Kostenez

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Kostenez (Костенец)
Wappen fehlt
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Kostenez (Bulgarien)
Kostenez
Kostenez
Basisdaten
Staat: Bulgarien
Oblast: Sofia
Einwohner: 7215 (15.12.2009)
Koordinaten: 42° 18′ N, 23° 52′ O42.323.866666666667494Koordinaten: 42° 18′ 0″ N, 23° 52′ 0″ O
Höhe: 494 m
Postleitzahl: 2030
Telefonvorwahl: (+359) 07142
Kfz-Kennzeichen: CO
Verwaltung
Bürgermeister: Iwo Todorow
Webpräsenz: www.kostenetz.com

Kostenez (auch Kostenets geschrieben, bulgarisch Костенец) ist eine Stadt in Südwest Bulgariens. Die Stadt ist als Heilbad und Kurort bekannt und Sitz der gleichnamigen Gemeinde. Sie befindet sich im Bezirk/Oblast Sofia.

Auf dem Gebiet des Ortes gibt es Quellen mit radonhaltigem Wasser, das für die Radonbalneologie benutzt wird.

Der Ort ist seit der Römerzeit bekannt. Im 2. Jahrhundert sollen hier die ersten Heilbecken gebaut worden sein.

Geographie[Bearbeiten]

Kostenez liegt am Fuße des Rila-Gebirges, im Talkessel von Dolna Banja, am Oberlauf des Flusses Mariza. Hier treffen das Rila-Pirin und Rhodopen-Bergmassiv mit dem Sredna Gora-Bergmassiv aufeinander. Die Stadt liegt rund 76 km von der bulgarischen Hauptstadt Sofia entfernt, 80 km westlich von Plowdiw und 27 km östlich vom Skikurort Borowez .

Die Region ist reich an Mineral- und Heilquellen, in denen heute die nah gelegeben Spa und Wellness-Kurorte Momin Prohod, Villen Kostenetz, Ptschelinski Bani und das Dorf Kostenetz entstanden sind. Sie sind als Zentren der Radonbalneologie für die Rehabilitation und Erholung von internationaler Bedeutung.

Die durchschnittliche monatliche und jährliche Lufttemperatur bei Tageslicht schwankt von − 4,2 °C (Januar) bis + 16,1 °C (Juli).

Verkehr[Bearbeiten]

Nördlich des Zentrums von Kostenez verlaufen die Hauptmagistralen des Verkehrs von Westeuropa über Serbien und weiter bis Istanbul. Dabei handelt es sich um die Autobahn Thrakien als Teil der Europastraße 80, sowie die Bahnstrecke Sofia-Plowdiw-Istanbul. Kostenez ist an das bulgarische Eisenbahnnetz angeschlossen und viele Touristen nutzen den Bahnhof Kostenez auch als Ausgangspunkt für ihre Weiterfahrt nach Boworez oder in den nah gelegenen Kurorte und Gebirgen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kostenez gliedert sich in 2 Städte (Kostenez und Momin Prochod) und 6 Dörfer (Golak, Gorna Wasiliza, Kostenez, Otschuscha, Podgorie, Ptschelin).

Geschichte[Bearbeiten]

Die strategische Bedeutung der Region mit dem heutigen Pass Trojanowi Wtara wurde schon in der Bronze- und Eisenzeit erkannt. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Nachweise einer Besiedelung. Im ersten Jahrtausend v. Chr. wurde die Region vom thrakischen Stamm Besser bewohnt, die Teil des Odrysenreiches waren und den Pass, den sie Suki nannten, schützen. Über den Pass zog auch der thrakische König Sitalkes gegen die antiken Makedonier, um deren Vorherrschaft zu beenden.

Die nah gelegenen Mineralquellen wurde schon von den Thraker genutzt, während die Römer später großen Bänderanlagen bauten. Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Jahrhunderts n. Chr. wurde das Gebiet der heutigen Stadt Teil der römischen Provinz Serdica. Auch die Römer nutzen den Pass und bauten im dritten Jahrhundert eine Festung, um den Pass zu schützen. Auch die antike Straße Via Militaris bauten sie, um die Provinzhauptstadt Serdica (heute Sofia) mit Konstantinopel zu verbinden. Eine weitere Festung entstand auf dem Gebiet des heutigen Dorfe Kostenez.

Die Besiedelung der heutigen Stadt Kostenetz begann im Jahre 1884 mit dem Bau des Eisenbahnabschnittes Belowo-Wakarel, die Teil der Sofia-Konstantinopel Eisenbahnlinie war. Mit dem Bau der Streichholz- und der Papierfabrik beschleunigte sich der Ausbau der Eisenbahner-Siedlung.

1964 wurden die drei Siedlungen Kostenez Banja, Momin Prochod und Monina Banja (Banja zu dt. Bad (Kurort)) zur Stadt Kostenez vereinigt. 2006 wurde das ehemalige Viertel Momin Prochod zu einer Kurstadt erklärt[1].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bäder/Kurorte
Festungen
Geistliches
  • Kirche „Hl. Erzengel Michael“ (bulg. Св.Архангел Михаил)
  • Kirche „Hl. Großmärtyrer Dimitrij“ (bulg. Св. Великомъченик Георги)
  • Kirche „Sweti Pantelejmon“ (bulg. Св. Панталеймон)
  • Kloster „Sweti Spas“ (bulg. Свети Спас)

Mit der Stadt verbundene Personen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Момин проход вече е град, dnes.bg, 21 септември 2006

Weblinks[Bearbeiten]