Korrespondenzanalyse

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Die Korrespondenzanalyse, auch einfache Korrespondenzanalyse, abgekürzt CA (correspondence analysis) ist ein Verfahren der multivariaten Statistik, mit dem die Beziehungen der Variablen einer Kontingenztafel graphisch repräsentiert werden. Die Spalten- und Reihenprofile einer Matrix werden dabei durch Punkte in einem Raum repräsentiert, dessen Koordinatenachsen durch die jeweiligen Merkmale gebildet werden. Sie wird auch als Hauptkomponentenanalyse mit kategorialen Daten bezeichnet.

Bei der Kanonischen Korrespondenzanalyse (CCA) handelt es sich um eine Erweiterung der CA durch Ter Braak. Dabei sind die abgeleiteten Ordinationsachsen Linearkombinationen der Umweltvariablen, welches über ein multiples lineares Regressionsmodell erzeugt wird.[1]

Anwendungsgebiete[Bearbeiten]

Die Korrespondenzanalyse wurde in der Empirischen Sozialforschung maßgeblich durch Pierre Bourdieus Studie „Die feinen Unterschiede“ populär gemacht. Auch in der Marktforschung ist die Korrespondenzanalyse verbreitet. In der Archäologie kann sie zur Ordnung von Tabellen dienen, die die Fundkombination von Typen in geschlossenen Funden erfassen. Nach einer solchen Ordnung – auch Seriation genannt – weisen die Typen und Fundkomplexe häufig eine zeitliche Abfolge auf.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ilona Leyer, Karsten Wesche: Multivariate Statistik in der Ökologie: Eine Einführung, 1., Aufl. 2007. Korr. Nachdruck, Springer, Berlin, 2009, ISBN 3540377050.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]