Korsun-Schewtschenkiwskyj

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Korsun-Schewtschenkiwskyj
(Корсунь-Шевченківський)
Wappen von Korsun-Schewtschenkiwskyj
Korsun-Schewtschenkiwskyj (Ukraine)
Korsun-Schewtschenkiwskyj
Korsun-Schewtschenkiwskyj
Basisdaten
Oblast: Oblast Tscherkassy
Rajon: Rajon Korsun-Schewtschenkiwskyj
Höhe: 105 m
Fläche: 118,65 km²
Einwohner: 18.296 (2013 [1])
Bevölkerungsdichte: 154 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 19400
Vorwahl: +380 4735
Geographische Lage: 49° 25′ N, 31° 16′ O49.41583333333331.263888888889105Koordinaten: 49° 24′ 57″ N, 31° 15′ 50″ O
KOATUU: 7122550100
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt, 2 Dörfer
Bürgermeister: Mychajlo Samojlenko
Adresse: вул. Шевченка 42
19400 м. Корсунь-Шевченківський
Website: http://www.korsun.ic.ck.ua/
Statistische Informationen
Korsun-Schewtschenkiwskyj (Oblast Tscherkassy)
Korsun-Schewtschenkiwskyj
Korsun-Schewtschenkiwskyj
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Korsun-Schewtschenkiwskyj (ukrainisch Корсунь-Шевченківський - bis 1944 Korsun; russisch Корсунь-Шевченковский/Korsun-Schewtschenkowski polnisch Korsuń) ist eine Stadt in der zentralukrainischen Oblast Tscherkassy mit etwa 18.300 [1] Einwohnern und ist Zentrum des gleichnamigen Rajons.

Korsun ist eine der ältesten Städte der Ukraine und liegt am Fluss Ros etwa 70 km westlich von Tscherkassy. Verwaltungstechnisch gehören auch die beiden Dörfer Harbusyn (Гарбузин) und Samoridnja (Саморідня) zur Stadtgemeinde.

Tor der Burg Korsun von 1765
Poniatowski-Palast von 1789

Der Name der Stadt geht auf die antike, auf der Krim gelegenen, griechisch-byzantinischen Stadt Chersones (Korsun in altrussisch) zurück, aus der die ersten Bewohner der Stadt stammten. Zu Ehren des ukrainischen Nationaldichter Taras Schewtschenko, wurde die Stadt 1944 in Korsun-Schewtschenkiwskyj umbenannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Festung Korsun wurde 1032 vom Kiewer Großfürsten Jaroslaw des Weisen gegründet und diente dem Schutz von Kiew vor Nomaden aus den südlichen Steppen. 1240 wurde die Stadt durch die Tataren unter Batu Khan zerstört. Unter der Herrschaft Polen-Litauens wurde die Stadt 1585 wieder aufgebaut und erhielt das Magdeburger Stadtrecht. Seit 1793 gehörte Korsun zum Russischen Reich.

Korsun war mehrfach Schauplatz militärischer Schlachten. So fand 1648 eine Schlacht des Kosakenaufstands unter Bohdan Chmelnyzkyj und im Zweiten Weltkrieg eine große Kesselungsoperation der Roten Armee bei Korsun statt.

Am 14. Februar 1944 wurde Korsun durch sowjetische Truppen von der Besatzung der deutschen Wehrmacht befreit.

Siehe auch: Geschichte der Ukraine, Geschichte Litauens, Geschichte Polens

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
1959 1970 1979 1989 2001 2005 2013
11.517 16.752 19.748 22.762 19.311 18.966 18.296

Quellen: 1959 [2]; 1970 [3]; 1979 [4]; 1989-2013 [1]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Quelle: [5]

Links[Bearbeiten]

 Commons: Korsun-Schewtschenkiwskyj – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deBevölkerungszahlen auf World Gazetteer
  2. Volkszählung der UdSSR 1959 auf webgeo.ru (russisch)
  3. Volkszählung der UdSSR 1970 auf webgeo.ru (russisch)
  4. Volkszählung der UdSSR 1979 auf webgeo.ru (russisch)
  5. Städtepartnerschaft auf "Deutsch-Ukrainisches Forum"