Koré Maïroua

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Landgemeinde Koré Maïroua
Landgemeinde Koré Maïroua (Niger)
Landgemeinde Koré Maïroua
Landgemeinde Koré Maïroua
Koordinaten 13° 18′ N, 3° 54′ O13.3027777777783.9077777777778Koordinaten: 13° 18′ N, 3° 54′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Tibiri
Einwohner 54.251 (2012)

Koré Maïroua ist eine Landgemeinde im Departement Tibiri in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Koré Maïroua liegt in der Großlandschaft Sudan und grenzt im Osten an den Nachbarstaat Nigeria. Die Nachbargemeinden in Niger sind Dogondoutchi im Norden, Kiéché im Nordosten, Tibiri im Süden und Tombokoirey II im Westen. Der Wadi Dallol Maouri durchquert den Osten der Landgemeinde. Das Gemeindegebiet ist in 30 administrative Dörfer, 109 traditionelle Dörfer, 31 Weiler und zwei Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Koré Maïroua.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Koré Maïroua ging 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Tibiri hervor, dessen Territorium auf die Landgemeinden Tibiri, Douméga und Koré Maïroua aufgeteilt wurde. Seit 2011 gehört die Landgemeinde nicht mehr zum Departement Dogondoutchi, sondern zum neugeschaffenen Departement Tibiri.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Koré Maïroua 42.592 Einwohner.[4] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 54.251.[5] Die Bevölkerung setzt sich aus Hausa und Fulbe zusammen. Neben Angehörigen des islamischen Glaubens gibt es eine christliche Minderheit, die vor allem in den administrativen Dörfern Dadin Kowa, Golo und Koré Maïroua lebt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Hirseernte in Koré Maïroua

In allen Dörfern im Gemeindegebiet werden Hirse, Augenbohnen, Sorghum und Erdnüsse angebaut, beim Dorf Zéla außerdem Zuckerrohr. Die Viehzucht umfasst Rinder, Schafe, Ziegen, Kamele, Pferde und Esel. Sie ist zunehmend durch mangelndes Weideland eingeschränkt. Koré Maïroua liegt an der Nationalstraße 1, die hier Teil der internationalen Fernstraße Dakar-N’Djamena-Highway ist, sowie an der Nationalstraße 2 nach Farey und an der Nationalstraße 3 nach Karguibangou. Die drei wichtigsten Wochenmärkte befinden sich in den administrativen Dörfern Koré Maïroua, Boureimi und Zéla. Mit dem Nachbarland Nigeria wird grenzüberschreitender informeller Handel betrieben. Die Einschulungsrate in der Landgemeinde beträgt 59,6 %, bei Jungen 70,1 % und bei Mädchen 49,2 %.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 54.
  5. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  6. Présentation de la commune de Koré Maïroua. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 11. Februar 2012.