Korsnäs

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Dieser Artikel behandelt eine schwedischsprachige Gemeinde in Finnland, zu anderen Bedeutungen von Korsnäs siehe Korsnäs (Begriffsklärung).
Korsnäs kommun
Wappen Karte
Wappen von Korsnäs Lage von Korsnäs in Finnland
Basisdaten
Staat: Finnland
Landschaft: Österbotten
Verwaltungsgemeinschaft: Vaasa
Geographische Lage 62° 47′ N, 21° 11′ O62.78555521.188216Koordinaten: 62° 47′ N, 21° 11′ O
Fläche: 1.424,72 km²[1]
davon Landfläche: 235,65 km²
davon Binnengewässerfläche: 3,94 km²
davon Meeresfläche: 1.185,13 km²
Einwohner: 2.233 (31. Dez. 2012)[2]
Bevölkerungsdichte: 9,5 Ew./km²
Gemeindenummer: 280
Sprache(n): schwedisch
Website: www.korsnas.fi

Korsnäs ist eine Gemeinde mit 2233 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der westfinnischen Landschaft Österbotten. Sie ist neben Närpes und Larsmo eine der drei Gemeinden auf dem finnischen Festland, in denen ausschließlich Schwedisch Amtssprache ist. 88,4 Prozent der Bevölkerung sind Finnlandschweden (Stand 2012).[3] Der finnische Name von Korsnäs, Korsnääsi und Ristitaipale, ist rein historisch und wird offiziell nicht gebraucht.

Korsnäs ist die westlichst gelegene Gemeinde des finnischen Festlandes. Sie liegt rund 50 Kilometer südwestlich der Stadt Vaasa an der Küste des Bottnischen Meerbusens. Einschließlich der vorgelagerten Inseln und Schären bedeckt sie eine Fläche von 234 Quadratkilometern und hat eine Gesamtküstenlänge von rund 320 Kilometer. Neben dem Kirchdorf Korsnäs umfasst sie die Dörfer Korsbäck, Molpe, Taklax, und Harrström. Die größten Inseln sind Bredskäret, Halsön und Södra Björkön.

Korsnäs, Molpe und Harrström wurden im 15. Jahrhundert erstmals erwähnt. Bis zur kommunalen Selbständigkeit 1887 gehörte Korsnäs zur Gemeinde Närpes. In der Legislaturperiode 2005 bis 2008 stellt die Schwedische Volkspartei alle 22 Abgeordneten im Gemeinderat.

Die Pfarrkirche von Korsnäs wurde 1831 von Carl Ludwig Engel im neoklassizistischen Stil erbaut.

Bedeutsam war das Erzbergwerk, in dem bis 1970 silberhaltiger Bleiglanz als Hauptmineral abgebaut wurde. Attraktive kristallisierte Mineralstufen von Apophyllit, Harmotom und Calcit machten die Grube berühmt. Neben den genannten Mineralien kamen etwa 20 weitere Mineralarten vor.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Korsnäs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. Januar 2010. (PDF-Datei; 194 kB)
  2. Väestörekisterikeskus (finnisches Bevölkerungsregister): Bevölkerung der finnischen Gemeinden am 31. Dezember 2012.
  3. Statistics Finland's PX-Web databases