Korean Friendship Association

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Die Korean Friendship Association (KFA) ist eine internationale Solidaritätsorganisation für die Regierung der Demokratischen Volksrepublik Korea.

Aufgaben und Geschichte[Bearbeiten]

Die Hauptaufgabe der KFA ist die Darstellung Nordkoreas aus Sicht der nordkoreanischen Regierung und die kritiklose Unterstützung ihrer Politik. Dazu arbeitet die KFA eng zusammen mit dem Komitee für Kulturelle Beziehungen in Pjöngjang. Alejandro Cao de Benos de Les y Pérez gründete die KFA im November 2000 und ist der selbsternannte Präsident der KFA. Die KFA nimmt für sich in Anspruch über 8000 Mitglieder in 120 Ländern zu haben.[1]

Der Präsident der Obersten Volksversammlung, Kim Yong-nam, bezeichnete die KFA als „die Lokomotive der internationalen Solidarität und Verteidigung der Demokratischen Volksrepublik Korea gegen die Angriffe der vereinten Imperialisten und deren Medienkampagne gegen Nordkorea.“

Die KFA organisiert Delegationsreisen in die Demokratische Volksrepublik Korea und unterstützt angeblich auch Joint-Venture-Geschäftsleute.

Kritik[Bearbeiten]

Der Journalist David Scofield, ein ehemaliger Dozent am Graduate Institute of Peace Studies der Kyung-Hee-Universität in Seoul, beschreibt 2005 im Artikel „Kim Jong-ils nützliche Idioten im Westen“ der Asia Times, wie die KFA von den meisten Nordkorea-Beobachtern gesehen wird:[2]

»Die Aktivitäten der Gruppe beinhalten „Informationsseminare“, in denen die erleuchtende Güte von Kims Herrschaft befürwortet wird als Teil der „alternativen“ Sicht der KFA auf Nordkorea. Die zerlumpte und elende Darstellung von Armut und Hunger wird ausgeblendet, andere nordkoreanische Stimmen außer denen von Kim Jong-ils Untergebenen fehlen auffallend. Statt der unbequemen Wahrheit bietet die KFA Urlaubsfotos aus „ihrem“ Nordkorea, aufgenommen bei kürzlichen, staatlich unterstützten Besuchen, komplett mit Bowling, Golf, Vergnügungsparks und Karaoke mit jungen Damen von der Partei. KFA-Mitglieder schreiben glühende Lobeshymnen als besondere Gaben, um Kim Jong-ils weise Herrschaft zu preisen. Keine verhungernden Menschen, Folter, Massenhinrichtungen, Elend oder Verzweiflung im Nordkorea der Korean Friendship Association. Nur Golf, Festessen und Abende in Begleitung von Kim Jong-ils Schönheiten.«

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alejandro Cao de Benos: Korea - The Songun Citadel, Bangkok, 2009, S.142, ohne ISBN
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDavid Scofield: Kim Jong-il's 'useful idiots' in the West. In: Asia Times Online. 3. Februar 2005, abgerufen am 4. Oktober 2008 (engl.).

Weblinks[Bearbeiten]