Korzybie (Kępice)

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Korzybie (deutsch: Zollbrück (Pom.)) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Pommern und gehört zur Landgemeinde Kępice (Hammermühle) im Kreis Słupsk (Stolp).

Geographische Lage[Bearbeiten]

Korzybie liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Pommern direkt an der Grenze zur Woiwodschaft Westpommern und 14 Kilometer südöstlich von Sławno (Schlawe) sowie 24 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Słupsk (Stolp) im Tal der Wieprza (Wipper) an der Woiwodschaftsstraße 209, die Sławno (Landesstraße 6, ehemalige Reichsstraße 2) mit Zuchorze (Zuckers) (Landesstraße 21, ehemalige Reichsstraße 125) und Bytów (Bütow) (Landesstraße 20, ehemalige Reichsstraße 158) verbindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Zollbrück wurde vor 1871 als Vorwerk zu Barvin (heute polnisch: Barwino) angelegt. Nach 1871 entstand der Bahnhof Zollbrück an der Strecke Schneidemühl–Neustettin–Stolp. Bis 1928 war Zollbrück mit dem Vorwerk Zollbrück und Zollbrück-Bahnhof ein Ortsteil der Gemeinde Barvin, als dann - im Zuge der Aufhebung der Gutsbezirke und Neuordnung der Gemeinden die selbständige Landgemeinde Zollbrück gebildet wurde. In diese Gemeinde wurden auch die Orte Barviner Mühle, Frankenfelde, Löschinghof und Ulrichstal einbezogen. 1933 lebten 880 Einwohner in Zollbrück. Ihre Zahl stieg bis auf 910 im Jahre 1939.

Bis 1945 war Zollbrück eine Gemeinde im Landkreis Rummelsburg i. Pom. im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern. Nach 1945 kam der Ort unter dem Namen Korzybie unter polnische Verwaltung und ist heute ein Ortsteil der Gmina Kępice im Powiat Słupski der Woiwodschaft Pommern (bis 1998 Woiwodschaft Stolp). Heute leben hier wieder 919 Einwohner.

Kirche[Bearbeiten]

Vor 1945 lebten fast ausnahmslos evangelische Einwohner in Zollbrück. Der Ort war in das Kirchspiel Bartin (heute polnisch: Barcino) im Kirchenkreis Schlawe der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert.

Die Bindung von Korzybie an Barcino ist nach 1945 bestehen geblieben, seit der Ort überwiegend katholische Einwohner hat. In Korzybie wurde eine eigene Kirche MB Częstochowskiej ("Mutter Gottes von Tschenstochau") errichtet, die Filialkirche zur Pfarrei Barcino ist. Diese gehört zum Dekanat Polanów (Pollnow) im Bistum Köslin-Kolberg der Katholischen Kirche in Polen.

Schule[Bearbeiten]

Bis 1895 gingen die Zollbrücker Kinder nach Barvin zur Schule. 1892 war die Schülerzahl auf 43 angestiegen, so dass ein eigenes Schulhaus notwendig wurde. 1896 erfolgte der Schulbau. 1937 unterrichteten hier drei Lehrer 167 Kinder. 1928/1929 wurde ein neues Schulhaus errichtet.

Bahnknotenpunkt[Bearbeiten]

Die Entwicklung von Zollbrück bzw. Korzybie ist aufs Engste mit der Eisenbahn verbunden. Nach dem Bau der Zweigstrecke Neustettin - Rummelsburg - Stolp der Preußischen Ostbahn wurden ergänzende Bahnlinien geschaffen, die sich in Zollbrück trafen. Bis 1945 bestanden zuletzt drei Reichsbahnlinien, die sich in Zollbrück verknüpften:

Heute bedient die Polnische Staatsbahn (PKP) in Korzybie folgende Linien:

Persönlichkeit des Ortes[Bearbeiten]

  • Lothar Bisky (1941–2013), deutscher Politiker (SED, PDS, Die Linke)

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Kreis Rummelsburg. Ein Heimatbuch, hrsg. vom Kreisausschuß des Kreises Rummelsburg im Jahre 1938. Neu herausgegeben vom Heimatkreisausschuß Rummelsburg in Verbindung mit dem Landkreis Soltau-Fallingbostel, Hamburg 1979

54.30199316.877899Koordinaten: 54° 18′ N, 16° 53′ O