern steht die Schutzfunktion eines Kopftuchs oder einer anderen Kopfbedeckung im Vordergrund. Das Kopftuch und sein Symbolgehalt bei muslimischen Frauen ist zentraler Bestandteil des sogenannten Kopftuchstreits in einigen Ländern Europas.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Kopftücher für Frauen
Das Tragen von Kopftüchern war in Europa bis in die 1970er allgemein üblich, entsprach der Mode und auch den herrschenden Konventionen. Zur selben Zeit war es völlig selbstverständlich, dass Männer niemals ohne Hut in die Öffentlichkeit gingen. Die Akzeptanz und damit Nutzung des Kopftuches sank zuerst in den Städten und später auch im ländlichen Raum. Es wurde von anderen Kleidungsstücke wie zum Beispiel Hüte oder Mützen, seit dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhundert auch durch Baseballkappen, weitgehend verdrängt, großteils ist es heute aber auch üblich, völlig ohne Kopfbedeckung zu bleiben. Heute werden Kopftücher vorrangig aus religiösen und traditionellen, vereinzelt auch aus praktischen Gründen (Cabrio-Fahrerinnen, Feldarbeit) getragen.
Eine besondere Blüte erlebte das Kopftuch in der Nachkriegszeit (Stichwort Trümmerfrauen), um sowohl die Haare vor Schmutz zu schützen als auch die umständehalber oft nicht besonders gepflegten Haare zu verbergen. Üblich sind Kopftücher auch heute noch in vielen osteuropäischen, aber auch mittel- und südeuropäischen Ländern, in Osteuropa sogar in einer Trageweise (Falte in der Stirn), die eher an ein islamisches Kopftuch erinnert. Dort wird es regelmäßig beim Besuch des Gottesdienstes, aber vielfach auch noch im Alltag, insbesondere von älteren Frauen benutzt.
Zum Verdrängen des Kopftuchs trug bei, dass viele Frauen aus modischen Gründen auf Kopfbedeckungen jeglicher Art, selbst bei starker Sonne oder großer Kälte, verzichteten. Auch wurde das Kopftuch vielfach als Zeichen der Rückständigkeit angesehen, was sich u.a. in Witzen niederschlug. Ergänzend wuchs in den vergangenen Jahren die Abneigung gegen das Kopftuch, das zunehmend als Symbol muslimischer Frauen und deren traditionell-religiöser Lebensweise begriffen wurde.
[Bearbeiten] Christentum
Im heutigen Christentum kennt man das Kopftuch als Teil der katholischen Ordenskleidung bei Ordensschwestern. Nach Meinung von Peter Beer, dem Leiter des Katholischen Büros des Erzbistums München und Freising in Bayern, könne bei diesem Nonnenhabit nicht im Vergleich zum islamischen Kopftuch das Missverständnis entstehen, dass Mädchen und Frauen grundsätzlich auch einen solchen Nonnenhabit und das Kopftuch tragen müssten, um sittlichen Geboten oder der Stellung der Frau in der Gesellschaft angemessen Rechnung zu tragen. Der Nonnenhabit entspräche, auch von der geschichtlichen Entwicklung und der öffentlichen Wahrnehmung her, den christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerten. [1] Kopftücher finden sich daneben nur beim Kirchgang von Frauen in einigen wenigen protestantischen evangelikalen Freikirchen; werden aber ansonsten im Alltag, Berufs- und Privatleben selbst von Frauen in Freikirchen kaum mehr aus religiösen Gründen getragen. Allerdings ist es heute bei Papstaudienzen noch üblich, dass Frauen ein (schwarzes) Kopftuch oder ein ähnliches Kleidungsstück tragen.
Das Gebot der Kopfbedeckung während des Gebets und der Messe wurde bis vor ca. 30 Jahren noch in vielen christlichen Kirchen von den Frauen praktiziert. In vereinzelten Brüdergemeinden, in Apostolischen Pfingstgemeinden, in Norweger-Gemeinden und in den Gemeinden der baptistischen Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion bedecken viele Frauen bis heute ihren Kopf beim Gebet und beziehen sich hierbei auf Paulus [2]:
„Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen.“
– Bibel: 1. Korinther 11,5
In manchen orthodoxen Kirchen tragen Frauen und Ordensschwestern beim Kirchenbesuch ein Habit mit einer Kopfbedeckung.
[Bearbeiten] Islam
- Dieser Abschnitt behandelt nur das Kopftuch im Islam; zu Kleidervorschriften für muslimische Frauen siehe Hidschab.
Die Motivation, ein Kopftuch zu tragen, ist unter Frauen sehr vielfältig: Gepflogenheit, religiöses Selbstverständnis, religiöse Emanzipation, individueller Selbstausdruck (Kopftuch als Mode-Accessoire [3]), Vorschrift (z.B. aufgrund von Gesetzen in einigen islamischen Ländern wie dem Iran), Druck aus dem sozialen Umfeld [4], Symbol der Gruppenzugehörigkeit, und (in seltenen Fällen) Ausdruck des Protestes (Vollverschleierung in der Schule [5]). Im Einzelfall ist die Motivlage jedoch nicht immer überprüfbar.
Viele konservative oder aus traditionellen Familien stammende muslimische Frauen tragen ein Kopftuch nicht nur beim Moscheebesuch, sondern auch im Alltag, wann immer ein Kontakt mit Männern in Frage kommt, zum Beispiel beim Verlassen des Hauses - einen so genannten Tschador (persisch) oder Hidschab bzw. Hijab (arabisch) - als Teil der Glaubenspraxis. Ob der Koran ein Kopftuch vorschreibt oder nicht, ist allgemein umstritten.
Von Kritikern im Kopftuchstreit wird eingewandt, das Kopftuch führe zu einer Stigmatisierung der Frau, die sich den Männern unterzuordnen habe und fördere das Patriarchat. Das Kopftuch mache nach Ansicht von Alice Schwarzer Frauen zu Menschen zweiter Klasse und behindere die Gleichberechtigung von Frauen, was von den Befürwortern des Kopftuches bestritten wird. Der Schriftsteller Feridun Zaimoğlu brachte im Zusammenhang mit der Deutschen Islamkonferenz die Wortschöpfung "Schamtuchträgerin" auf und wurde in Folge durch Teile der Presse und den Zentralrat der Ex-Muslime heftig kritisiert und einer rückständigen Haltung gescholten, die Islamismus und die Unterdrückung der Frau fördere. [6]
[Bearbeiten] Religiöse Sicht
Die Begründung für das Tragen eines Kopftuchs ergibt sich nach einer Ansicht im Islam für muslimische Frauen aus dem Koran, Sure 24:31, der Frauen dazu aufruft, ihre Reize – soweit sie nicht normalerweise sichtbar sind – vor Männern, die nicht mit ihnen verwandt oder verheiratet sind, zu verbergen. Sure 33:59 empfiehlt, beim Ausgehen der Frau, ein Tuch über den Kopf zu ziehen, zu ihrem Schutz als Erkennungszeichen ihrer Ehrbarkeit. Genauere Vorschriften bezüglich der Kleidung sind allerdings dem Koran nicht zu entnehmen. Es werden zusätzlich Berichte über das Leben des Propheten Mohammed hinzugezogen. Die Mehrheit der Korangelehrten bezieht sich auch auf Ibn Abbas, einen Wegbegleiter Mohammeds, der gesagt haben soll, dass „was normalerweise sichtbar ist“ sich auf „Gesicht und Hände“ bezieht, diese daher nicht bedeckt werden müssen. Eine kleinere Anzahl von Muslimen lehrt jedoch, dass die Frauen sich komplett verhüllen müssen, was eben auch das Gesicht und die Hände mit einschließt. Das Kopftuchgebot soll gemäß konservativ-traditioneller Auslegung des Koran die Würde der muslimischen Frauen schützen. Es soll zum gegenseitigen respektvollem Umgang von Männern und Frauen beitragen. Ihm steht das gegenseitige Senken des Blicks zwischen Männern und Frauen gegenüber. (Sure 24:30 und 24:31)
Bei dogmatischer Interpretation haben Frauen wegen Sure 2:257 eine Entscheidungsfreiheit. Insbesondere in der jüngeren Generation der islamischen Frauen in Europa wird das Kopftuch zunehmend nicht als eine sich aus dem Koran ergebende Pflicht angesehen. Gegen die Emanzipation islamischer Frauen (nicht nur in dieser Frage) wehren sich allerdings zunehmend konservative Kreise (siehe Islamismus). Den Strukturen des Islam folgend gibt es aber keine Instanz, die zu einer eindeutigen Entscheidung befugt oder hierzu anerkannt wäre.
[Bearbeiten] Internationaler Vergleich
Im Iran ist das Kopftuch gesetzliche Pflicht, in der Grundordnung des Königreichs Saudi-Arabien ist das Kopftuch nicht explizit erwähnt; dass Frauen es in der Öffentlichkeit tragen müssen, ergibt sich aber aus den Artikeln 1, 23 und 45. [7] Im Jemen ist es zwar keine gesetzliche Pflicht, wird aber von nahezu allen Frauen getragen, wobei die meisten Ausnahmen im ehemaligen Gebiet des Südjemen zu finden sind. In allen nordafrikanischen und nahöstlichen Ländern wird es wieder häufiger getragen. In den palästinensischen Autonomiegebieten wird der Druck auf Frauen, ein Kopftuch zu tragen, immer größer. Es kommen auch Anschläge auf unverschleierte Frauen vor. [8]
Das Kopftuch als verpflichtendes Kleidungsstück ist nicht in allen islamischen Ländern verbreitet: in Zentralasien bzw. den ehemaligen Sowjetrepubliken wird es nur begrenzt getragen, ebenso in Westafrika ist das Kopftuch seltener anzutreffen. In Indonesien, wo es bis vor drei Jahrzehnten absolut unüblich war, hat es sich in der Zwischenzeit massiv verbreitet. In manchen Gegenden Indonesiens, wie Banda Aceh, ist es heute sogar Pflicht, eine Zuwiderhandlung wird bestraft. [9] Bei den Aleviten, einer eigenständigen Glaubensgemeinschaft, tragen die Frauen kein Kopftuch. In der laizistisch und muslimisch geprägten Türkei besteht seit 1925 für Lehrer, Schüler und Studenten sogar ein Kopftuchverbot in öffentlichen Institutionen und an der Universität. Dieses staatliche Verbot in der Türkei ist höchstgerichtlich bestätigt worden. Am 17. Mai 2006 wurde in Ankara ein Richter erschossen, der diesem Gericht angehörte. Militärische Führungskreise des Landes sehen das islamische Kopftuch als Zeichen islamistischer und antitürkischer Gesinnung. [10]
Inzwischen wurden Überlegungen des türkische Ministerpräsidenten Erdogan bekannt, das Kopftuchverbot an Universitäten durch einen eigens zu schaffenden Verfassungsartikel aufheben zu lassen - das Kopftuch sei, so Erdogan bei einem Besuch in Spanien im Januar 2008, "ein politisches Symbol", das auch an der Universität nicht verboten werden könne, weil es vielen jungen Frauen das Recht auf Bildung nähme. Die Pläne Erdogans kommentierte der kemalistische Oppositionschef im Parlament, Deniz Baykal, als „undemokratisches Vorgehen“. [11]. Ende Februar 2008 musste man die Lage zum universitären Kopftuchverbot als chaotisch bezeichnen, nur 18 von 115 Rektoren ließen die meist wenigen Kopftuchträgerinnen auf das Hochschulgelände. Am 26. Februar 2008 riefen 112 Abgeordnete das Verfassungsgericht an, um die von der Regierungspartei AKP forcierte Aufhebung des Kopftuchverbots rückgängig zu machen.
2007 sorgte eine vom türkischen Bildungsministerium ausdrücklich empfohlene Version des Kinderbuches Heidi auf der die Großmutter von Heidis Freundin Klara Sesemann mit Kopftuch und einem weiten Mantel zu sehen ist für Aufsehen. Selbst türkische Zeitungen sprechen von Kopftuch-Propaganda, mangelndem Respekt gegenüber anderen Religionen. Auf diese Art werde Kindern suggeriert, dass es auf der Welt keine anderen Lebensweisen als die islamische gebe. [12]
Eine besonders extreme Form des verschleiernden religiösen Kopftuchs für Frauen ist die Burka, die sogar die Augen hinter einem Netz versteckt. Sie war in Afghanistan unter dem Taliban-Regime üblich. Eine weitere häufig verbreitete Version im Nahen Osten ist die Kombination aus Kopftuch (Hidschab) und Niqab, wobei hier ein zusätzlicher Gesichtsschleier getragen wird oder das Kopftuch über das Gesicht gelegt wird. Die Augen der Trägerin bleiben frei oder werden nur durch leichte Stoffschichten verhüllt.
2008 stellte das Bundesgericht in der Schweiz fest, dass das Tragen eines Kopftuches kein Nichteinbürgerungsgrund ist. Dass die Frau ein Kopftuch trage, könne allenfalls dann mitberücksichtigt werden, wenn auf der Grundlage weiterer Umstände eine Haltung zum Ausdruck komme, die grundlegenden schweizerischen Wertvorstellungen zu Rechtsstaat und Demokratie widerspreche.[13]
[Bearbeiten] Deutschland - Kopftuchverbot für Lehrerinnen
In Deutschland urteilte das Bundesverfassungsgericht (Kopftuchurteil), dass ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen an Schulen nur seitens der einzelnen Bundesländer erlassen werden könne. Von dieser Möglichkeit machen viele Bundesländer in Deutschland mittlerweile Gebrauch (Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, …). Allerdings ist die rechtliche Situation weiterhin schwierig, da das Grundgesetz die Diskriminierung aus religiösen Gründen verbietet. In Baden-Württemberg musste einer Lehrerin - zumindest bis zum endgültigen Abschluss des Verfahrens - zunächst gestattet werden, ihr Kopftuch zu tragen, da das Gesetz es zuließ, dass christliche Bekleidung (hier Nonnenhabit) getragen werden darf, was in einer ehemaligen (heute staatlichen) Klosterschule auch noch praktiziert wird.
[Bearbeiten] Judentum
Im orthodoxen Judentum bedecken verheiratete Frauen ihr Haar aus religiösen Gründen mit einem Tuch oder einer Perücke.
[Bearbeiten] Hinduismus
Frauen aus dem indischen Raum (Hindus) tragen oft einen Sari, wobei ebenfalls die Haare mit einem langen Stück Stoff bedeckt werden.
[Bearbeiten] Kopftücher für Männer
Männer der Saharavölker wie der Tuareg, Peul, Tukulor und Mauretanier, bedecken den Kopf mit Tuch und Gesichtsschleier – oft in Turbanform. Der Turban der Tuareg, die als Berbervolk nomadisch in den Staaten Algerien, Libyen, Tunesien, Niger, Mali, Burkina Faso und Nigeria leben, wird Schesch genannt. Er besteht aus einer rechteckigen Stoffbahn, die zwischen vier und zehn Metern lang ist. Im Gegensatz zu den weiblichen Verschleierungen durch Burka und Tschador, ist in der Gesellschaft der Tuareg das Gesicht des Mannes vermummt. Kunstvoll wird der Gesichtsschleier um den Kopf gewickelt – lediglich die Augen bleiben frei. Die Kopfbedeckung schützt vor Sonne, Wind und Sand, hat jedoch auch die Funktion, den Mund als unreine Körperöffnung zu verdecken.
Im arabischen Raum tragen Männer als übliche Kopfbedeckungen die Kufiya in rotweiß oder schwarzweiß gemusterter oder einfarbiger Art und Weise.
In westlichen Ländern findet sich gelegentlich das Bandana oder Bandanna (von Hindi bandhana, dt. "binden") als modisches Accessoire oder als Schutz vor Sonnenstrahlung, das in der Art eines Piraten-Kopftuchs getragen wird.
In den USA der 90´er Jahre galt in vielen Problembezirken (beispielsweise Compton/Los Angeles) von Großstädten das farbige Kopftuch als Identifikationsmerkmal von afroamerikanischen Straßengangs. Die wohl bekanntesten Gangs dieser Art sind die Crips(blau)und Bloods(rot) aus Los Angeles welche ganze Straßenzüge beherrschten. Allein das tragen eines Kopftuches der falschen Farbe konnte dazu führen erschossen zu werden.
[Bearbeiten] Kopftuch und Kultur
Es sind hauptsächlich praktische (zum Beispiel auf dem Klima beruhende), kulturelle und religiöse Hintergründe, die als Motivation für das Tragen eines Kopftuchs sprechen, aus unterschiedlichen Motiven, aber als Teil der Identität der Träger und Trägerinnen. Ähnliches kennt man von den männlichen Sikhs und ihrem obligatorischen Turban.
In Deutschland trugen bis vor kurzer Zeit viele Frauen das Kopftuch aus Tradition. Ein Kopftuch, schwarz, farbig, oft auch prachtvoll bestickt, gehörte zu vielen traditionellen Trachten. Die derzeit weltweit wohl bekannteste Frau, die regelmäßig ein Kopftuch trägt, dürfte die Queen (Königin des Vereinigten Königreiches) sein, die dafür sogar von der britischen Vogue schon lobend erwähnt wurde.
Kulturell unterlag die Bedeutung des Kopftuchs bzw. des Schleiers in allen Teilen der Welt einem starken Wandel. Neben dem praktischen Nutzen diente es auch der Abgrenzung zwischen Gesellschaftsschichten und der Darstellung der Lebenssituation. Derzeit wird versucht, das Kopftuch als politisches Symbol zu instrumentalisieren, siehe dazu den Artikel Kopftuchstreit.
[Bearbeiten] Kopftücher
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Frau mit Bandana |
Tschador mit Niqab |
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[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Radio Vatikan: Es geht nicht nur um das Kopftuch 16. Januar 2007
- ↑ Gerhard Ludwig Müller: Ostersonntags-Predigt im Dom zu Regensburg 8. April 2007
- ↑ (Kreative Variationen zum Thema Verschleierung - Qantara),
Baden im Burkini (Deutschlandradio),
Kopftuchmode: Das Accessoire des Islam (FAZ),
Integration: Die schönen Töchter Kreuzbergs (FAZ) - ↑ Staat muss neutral sein, Ehrhart Körting, Berliner Morgenpost, 11. März 2004 ([1])
- ↑ Verhüllte Schülerinnen (Spiegel)
- ↑ Feridun Zaimoglu schlägt sich auf die Seite der Schamtuchträgerinnen, Freitag.de, 2007-05-04.
- ↑ Basic Law of Saudi-Arabia
Article 1:
„The Kingdom of Saudi Arabia is a sovereign Arab Islamic State. Its religion is Islam. Its constitution is Almighty God's Book, The Holy Quran, and the Sunna(Tradition) of the Prophet. Arabic is the language of the Kingdom. The City of Riyadh is the capital.“
DE: „Das Königreich Saudi-Arabien ist eine souveräner arabisch-islamischer Staat. Seine Religion ist der Islam. Seine Verfassung ist die des Buches des Allmächtigen Gottes, der Heilige Koran und die Sunna (Tradition) des Gesandten. Arabisch ist die Sprache des Königreichs. Die Hauptstadt ist Riad.”
Article 23:
„The State shall protect the Islamic Creed, apply the Sharia, encourage good and discourage evil, and undertake its duty regarding the Propagation of Islam (Islamic Dawa).“
DE: „Der Staat schützt den islamischen Glauben, wendet die Schari'a an, gebietet, was recht ist und verbietet, was verwerflich ist. Er erfüllt die Pflicht, (die Menschen) zum Islam einzuladen (Da'wa).”
Article 45:
„The Holy Quran and the Sunna(Tradition) of God's Messenger shall be the source for fetwas(religious advisory rulings). The Law shall specify hierarchical organization for the composition of the Council of the Senior Ulema, the Research Administration and the Office of the Mufti, together with their functions.” - ↑ Focus: Säureangriff auf Frau ohne Kopftuch
- ↑ Zeit:So Gott will
- ↑ FAZ: Das Kopftuch der Frau Gül 3. Mai 2007
- ↑ Siehe „Kopftuchverbot an türkischen Unis soll fallen“, SPIEGEL ONLINE, 17. Januar 2008 [2]
- ↑ Die Presse: Mit Kopftuch: Türkische "Heidi" sorgt für Aufregung 15. November 2007
- ↑ NZZ: Kopftuch kein Grund für Nichteinbürgerung 5. März 2008
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Mag. Monika Höglinger (Ethnologin): Verschleierte Lebenswelten, Edition Roesner, 2002, 2. Auflage 2003, ISBN 3-902300-03-5
- Heide Oestreich: Der Kopftuchstreit.Das Abendland und ein Quadratmeter Islam, Brandes&Apsel, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-86099-786-6
[Bearbeiten] Weblinks
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Islamische Tradition, politische, kulturelle und religiöse Aspekte
- Studie zur Motivation von Kopftuchträgerinnen, Konrad-Adenauer-Stiftung, 2006, zur Kritik siehe [3]
- Erklärung der Christlich-Islamischen Gesellschaft zum Verbot von Kopftüchern für muslimische Lehrerinnen in NRW
- Initiative für Selbstbestimmung in Glaube und Gesellschaft, isgg.de - Informationen zum Kopftuchverbot in NRW
- Webseite der Initiative „Mein Kopftuch“
- bpb Dossier Kopftuch
- Begegnungen mit dem Kopftuch, von Nora Räthzel
- Interkultureller Rat in Deutschland e.V.: Thesen zum Kopftuch
- Das Kopftuch kommt nach Cankaya
- Stellungnahmen von Weltreligionen
- Land „Berlin verbietet alle sichtbaren religiösen Symbole“, Katholische Kirche in Deutschland, Portal zur Kopftuchdebatte
- „Das Kopftuch ist selbstverständlich erlaubt“, Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), 2004
- Presse-Artikel
- „Kopftuchgründe“, taz, 18. Juli 2003, von Prof. Birgit Rommelspacher und LeserInnenbriefe
- „Christen werfen Nebelkerzen“, taz, 11. Oktober 2003, Kommentar von Heide Oestreich
- „Ein Stück Identität“, Freitag, Nr. 4, 16. Januar 2004, von Prof. Mohssen Massarrat
- „Kopftuch ist wie gelber Stern“, taz, 24. Januar 2004, Interview mit Chahdortt Djavann
- „Die Lüge von der Freiheit der Frau unterm Kopftuch“, Hamburger Abendblatt, 27. März 2006
- „Kopftuchmode: Das Accessoire des Islam“, FAZ, 25. April 2006
- „Die Islamisten meinen es so ernst wie Hitler“, FAZ, 4. Juli 2006, Alice Schwarzer im Interview
- „Der Fall Deligöz und die Folgen. Wer darf sprechen?“ Rheinischer Merkur, 9. November 2006
- Ich bin eine Muslima und Punkt. Sie sind jung, Akademikerinnen, tragen das Kopftuch und verstehen das als Emanzipation. Ein Gespräch mit Pinar Cetin, Hasibe Özaslan und Kathrin Klausing., Berliner Zeitung vom 02.06.2007
Trachten
- „Trachten in Bayern - Oberpfälzer Trachten“, Bayerischer Rundfunk - Die Abendschau, 14. März 2006
- Tänze, Trachten und Traditionen auf Kreta, griechenland-travel
Siehe auch: Liste der Kleidungsstücke

