Kopis

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die gleichnamige Heuschrecken-Gattung siehe Kopis (Gattung)
Kopis
Falcata íbera (M.A.N. Madrid) 01.jpg
Angaben
Waffenart: Schwert, Hiebschwert, Sichelschwert
Bezeichnungen: Kopis, Copis,
Verwendung: Waffe
Ursprungsregion/
Urheber:
Griechenland
Verbreitung: griechisches Reich, römisches Reich, Reich Alexander des Großen
Griffstück: Holz, Horn
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Der Kopis ist ein Hiebschwert aus der Antike, das ursprünglich von den Griechen eingesetzt wurde und später Verbreitung in weiten Teilen des Mittelmeerraums fand. Nach Untersuchungen des Blankwaffenforschers Richard F. Burton, ist der Kopis in Anlehnung an das altägyptische Chepesch entstanden.[1] Aus dem Chepesch entwickelten sich verschiedene Formen des Kopis, woraus dann eine als Falcata bekannte Waffe entstand, der dem Kopis gleicht. Gelegentlich wird das Kopis auch mit der Falcata oder dem Machaira gleichgestellt. Genaugenommen ist das Falcata eine Weiterentwicklung des Kopis und Macheira ist eher ein Oberbegriff für Waffen nach Art des Kopis.[2]

Beschreibung[Bearbeiten]

Charakteristisch ist die nach vorn abfallende, breiter werdende und asymmetrische Klinge, die dazu dienten schwere Hiebe auszuführen, die den Schild des Gegners zerbrechen konnten. Möglicherweise diente die starke Biegung auch dazu um feindliche Schilde herumzuschlagen. Außerdem fällt der Griff auf, der die Hand zum großen Teil, manchmal sogar ganz umschließt. Zum einen verhindert er das Ausrutschen des Griffs und somit den Verlust der Waffe in der Schlacht, zum anderen bietet er eine Parierfläche.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Kopis wurde von Kavallerie (hier eignet es sich besonders zum Niederreiten fliehender Feinde, wenn man im Vorbeireiten einen gezielten Hieb versetzt), und Infanterie (als zusätzliche Nahkampfwaffe der Hopliten und Phalangiten) gleichermaßen eingesetzt. Durch die frühen griechischen Kolonisten und durch Alexander wurde das Kopis in der Welt verbreitet. Viele Völker, die gegen griechische Armeen kämpften, u. a. die Perser und die Römer, aber auch Inder, übernahmen das Kopis. Auch bei den Karthagern und Lusitaniern kannte man dieses Schwert, allerdings wird es in diesem Zusammenhang oft Falcata genannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Richard F. Burton, Book of the Sword, Seite 235, Verlag Chattoo and Windus, (1884),(Scanversion/Vollversion, englisch, eingesehen am 10. November 2009)
  2. Stefan Bittner, Tracht und Bewaffnung des persischen Heeres zur Zeit der Achaimeniden, Verlag K. Friedrich, 1985, ISBN 978-3-9800481-6-3

Literatur[Bearbeiten]

  • George Cameron Stone, Donald J. LaRocca: A glossary of the construction, decoration and use of arms and armor in all countries and in all times. Together with some closely related subjects. Courier Dover Publications, Mineola NY 1999, ISBN 0-486-40726-8.
  • Fernando Quesada Sanz: El armamento ibérico. Estudio tipológio, geográfico, funcional, social y simbólico de las armas en la cultura ibérica (siglos VI – I a.C.). Band 2. Mergoil, Montagnac 1997, ISBN 2-907303-10-4 (Monographies instrumentum 3, 2).

Weblinks[Bearbeiten]