Koreaner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Koreaner
(nordkoreanischer Begriff)
koreanisches Alphabet: 조선인
chinesische Schriftzeichen: 朝鮮人
Revidierte Romanisierung: Joseonin
McCune-Reischauer: Chosŏnin
Koreaner
(südkoreanischer Begriff)
koreanisches Alphabet: 한국인
chinesische Schriftzeichen: 韓國人
Revidierte Romanisierung: Hangugin
McCune-Reischauer: Hangugin

Die Koreaner sind ein Volk Ostasiens. Die meisten Koreaner leben in Süd- und Nordkorea und sprechen die koreanische Sprache.

Es leben ca. 150.000 bis 200.000 als Kinder adoptierte Personen koreanischer Abstammung in ca. 14 Staaten außerhalb Koreas. Sie werden mittlerweile in Südkorea gesetzlich als „Landsleute im Ausland“ (재외동포) bezeichnet.

Die Koreaner auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion bezeichnen sich selbst als Koryŏsaram 고려사람.

Nach Schätzungen verteilen sich die ethnischen Koreaner weltweit wie folgt:[1][2][3][4]

Südkorea 47.470.969
Nordkorea 21.687.550
USA (siehe Koreanische Amerikaner) 2.057.546
Volksrepublik China 1.830.929 (Zensus 2010)
Japan (siehe Koreanische Minderheit in Japan) 660.214
Russland/ehemalige Sowjetunion (siehe Korjo-Saram) 486.857
Kanada 110.000
Lateinamerika (vor allem Brasilien) 100.000
Gesamt 78.500.000

Kultur[Bearbeiten]

Hauptartikel: Koreanische Kultur

Die koreanische Kultur hat sich während der 3.000 jährigen Geschichte Koreas entwickeln können und unterscheidet sich in vielem von der japanischen und chinesischen Kultur. Durch die Teilung des Landes und die unterschiedlichen Staatsideologien entwickelt sich die Kultur in Nord- und Südkorea heute sehr unterschiedlich. Während durch die Abschottung Nordkoreas die Kultur dort noch recht traditionell ist, ist der westliche Einfluss in Südkorea deutlich wahrnehmbar. In Bereichen wie Pop-Musik, Film und Fernsehen gibt es viel Austausch und große Gemeinsamkeiten mit Japan. Trotzdem ist die vor allem konfuzianistische Grundlage der traditionellen Kultur auch im Süden deutlich erkennbar.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Wiktionary: Koreaner – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Koreanisches Außenministerium
  2. Überseekoraner (Statistik) (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  3. Current Qualifications of Residence for Overseas Koreans (2005) (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  4. Number of Countries Where Overseas Koreans Reside (2005) (Version vom 27. September 2007 im Internet Archive)