Kossuthbrücke (Budapest)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

47.50638888888919.045Koordinaten: 47° 30′ 23″ N, 19° 2′ 42″ O

BWf1

Kossuth-Brücke
Offizieller Name Kossuth híd
Nutzung Straße
Querung von Donau
Ort Budapest in Ungarn
Konstruktion Stahlgitterbrücke
Gesamtlänge 400 m
Breite 11,5 m
Baubeginn 1945
Fertigstellung 1946
Freigabe 15./18. Januar 1946
Planer Endre Mistéth
Schließung 1960

Die Kossuthbrücke (ungarisch: Kossuth híd) war eine Donaubrücke in Budapest.

Gedenktafel am ehemaligen Budaer Brückenkopf

Im Jahre 1945 waren alle sieben Budapester Donaubrücken zerstört. So wurde für militärische Zwecke eine Pontonbrücke über den 290 Meter breiten Fluss errichtet. Diese erwies sich jedoch im Winter durch Eisschollen in der Donau als ungeeignet. Für den Bau der Kossuthbrücke wurden unter anderem Rohrleitungen aus den Ölquellen im Komitat Zala demontiert. Während der Bauarbeiten durch die Rote Armee kamen 15 Arbeiter ums Leben. Für lange Zeit wurde die nach dem ungarischen Revolutionsführer Lajos Kossuth benannte Brücke die einzige Verbindung zwischen Buda und Pest. Schwere Lastwagen konnten die Brücke nur einzeln in eine Richtung mit maximal 20 km/h befahren.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die zerstörten Donaubrücken wieder aufgebaut. An der Kossuthbrücke traten mittlerweile Wartungsprobleme auf. Schließlich wurde die Brücke im Jahr 1960 demontiert und nicht ersetzt. Heute befinden sich an beiden Flussufern Gedenktafeln in Höhe der ehemaligen Brückenköpfe.

Weblinks[Bearbeiten]