Kortdüse

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Strömungsverhältnisse an einer Kortdüse (schematisch)

Eine Kortdüse ist ein konisch zulaufender, tragflügelähnlich profilierter Ring, der den Propeller eines Schiffes umgibt und in den 1930er Jahren von dem italienischen Luftfahrtingenieur Luigi Stipa und dem deutschen Schiffbauingenieur Ludwig Kort entwickelt wurde.

Durch den Einsatz einer Kortdüse werden die Strömungsverluste an den Enden der Propellerblätter reduziert und ein höherer Massenstrom erzeugt. Dies führt zu einer Steigerung des Wirkungsgrades. Durch den ruhigeren Nachstrom werden Ufer und Sohlen von Binnengewässern weniger angegriffen.

Kortdüsen werden häufig an Schleppern und Binnenschiffen eingesetzt. Sie können drehbar gelagert und somit direkt als Ruder verwendet werden. In der Freizeitschifffahrt nutzt man Kortdüsen oft als Schutzvorrichtung des Propellers gegen Beschädigung durch Treibgut. In diesen Fällen ist der hydrodynamische Effekt jedoch nur gering ausgeprägt.

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • W. Beitz, K.-H. Küttner: Dubbel Taschenbuch für den Maschinenbau. Springer Verlag, 1990. ISBN 3-540-52381-2

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]