Korschenbroich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Korschenbroich
Korschenbroich
Deutschlandkarte, Position der Stadt Korschenbroich hervorgehoben
51.1911111111116.51546Koordinaten: 51° 11′ N, 6° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Rhein-Kreis Neuss
Höhe: 46 m ü. NHN
Fläche: 55,26 km²
Einwohner: 32.193 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 583 Einwohner je km²
Postleitzahl: 41352
Vorwahlen: 02161, 02166, 02182, 02131
Kfz-Kennzeichen: NE
Gemeindeschlüssel: 05 1 62 020
Stadtgliederung: 5 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Sebastianusstraße 1
41352 Korschenbroich
Webpräsenz: www.Korschenbroich.de
Bürgermeister: Heinz Josef Dick (CDU)
Lage der Stadt Korschenbroich im Rhein-Kreis Neuss
Düsseldorf Duisburg Köln Krefeld Kreis Düren Kreis Heinsberg Kreis Mettmann Kreis Viersen Mönchengladbach Rhein-Erft-Kreis Dormagen Grevenbroich Jüchen Kaarst Korschenbroich Meerbusch Neuss RommerskirchenKarte
Über dieses Bild
Sebastianusstraße und Kirche Sankt Andreas

Korschenbroich ist eine deutsche Mittelstadt am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen, die zum Rhein-Kreis Neuss gehört. Korschenbroich ist zwischen den Ballungsräumen Mönchengladbach, Krefeld und Düsseldorf gelegen und Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr. Das -broich im Ortsnamen wird wie brooch ([ˈbʁoːχ]) ausgesprochen, das i ist ein Dehnungs-i.

Geografie[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet von Korschenbroich liegt am linken Niederrhein in der Tiefebene der Niederrheinischen Bucht. Westlich grenzt es an die Niers, die den Grenzfluss zu Mönchengladbach bildet. Die Landschaft ist geprägt von Bruchwald, Auen, Wiesen und Ackerland. Trotz der zunehmenden Besiedlung hat Korschenbroich seinen ländlichen Charakter in den Ortsteilen bewahrt. In den von Bruchlandschaft geprägten Ortsteilen (Namensendung -broich, wie Raderbroich, Trietenbroich, Herzbroich, Neersbroich, Kleinenbroich) sind die Grundwasserstände sehr hoch.

Die Geländeoberfläche im Stadtgebiet fällt generell in nördliche Richtung ab, sie liegt im Süden im Mittel bei rund 60 m ü. NN in Rubbelrath (höchster Punkt: Liedberg 74 m ü. NN), im Norden, am Nordkanal, bei rund 37 m ü. NN. Entlang des Süd-Nord verlaufenden Jüchener Baches, der Niers und des Trietbachs sowie deren Nebenbächen sind Eintalungen ausgebildet, die sich insbesondere im Norden des Stadtgebietes – an der Niers, dem Trietbach und dem Nordkanal – zu breiten Niederungen ausdehnen (Niersbruch, Hoppbruch (nördlich Raderboich), Hoppbruch (südlich Korschenbroich).[2]

Im Stadtgebiet Korschenbroich werden etwa 68,1 % der Gesamtfläche landwirtschaftlich genutzt, 21,7 % entfallen auf Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen, 7,2 % auf Waldflächen, 1,6 % auf Erholungsflächen und 1,2 % auf Wasserflächen (Stand 1998).[2]

Heute zählen zu Korschenbroich folgende fünf Stadtteile: Korschenbroich, Kleinenbroich, Glehn, Liedberg und Pesch. In diesen Stadtteilen befinden sich teilweise weitere Ortschaften. Diese sind Korschenbroich mit Herzbroich, Herrenshoff, Neersbroich, Trietenbroich und Raderbroich; Lüttenglehn, Epsendorf, Scherfhausen und Schlich in Glehn; Steinhausen, Drölsholz und Steinforth-Rubbelrath in Liedberg.

Siehe auch unter Eingemeindungen im Abschnitt Geschichte.

Geologie[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet wird vom Nordwest-Südost bzw. Westnordwest-Ostsüdost streichenden Viersener Sprung gequert, der die Venloer und Kölner Scholle im südlichen Stadtgebiet von der Krefelder Scholle im nördlichen Stadtgebiet abgrenzt. Gemäß untersuchten Schnitten wird das Quartär von der Störung nicht mehr versetzt. Die ältesten geologisch relevanten Schichten sind nördlich des Viersener Sprungs die Ablagerungen des Oligozän. Sie sind hier überwiegend als z.T. schluffige Feinsande (marine Sande) ausgebildet, die im Stadtgebiet bis über 100 Meter mächtig werden. Südlich des Viersener Sprungs bilden die miozänen Meeressande mit den eingelagerten Braunkohleflözen die Basis des Quartär. Im äußersten Südosten des Stadtgebietes, südlich der Störung, sind an der Tertiäroberfläche Tone (Glehner Ton) vorhanden. In weiteren Schichten folgen die pleistozänen Ablagerungen der Unteren Mittelterrasse des Rheins (Quartär). Die Terrassensedimente werden weitflächig von einer etwa 1 bis 2 m mächtigen Löss- bzw. Lösslehmschicht überdeckt.[2]

Die bruchtektonische Absenkung der Niederrheinischen Bucht setzte und setzt sich im Holozän bis heute fort. 10 % der tektonischen Bewegungen erfolgen in Form von Erdbeben, etwa alle vier Monate mit einer Stärke von 2 auf der Richter-Skala. Das Erdbeben von Roermond, das sich am 13. April 1992 mit einer Magnitude von 5,9 ereignete, war in Korschenbroich deutlich spürbar.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Myllendonk
Schloss Liedberg
Haus Fürth bei Liedberg
Schlosskapelle und Mühlenturm in Liedberg

Ur- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde am Fuß des Liedbergs im Stadtgebiet von Korschenbroich deuten auf Werkzeuge aus der frühen Altsteinzeit. Mit Sicherheit gehören aber Faustkeile und Klingen in die spätere Altsteinzeit. Dieser Fundplatz von Geräten des Neandertalmenschen, der vor etwa 100.000 Jahren lebte, ist bisher im Rhein-Kreis Neuss einmalig. Die nächsten Zeugnisse menschlicher Anwesenheit kommen aus der mittleren Steinzeit (9.-5. Jahrhundert vor Chr.). Messerchen, Schaber und Klingen wurden dicht an der Niers und an der Triet gefunden. Sie stammen von Menschen, die vor allem als Jäger, Fischer und Sammler ihre Nahrung erwarben.[3]

Römische Zeit[Bearbeiten]

Römische Funde auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinden Korschenbroich und Pesch weisen auf frühe Besiedlung der Region hin. So wurde im Feld zwischen Korschenbroich und Raderbroich eine villa rustica freigelegt, bei der die Fundamente und Reste der Fußbodenheizung (Hypokausten) noch vorhanden waren.[3]

Mittelalter[Bearbeiten]

Im 12. Jahrhundert wurden die Herren von Myllendonk erwähnt. Dabei handelte es sich zunächst um ein Lehen der Herzöge von Geldern und ging später als Lehen an die Herzöge von Jülich über. Das Gebiet der Herren von Myllendonk war mit dem Gebiet der späteren Gemeinde Korschenbroich identisch.

Neuzeit[Bearbeiten]

Im Jahre 1700 wurde die Herrschaft Myllendonk reichsunmittelbar. 1794 wurde Korschenbroich von den Franzosen besetzt und 1815 kam der Ort an das Königreich Preußen. Im Jahre 1816 wurde die Gemeinde Korschenbroich mit den Ortschaften Korschenbroich, Trietenbroich, Neersbroich, Herrenshoff, Herzbroich, Raderbroich, Engbrück und Fragenhütte gebildet. Sie bildete 1929 mit der Gemeinde Pesch das Amt Korschenbroich im Kreis Neuß-Grevenbroich. Das Amt Korschenbroich wurde am 31. Dezember 1974 aufgelöst.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Die älteste überlieferte Form des Namens Korschenbroich stammt aus dem Jahre 1127 und lautet Crismeke, 1130 heißt es Kirsemig, 1280 Kirsmec, 1341 in hochdeutscher Lautung Kirsmich. Diese Namensform wurde im Laufe der Zeit in unterschiedlicher Schreibung beibehalten, bis sie durch Korschenbroich ersetzt wurde.[3]

Es wird vermutet, dass die Namen Crismeke und Cirsmich aus dem Wort Kirsche abgeleitet werden können. Der römische Feldherr Lukullus (* 117 v. Chr.; † 56 v. Chr.) brachte die Kirsche (lat.: cerasus) aus Kleinasien nach Europa. Cirsmich könnte somit die Wortbedeutung Kirschenfeld oder Kirschenmark haben.[4]

Sprache[Bearbeiten]

Mitten durch das Stadtgebiet von Korschenbroich verläuft eine Sprachgrenze, die Benrather Linie. Im nördlichen Bereich (Korschenbroich, Kleinenbroich und Pesch) spricht man den ostlimburgischen Dialekt Südniederfränkisch. Südlich der Benrather Linie (in Glehn und Liedberg) unterhält man sich dagegen Ripuarisch, mit einem deutlichen kölschen Einfluss.[5]

Zeitgeschichte[Bearbeiten]

1986 trat der Bürgermeister Wilderich Freiherr von Mirbach Graf von Spee (CDU) zurück. Er hatte angesichts der leeren Stadtkasse in einer Ratssitzung die Aussage getroffen, zur Sanierung des Haushalts „müsse man ein paar reiche Juden erschlagen“.[6] Der Vorfall wurde bundesweit diskutiert.[7][8][9]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Kuhlenhof von 1566

Am 1. Januar 1975 wurde das Amt Korschenbroich aufgelöst und die Gemeinde Pesch eingegliedert, des Weiteren die Gemeinde Liedberg mit den Ortschaften Steinhausen, Drölsholz, Steinforth und Rubbelrath und die Gemeinde Glehn mit den Ortschaften Lüttenglehn, Epsendorf, Scherfhausen und Schlich. Allerdings kam das Gut Bickhausen an die Stadt Grevenbroich. Die Gemeinden Liedberg und Glehn bildeten bis zum 31. Dezember 1974 das Amt Glehn. Außerdem wurde auch die Gemeinde Kleinenbroich eingemeindet, mit Ausnahme von Eschert, das seither zur Stadt Willich gehört. Von der ehemaligen Stadt Rheydt erhielt die Gemeinde Korschenbroich die Westseite der Jahnstraße in Steinhausen.[10] Am 1. Januar 1981 erhielt die Gemeinde Korschenbroich die Stadtrechte.[10]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Zahlen geben die Einwohnerentwicklung vor und nach der Gemeindereform am 1. Januar 1975 wieder:

Jahr Einwohner
1961 7.376
1964 7.712
1970 8.324
1974 8.640
1983 26.000
2007 33.645
2012 32.193

Einwohnerzahlen der einzelnen Stadtteile im Februar 2011:

Stadtteil Einwohner
Kleinenbroich 11.058
Korschenbroich 11.259
Glehn 5.430
Pesch 2.814
Liedberg 2.289

Religionen[Bearbeiten]

Katholische Kirche[Bearbeiten]

Die fünf katholischen Pfarrgemeinden St. Andreas Korschenbroich, Herz-Jesu Herrenshoff, St. Marien Pesch, St. Dionysius Kleinenbroich und St. Georg Liedberg bilden die Gemeinschaft der Gemeinden Korschenbroich (GDG). Ferner besteht noch die Pfarrgemeinde St. Pankratius Glehn. Der größte Teil des Stadtgebietes und der Pfarreien gehören zum Bistum Aachen, nur die Pfarrei Glehn und Steinforth-Rubbelrath gehört zum Erzbistum Köln.

Die katholische St.-Andreas-Kirche im Stadtkern von Korschenbroich existierte schon im Mittelalter. Bereits im 13. Jahrhundert bildete die Korschenbroicher Kirche eine eigenständige Pfarrei. Allerdings ist von dem Kirchenbauwerk nur noch der Turm aus dem Jahr 1504 als Wahrzeichen der Stadt vorhanden. Die neugotische Kirche, die 1888 eine spätgotische Kirche ersetzte, fiel in der Nacht vom 22. zum 23. August 1943 einem Bombenangriff der Alliierten zum Opfer, bei dem neben anderen Gebäuden an der damaligen Hochstraße das Kirchenschiff zerstört wurde.[3]

Evangelische Kirche[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen gehören zur Evangelischen Kirchengemeinde Korschenbroich mit den Bezirken Korschenbroich (Evangelische Kirche), Kleinenbroich (Martin-Luther-Haus) und Glehn (Friedenskirche).

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 30. August 2009 führte zu folgendem Ergebnis für die Zusammensetzung des Stadtrats:[11]

Rathaus der Stadt Korschenbroich
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CDU 44,2 % 22
SPD 16,6 % 8
Grüne 8,5 % 4
FDP 12,3 % 6
Linke 3,1 % 1
Aktive 15,4 % 7

Wappen, Flagge, Dienstsiegel[Bearbeiten]

Der Stadt Korschenbroich ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten Düsseldorf vom 22. Juli 1977 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.

Beschreibung des Wappens
„Gespalten, vorne in Silber (Weiß) ein schwarzes durchgehendes Kreuz, hinten fünfmal geteilt von Gold (Gelb) nach Schwarz.“[12]

In dem Wappen sind die Zeichen der Landeszugehörigkeit (kurkölnisches Kreuz) eines Teils der vormaligen Gemeinden und des bei Korschenbroich ansässigen Geschlechtes Myllendonk-Mirlaer (Balken) vereinigt.

Der Stadt Korschenbroich ist ferner mit Urkunde des Regierungspräsidenten Düsseldorf vom 9. November 1979 das Recht zur Führung einer Flagge und eines Banners verliehen worden.

Beschreibung der Flagge
„Gelb und schwarz im Verhältnis 1:1 längsgestreift, in der Mitte der Wappenschild der Stadt.“
Beschreibung des Banners
„Gelb und schwarz im Verhältnis 1:1 längsgestreift mit dem Stadtwappen etwas oberhalb zur Mitte.“[12]

Die Stadt Korschenbroich führt ein Dienstsiegel mit dem Stadtwappen.[12] Das Stadtsiegel zeigt die Umschrift oben „STADT KORSCHENBROICH“ und unten „RHEIN-KREIS NEUSS“ sowie als Siegelbild das Stadtwappen und eine Unterscheidungsziffer.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Glehn: Kriegerdenkmal 1914–1918 an der Katholischen Pfarrkirche St. Pankratius

Bauwerke, Denkmäler und Kunstwerke[Bearbeiten]

  • Schloss Myllendonk: ein Wasserschloss, dessen Wurzeln im Mittelalter liegen und das gotische und barocke Bauteile aufweist
  • Schloss Liedberg: eine der wenigen Anlagen am Niederrhein, die als Höhenburg erbaut wurde
  • Haus Fürth (15. Jh.) bei Liedberg, eine Wasserburg in Fachwerkbauweise
  • Fleckenhaus Glehn (kleines Wasserschlösschen)
  • Der Mühlenturm an der Ostkuppe des Liedbergs entstand als Befestigungsanlage im Ort Liedberg. Der sieben Stockwerke hohe Turm war der erste Bergfried der Liedberger Herren. Er wurde vermutlich im 13. Jahrhundert errichtet. Als Baumaterialien verwendete man gebrannte Ziegel und Liedberger Quadersandsteine. Im Jahr 1572 erfolgte ein Umbau zur Windmühle.
  • Die Jüdischen Friedhöfe in Pesch an der Donatusstraße und in Glehn an der Bendstraße.
  • Rittergut Birkhof, ein typisch im rheinischen Raum vorherrschendes geschlossenes Hofgeviert bei Lüttenglehn.
  • Der Kuhlenhof, ein Wohngebäude an der Mühlenstraße von 1566
  • Die ehemalige Vikarie an der Regentenstraße – eines der ältesten Wohngebäude in Korschenbroich.
  • Kriegerdenkmal: In der ehemals selbständigen Gemeinde Glehn wurde in den 1920er Jahren auf dem Vorplatz der katholischen Pfarrkirche St. Pankratius ein Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Söhne des Ortes errichtet. Das Denkmal wurde nach einem Entwurf des Kölner Bildhauers Willy Meller geschaffen. Auf dem Sockel kniet ein betender Soldat mit Mantel und Stahlhelm, sein Gewehr hat er seitlich auf den Boden gestützt.
  • Matthias Hoeren-Denkmal von Dieter Patt (ehem. Landrat und Künstler) vor dem Matthias-Hoeren-Platz im Stadtteil Korschenbroich.
  • Der K-Läufer von Dieter Patt (ehem. Landrat und Künstler) vor der Sparkasse in Korschenbroich. Eine stattliche 1,5 Tonnen schwere und 2,50 Meter hohe Skulptur aus Eisen, die für Korschenbroich und die Großveranstaltung City-Lauf steht.[13]

Kultureinrichtungen[Bearbeiten]

  • Kultur-Bahnhof und Heimatmuseum im Stadtteil Korschenbroich, Träger des Kultur-Bahnhofes sind der Heimatverein Korschenbroich e.V. sowie der „Förderverein Alter Bahnhof Heimatmuseum e.V.“
  • Sandbauernhof Liedberg, regelmäßige Ausstellungen und Konzerte
  • Aula des Gymnasiums Korschenbroich mit Neujahrsempfang, Konzerten, Theater- und Kabarettveranstaltungen, usw.
  • Alte Schule an der Steinstraße mit Vorträgen, sonstigen Veranstaltungen
  • Neuer Ratssaal der Stadt an der Don-Bosco-Straße 6

Landschafts- und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Ansicht des Liedberg von Süden (Rubbelrath)
Kopfweiden am Trietbach in Pesch

Neben mehreren Landschaftsschutzgebieten verfügt Korschenbroich über zwei Naturschutzgebiete (NSG):

  • NSG Pferdsbroich mit 36,00 ha: Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgte zur Erhaltung und Förderung von Lebensgemeinschaften und Lebensstätten wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tierarten, insbesondere zur Erhaltung und Wiederherstellung der hier typischen Bruchwaldbestände, zur Erhaltung der Standorte gefährdeter seltener Pflanzen und zur Erhaltung der Amphibienstandorte,sowie zur Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Lebensstätten bedrohter wildwachsender Pflanzen- und wildlebender Tierarten.[14]
  • NSG Quarzitkuppe Liedberg mit 18,70 ha: Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgte insbesondere zur Erhaltung der inselartig aus der Niederrheinebene herausragenden Hauptterrassenreste mit ihrem ausgeprägten Relief, wegen ihrer erdgeschichtlichen und landeskundlichen Bedeutung sowie des Eichen-Hainbuchenwaldes mit seltenen Tierarten sowie einem vielfältigen Waldbestand unterschiedlicher Prägung mit bis zu 200-jährigen Buchen und Eichen.[15]

Sport[Bearbeiten]

Dem Stadtsportverband Korschenbroich e.V. gehören 35 Sportvereine an. Von Fußball, Handball, Leichtathletik bis zu Tennis, Tischtennis und Reiten sind nahezu alle gängigen Sportarten vertreten. Die Stadt betreibt mehr als 20 Sportstätten selbst. In der Saison 2009/10 spielte der TV Korschenbroich in der 2. Handball-Bundesliga Süd. Die Ortsgruppe Korschenbroich der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat eine erfolgreiche Wettkampfmannschaft, die schon einige Weltmeister und Deutsche Meister im Rettungsschwimmen hervorgebracht hat. Die DJK Kleinenbroich konnte in der Leichtathletik mehrere Deutsche Meister in Altersklassen stellen. Der Verein „Sport Ältere Generation Korschenbroich e.V.“ hat als Vereinsziel, durch sportliche Betätigung im Rahmen des sozialen Altensports, durch Pflege der Freundschaft, der für Senioren so wichtigen Gemeinschaft und der Altenhilfe, ihre Gesundheit, ihr körperliches, geistiges, seelisches und soziales Wohlbefinden zu fördern. So ist der Verein sowohl ein Sportverein als auch eine sozial tätige Organisation der Seniorenarbeit.

Im Stadtgebiet werden zwei Golfanlagen betrieben: Golfclub Schloss Myllendonk[16] und Golfclub Rittergut Birkhof.[17]

Soziale, humanitäre und karitative Organisationen[Bearbeiten]

Brauchtum und Mundart[Bearbeiten]

Die Pflege des Brauchtums und Erhaltung der Mundart werden insbesondere durch die folgenden Organisationen gefördert:

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Unges Pengste: Abschreiten der Front durch die Könige und Minister
  • Internationaler Korschenbroicher City-Lauf seit 1989. Im Jahr 2012 nahmen 3304 Läufer teil.[24]
  • Internationale Orgelwoche (Kirche St. Andreas)
  • Korschenbroicher Rockmarathon
  • Korschenbroicher Karnevalsumzug
  • Korschenbroicher Kunstfrühling mit dem örtlichen Einzelhandel
  • Martinsmarkt im historischen Ortskern, Veranstalter Cityring und Stadtmarketing
  • Unges Pengste, ein fünftägiges Schützen- und Heimatfest zu Pfingsten, ist eines der größten und bekanntesten Schützenfeste am linken Niederrhein. Rund 1000 Schützen marschieren an drei Tagen mit Fahnenschwenkern, Blumenhörnern und Musikkapellen aus Korschenbroich und Umgebung durch den Korschenbroicher Ortskern. Das Fest wird von der 1504 gegründeten St. Sebastianus Bruderschaft und der 1708 gegründeten St. Katharina Junggesellen-Bruderschaft organisiert und durchgeführt.
  • Weitere Schützen-und Heimatfeste in Kleinenbroich, Glehn, Liedberg, Pesch, Steinforth-Rubbelrath und Herrenshoff. In Glehn können in jedem Jahr am ersten Septemberwochenende mehr als 1000 Teilnehmer gezählt werden.
  • Rochusfest des Heimatvereins Lüttenglehn

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Die Niederrhein-Klinik Korschenbroich, ein regionales Zentrum für vollstationäre und ambulante Medizinische Rehabilitation in den Bereichen Orthopädie und Onkologie.[25]
  • Das Seniorenhaus Korschenbroich, ehemaliges Kreisaltersheim, wird in Trägerschaft des Rhein-Kreises Neuss betrieben.
  • Die Häuser Tabita und Timon der Diakonie Rhein-Kreis Neuss, Zentren, die Senioren betreuen, die von eingeschränkter Alltagskompetenz und z.B. von Demenz betroffen sind.
  • Verwaltungsgebäude an der Sebastianusstraße
  • Verwaltungsgebäude an der Don-Bosco-Straße
  • Verwaltungsnebenstellen in Kleinenbroich und im ehemaligen Rathaus Glehn
  • Freiwillige Feuerwehren in Korschenbroich, Kleinenbroich, Glehn, Pesch, Liedberg und Herrenshoff
  • Friedhöfe in allen Stadtteilen. Für den Waldfriedhof Korschenbroich und den Friedhof Pesch bestehen Gestaltungssatzungen, dass nur Holzgrabmale zugelassen sind.

Bildung[Bearbeiten]

  • Gymnasium Korschenbroich
  • Realschule Korschenbroich / Kleinenbroich
  • Hauptschule Korschenbroich / Kleinenbroich
  • Grundschulen in allen Stadtteilen

Verkehr[Bearbeiten]

Bahn

Die Bahnhöfe Korschenbroich und Kleinenbroich an der Bahnstrecke Mönchengladbach–Düsseldorf werden von der S 8 (Dortmund-Hagen–Wuppertal–Düsseldorf–Neuss–Korschenbroich–Mönchengladbach) der S-Bahn Rhein-Ruhr bedient.

Nahverkehr

Die Stadt wird im Linienverkehr von mehreren Busverbindungen versorgt:

016   (Korschenbroich Bf – Schloss Rheydt – Marienplatz RheydtWickrath – Buchholz), Betreiber NEW' MöBus
021   (Giesenkirchen – Korschenbroich) im Schulbusverkehr, Betreiber NEW' MöBus
029   (Mönchengladbach Hbf – Herrenshoff – Korschenbroich Bf), Betreiber NEW' MöBus
031   (Mönchengladbach Hbf – Korschenbroich – Pesch – Liedberg (– Glehn – Steinforth)), Betreiber NEW' MöBus
032   (Korschenbroich – Pesch – Kleinenbroich) im Schulbusverkehr, Betreiber NEW' MöBus
034   (Kleinenbroich – Glehn – Lüttenglehn), Betreiber NEW' MöBus
684   (Düsseldorf HeerdtNeuss – Glehn – Liedberg – Giesenkirchen), Betreiber Busverkehr Rheinland GmbH (BVR)
 b    Bürgerbus Korschenbroich, ein Kleinbus im Linienverkehr, der die einzelnen Korschenbroicher Stadtteile verbindet.
  Die Fahrerinnen und Fahrer engagieren sich ehrenamtlich in dem gleichnamigen Verein.
Straße

Korschenbroich liegt an den Bundesstraßen 7 und 230 sowie an den Autobahnen A 46 Heinsberg-Düsseldorf-Bestwig (Ausfahrt Kapellen), A 52 Essen-Roermond (Ausfahrt Schiefbahn), A 57 Köln-Goch (Ausfahrt Neuss/Büttgen) und A 44 Aachen-Kassel-Eisenach (Ausfahrt Mönchengladbach-Ost).

Radwege

Das Stadtgebiet verfügt über zahlreiche Radwege. Durch Korschenbroich führen die Fietsallee am Nordkanal, die Euroga-Route, die Deutsche Fußball Route NRW, das Radverkehrsnetz NRW und die NiederRheinroute.

Klima[Bearbeiten]

Klimatisch zeichnet sich Korschenbroich durch eine Gunstlage aus, die von der Nordsee und vom Golfstrom beeinflusst wird. Die Winter sind schneearm und der Frühling setzt recht früh ein. Im Jahresdurchschnitt fällt ein Niederschlag von ca. 800 mm.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Korschenbroich
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,5 4,6 9,8 14,1 18,7 21,8 23,2 23,0 20,0 14,7 8,9 5,5 Ø 14,1
Min. Temperatur (°C) -0,5 -0,3 2,4 4,6 8,3 11,4 13,2 13,0 10,5 6,9 3,6 0,8 Ø 6,2
Temperatur (°C) 2,0 2,6 6,1 9,3 13,5 16,6 18,2 18,0 15,2 10,8 6,2 3,1 Ø 10,2
Niederschlag (mm) 66 50 63 54 69 82 76 71 63 64 65 63 Σ 786
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
4,5
-0,5
4,6
-0,3
9,8
2,4
14,1
4,6
18,7
8,3
21,8
11,4
23,2
13,2
23,0
13,0
20,0
10,5
14,7
6,9
8,9
3,6
5,5
0,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
66
50
63
54
69
82
76
71
63
64
65
63
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Climate-Data[26]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter

Personen mit Beziehung zur Stadt:

Literatur[Bearbeiten]

  • Jakob Bremer: Die reichsunmittelbare Herrschaft Millendonk. Mönchengladbach 1939.
  • Jakob Bremer: Das Kurkölnische Amt Liedberg. Mönchengladbach 1930.
  • Hans Georg Kirchhoff: Amt Korschenbroich: Geschichte der Gemeinden Korschenbroich und Pesch. Mönchengladbach 1974.
  • Heinz Ohletz: 1929–1974 Jahre Menschen Initiativen im Großkreis Grevenbroich. o.O. 1975.
  • 750 Jahre Pesch: Festschrift zur 750-Jahr-Feier; Beiträge zur Geschichte und zum Leben in Pesch. Hrsg.: Pescher Dorfgemeinschaft e. V., Korschenbroich 2013. (Ges.-Red.: Winfried Seppelt)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 31. Juli 2013. (Hilfe dazu)
  2. a b c Prof. Dr.-Ing. H. Düllmann: Grundwasserproblematik im Stadtgebiet Korschenbroich, Konzeptvorschläge für langfristige Lösungen zur Abwendung von Gebäudeschäden. Aachen 2001.
  3. a b c d Hans Georg Kirchhoff: Amt Korschenbroich: Geschichte der Gemeinden Korschenbroich und Pesch, Mönchengladbach 1974.
  4. Jakob Bremer: Die reichsunmittelbare Herrschaft Millendonk. Mönchengladbach 1939.
  5. 750 Jahre Pesch: Festschrift zur 750-Jahr-Feier. Beiträge zur Geschichte und zum Leben in Pesch / Hrsg.: Pescher Dorfgemeinschaft e.V., Korschenbroich 2013. (Ges.-Red.: Winfried Seppelt), S. 21
  6. W. Benz: Bilder vom Juden 2001 S.26 / dpa
  7.  Die Vergangenheit holt uns ein. In: Der Spiegel. Nr. 10, 1986, S. 59–71 (3. März 1986, online).
  8. http://www.zeit.de/1986/08/das-tabu-zerbricht/komplettansicht Artikel in der Wochenzeitung die ZEIT
  9. http://www.zeit.de/1986/09/worte-der-woche/komplettansicht Worte der Woche in die ZEIT
  10. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 295.
  11. WDR
  12. a b c § 3 der Hauptsatzung der Stadt Korschenbroich (PDF; 1,6 MB), abgedruckt in Stadt Korschenbroich, Amtsblatt für die Stadtteile Korschenbroich, Kleinenbroich, Glehn, Liedberg und Pesch Nr. 10, Jahrgang 3 vom 26. Juli 2012, Seite 203f
  13. Eisernes City-Lauf-Symbol. In: Neuß-Grevenbroicher Zeitung, Ausgabe vom 9. März 2008
  14. http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete/gesamt/NE_009 Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
  15. http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete/gesamt/NE_010 Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
  16. http://www.gcsm.de Golfclub Schloss Myllendonk
  17. http://www.gc-rittergutbirkhof.de Golfclub Rittergut Birkhof
  18. http://www.kdh-korschenbroich.de Kinder-Direkthilfe Korschenbroich e.V.
  19. http://www.korschenbroich.de/wirtschaft/branchenbuch/branchenbuch_branche.php?we_objectID=2044 VfB-SOS e.V. 1995 Korschenbroich
  20. http://www.donatus-pesch.de/index.php?spage=bruderschaft-caritativ-ausschuss Caritativ-Ausschuss der St. Donatus-Bruderschaft Pesch
  21. http://www.drkkorschenbroich.de Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Korschenbroich e.V.
  22. http://smb-korschenbroich.kibac.de St. Matthias-Bruderschaft Korschenbroich von 1784
  23. http://sfn-1927.de Sportfreunde 1927 Neersbroich e.V.
  24.  City-Lauf GmbH (Hrsg.): Internationaler Korschenbroicher City-Lauf. Korschenbroich 2013, S. 23.
  25. Niederrhein-Klinik Korschenbroich
  26. http://de.climate-data.org/location/14723/ Climate-Data.org: Klimatabellen für Korschenbroich

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Korschenbroich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien