Kosovska Mitrovica
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| Gesichtet | ||
Dies ist die letzte gesichtete Version,
(zeige alle), freigegeben am 25. Mai 2008.
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| Mitrovicë/Mitrovica1 Kosovska Mitrovica/Косовска Митровица2 |
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| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Kosovo (UNMIK-Verwaltung) | |||
| Großgemeinde: | Mitrovicë (Mitrovica) | |||
| Koordinaten: | 42° 53′ N, 20° 52′ OKoordinaten: 42° 53′ 24″ N, 20° 52′ 12″ O | |||
| Fläche: | 350 km² | |||
| Einwohner: | 107.045 (2003) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 306 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+381) 28 | |||
| Struktur und Verwaltung | ||||
| Webpräsenz: | ||||
| 1 albanisch (unbestimmte / bestimmte Form), 2 serbisch (lateinische / kyrillische Schreibweise) |
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Kosovska Mitrovica (kyrill. Косовска Митровица, albanisch Mitrovica oder Mitrovicë) ist eine Stadt im nördlichen Kosovo. Bis 1989 hieß sie Titova Mitrovica (alb. Mitrovica e Titos).
Inhaltsverzeichnis |
Wirtschaft
Die Stadt lebte in der Vergangenheit nahezu vollständig vom Industriekomplex Trepča, in dem Gold, Silber, Kupfer, Blei und Bismut abgebaut wurden. Mitrovica liegt an der von der Eisenbahngesellschaft Hekurudhave të Kosovës betriebenen Bahnverbindung von Kraljevo über Kosovo Polje nach Skopje.
Geschichte
Mittelalter
Die Stadt war zunächst eine mittelalterliche Siedlung, die sehr schnell zu einer Stadt heranwuchs.
Im 14. Jahrhundert wurde die serbisch-orthodoxe Kirche Sankt Dimitri gebaut. In der Umgebung der Stadt befindet sich das erstmalig 1576 erwähnte Dević-Kloster, das vom damaligen serbischen König Đurađ Branković in Auftrag gegeben worden war.
Neuzeit
1981 lebten in der Stadt 105.000 Menschen, davon 66.500 Albaner und 20.000 Serben und Montenegriner.
Nach dem Kosovo-Krieg 1999 wurde die Stadt in einen Südteil mit fast ausschließlich albanischer Bevölkerung (ca. 60.000 Einwohner) und einen Nordteil mit überwiegend serbischer (ca. 13.000 Einwohner) Bevölkerung aufgeteilt. Die beiden Stadtteile sind durch zwei Straßenbrücken und einen Fußgängersteg über den Fluss Ibar verbunden. Die Stadt wird wie alle Städte des Kosovo von KFOR-Truppen bewacht. Dennoch konnte nicht verhindert werden, dass bei den Unruhen im März 2004 serbische Häuser in Brand gesteckt oder geplündert wurden.
Nach der Trennung lag die serbisch-orthodoxe Kirche Sankt Dimitri im albanischen Teil der Stadt und ist seit den Unruhen vom März 2004 unzugänglich. Als Ersatz wurde auf einem Hügel im serbischen Stadtteil eine neue Kirche gebaut und 2005 eingeweiht.
Auf den Trümmern von 2004 ebenfalls zerstörten Häusern am Westrand der Stadt wurde mit internationalen Hilfsgeldern eine Siedlung für Roma-Flüchtlinge angelegt. September 2007 waren hier ca. ein Dutzend Ziegelhäuser fertig gestellt.
Nach der Räumung des von Serben besetzten Gerichtsgebäudes im Nordteil von Mitrovica am 17. März 2008 wurden bei gewalttätigen Ausschreitungen etwa 140 Menschen verletzt. Ein ukrainischer UN-Polizist erlag seinen schweren Verletzungen. Die UN-Polizei war zuvor mit Feuerwaffen angegriffen worden[1].
Bildung
Im Nordteil der Stadt befindet sich die Technische Hochschule Mitrovica, die einzige höhere Lehranstalt im Kosovo mit überwiegend serbischsprachigen Kursangebot. Im Juli beherbergt sie eine englischsprachige Summer School.
Söhne und Töchter der Stadt
- Isa Boletini, (* 1864) albanischer Freiheitskämpfer
- Riza Lushta, (* 1916) albanischer Fußballspieler
- Bajram Rexhepi, (* 1954) kosovarischer Politiker und Ministerpräsident
- Miloš Krasić, (* 1984) serbischer Fußballspieler
- Valon Behrami, (* 1985) schweizerischer Fußballspieler
Quellen
Weblinks
- Stadtportrait der OSZE-Mission
- Albanische Website der Gemeindeverwaltung
- Aufteilung der Stadt entlang ethnischer Siedlungsgrenzen im Februar 2000
- Aufteilung entlang ethnischer Siedlungsgrenzen im März 2000
- Landkarte der Großgemeinde Mitrovica
- Informationen der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI) zu Mitrovica
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