Kourfeye Centre

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Landgemeinde Kourfeye Centre
Landgemeinde Kourfeye Centre (Niger)
Landgemeinde Kourfeye Centre
Landgemeinde Kourfeye Centre
Koordinaten 14° 5′ N, 3° 24′ O14.0758333333333.4Koordinaten: 14° 5′ N, 3° 24′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Tillabéri
Departement Filingué
Einwohner 58.617 (2010)

Kourfeye Centre (auch: Kourfey Centre) ist eine Landgemeinde im Departement Filingué in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Kourfeye Centre liegt in der Sahelzone am Dallol Bosso. Die Nachbargemeinden sind Abala und Sanam im Norden, Bagaroua und Tébaram im Osten, Dogonkiria, Loga und Soucoucoutane im Süden sowie Filingué, Imanan und Tondikandia im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 41 administrative Dörfer, elf traditionelle Dörfer und 47 Weiler gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist Chikal, bestehend aus den administrativen Dörfern Chikal Dirgouma, Chikal Illéla, Chikal Koré, Chikal Lokoko und Chikal Soloa.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Kourfeye Centre ist nach den Kourfey benannt, einer Untergruppe der Hausa, die Ende des 18. Jahrhunderts in das Gebiet zogen. Die Kourfey lebten zuvor in Dörfern nördlich von Tahoua, die sie jedoch auf Grund ständiger Bedrohungen durch die Tuareg sowie möglicherweise wegen schlechter klimatischer Bedingungen aufgeben mussten. Während des 19. Jahrhunderts lebten die Kourfey in zunächst voneinander unabhängigen neuen Dörfern und vermischten sich mit der schon länger ansässigen Bevölkerung.[3] Im 20. Jahrhundert wurden die Dörfer im Kanton Kourfey zusammengefasst, dessen südöstlicher Teil seit einer landesweiten Verwaltungsreform 2002 die Landgemeinde Kourfeye Centre bildet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Kourfeye Centre 44.290 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 58.617 Einwohner berechnet.[4]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in einer Zone, in der Agropastoralismus betrieben wird.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 101–102.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 56.
  5. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.