Krüger & Scharnberg

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Krüger und Scharnberg GmbH
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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1893
Sitz Hamburg
Leitung Klaus Wendland, Felix Wendland
Mitarbeiter 100 (2009)
Branche Baustoffe
Website www.ks-hh.de

Krüger und Scharnberg GmbH Baustoffe ist ein deutscher, mittelständischer Baustoff-Fachhändler mit Produkten und Beratung zu Rohbau, Hochbau und Trockenbau, Technische Isolierung und Brandschutz, Befestigungstechnik sowie Fassadenbaustoffe.

Das Familienunternehmen wird heute in der 4. bzw. 5. Generation mit derzeit rund 100 Mitarbeiter, darunter neun Auszubildende, mit Standorten in Hamburg Wandsbek, Winterhude und Eimsbüttel sowie in Rostock-Roggenthin geführt.

Firmenhistorie[Bearbeiten]

Am 1. November 1893 schlossen die Herren Hugo Krüger und Franz Scharnberg einen „Societäts-Vertrag zur Betreibung eines Baumaterialiengeschäftes“. Das Kontor befand sich zunächst in dem Mietshaus Herrlichkeit 5, während das Lager auf dem Grundstück Herrlichkeit 77 eingerichtet war. Die räumliche Enge der damaligen innerstädtischen Gassen behinderte die Ausweitung und das Geschäft wurde in die Gertigstraße, auf die grüne Wiese vor den Toren der rasch wachsenden Großstadt, verlegt. Der neugebaute Osterbekkanal als Wasserweg und ein stetig wachsender Fuhrpark, mit ab 1913 motorisierten Lastwagen für den Landweg, waren ideale Wachstumsbedingungen. Durch den Ersten Weltkrieg wurde der weitere Ausbau der Firma unterbrochen und die dem Kriege folgende Inflation stellte die Firmenleitung vor die schwere Herausforderung, die Kunden laufend zu bedienen und so das Kapital durch fortschreitende Entwertung zu verlieren. Aber der Entschluss war richtig. Trotz fehlenden Kapitals war nach der Währungsstabilisierung vor allem die kräftige Wohnungsbautätigkeit der 20er Jahre die Voraussetzung, das während der Inflation verlorene Kapital neu zu erarbeiten.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten während der großen Krise von 1930 bis 1933 konnten überwunden werden, bis der Zweite Weltkrieg die Aufbauarbeit für Jahre unterbrach. Der Betrieb wurde durch Luftangriffe erheblich beschädigt. Alle Fahrzeuge wurden beschlagnahmt oder durch Bomben zerstört und nach der Kapitulation beschlagnahmte die Besatzungsmacht das wenige noch vorhandene Material. Durch die folgende Währungsreform büßte die Firma nochmals das Geschäftskapital ein.

Erneut war es der Wiederaufbau der zerstörten Hansestadt Hamburg und die katastrophale Wohnungsnot, welche Aufgabe und Chance zum Neuaufbau darstellten. Nach dem Krieg wurden die ersten Baustoffe, die gehandelt wurden, mühsam aus den Trümmern geborgen. Zwar machten das Bezugsscheinsystem und die Kontingentierung ein normales Geschäft fast unmöglich, aber die Währungsreform und die Liberalisierung des Marktes brachten die entscheidende Wende und so wurde das Sortiment stetig erweitert. Eigens für den Vertrieb dieser Produkte wurde 1957 die Firma Walter M. Scharnberg KG gegründet und schon drei Jahre später mit der Beteiligung an der Betondienst GmbH um einen weiteren Geschäftszweig ergänzt. Mit der neuen Beteiligung konnte erstmals dem Wunsch der Kunden nachgekommen werden, auf den Baustellen eigene Zementmischer zu installieren. Etwas mehr als ein Jahrzehnt hielt dieses Bündnis, bis Krüger & Scharnberg eine neue, sehr wichtige Kooperation einging: Den Eintritt in die Hagebau.

Firmenchronik[Bearbeiten]

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  • 1. November 1893 Hugo Krüger und Franz Scharnberg schließen einen „Societäts-Vertrag zur Betreibung eines Baumaterialiengeschäftes“.
  • 1903 Gründung des Eidelstedter Hartsteinwerkes bei Hamburg.
  • 1907 Umzug von der Herrlichkeit 5 auf die „Grüne Wiese“ Gertigstraße 60 - 62.
  • 1913 Der erste LKW mit 5,0 to Nutzlast und einem Verbrauch von 60 Litern auf 100 km wird gekauft.
  • 1916 Hugo Krüger stirbt ohne Nachfolger und Franz Scharnberg übernimmt seine Anteile.
  • 1921 Umwandlung der oHG in eine GmbH.
  • 1933 Vertrag mit den Plewa-Werken über den Alleinvertrieb von Schamotterohren im nördlichen Deutschen Reich von der Memel bis zur holländischen Grenze.
  • 1943 Vernichtung des Fuhrparks durch Bomben.
  • 1957 Die Firma Walter M. Scharnberg KG übernimmt die Plewa-Vertretung.
  • 1960 Gustav-Franz Scharnberg und Karl Drewes werden Gesellschafter und Geschäftsführer.
  • 1960 Gründung der Fa. Betondienst mit Produktionsstätten in Hamburg und Bargteheide.
  • 1960 Der erste Gabelstapler wird gekauft.
  • 1970 Übernahme des Baustoffhandels Alfred L.M. Lange.
  • 1971 G.F. Scharnberg scheidet aus der Firma aus. Karl Drewes übernimmt die Anteile, gleichzeitig wird die Beteiligung am Betondienst aufgegeben.
  • 1972 Anschaffung des ersten Kranfahrzeuges.
  • 1977 Eintritt in die hagebau-Kooperation von mittelständischen Baustoffhändlern
  • 1981 Wolfgang Drewes und Klaus Wendland werden Gesellschafter und Geschäftsführer.
  • 1983 Am Kellerbleek wird für die Schornstein-Abteilung ein Büro mit Lagerhalle errichtet und neues Domizil für die Spedition Drewes & Wendland GmbH.
  • 1985 Eröffnung des hagebaumarktes Ahrensburg im Kornkamp
  • 1988 Umstellung der Warenwirtschaft und Buchhaltung auf ein eigenes EDV System.
  • 1995 Auslagerung der Trockenbau-Abteilung in den Hermann-Buck-Weg 11 in Steilshoop.
  • 1996 Übernahme der Mitarbeiter aus der Abteilung Technische Isolierung von Firma Horst Waldow.
  • 1998 Der Firmensitz wird von der Gertigstraße zur Schimmelmannstraße 123 verlegt
  • 1999 Übernahme der Hamburger Befestigungstechnik von den Gebr. Waelzer. Eröffnung der Filiale Rostock.
  • 2001 Beatrix & Felix Wendland werden Gesellschafter
  • 2004 Wolfgang Drewes scheidet als Geschäftsführer und -gesellschafter aus und Felix Wendland wird Geschäftsführer.
  • 2005 Übernahme des Holzhandels „Ostkiefer“ von Herrn Seifart.
  • 2006 Neueröffnung der Gertigstraße als Sanierungszentrum mit einer überdachten Hochregalanlage.
  • 2008 Übernahme des Fassadenfachhandels Fritz Lange, Hamburg Eimsbüttel
  • 2009 Neubau eines weiteren Stadtlagers 3.000 m² Hallenfläche in der Stresemannallee 100

Teile der Unternehmensgruppe[Bearbeiten]

Holzfachhandel Ostkiefer

Holzhandel Ostkiefer Kurt Seifart GmbH wurde als Unternehmen von Kurt Seifart senior in Hamburg gegründet. Der Name zeigt den Schwerpunkt des Geschäftsfelds: Ostkiefer spezialisierte sich anfangs auf den Handel mit erstklassiger Kiefer aus Ostpreußen. Seit 1930 hat der Holzhandel seinen Sitz am Poßmoorweg in Hamburg-Winterhude. Bis 2006 im Familienbesitz und seitdem ein Teil der Unternehmensgruppe Krüger & Scharnberg - und damit erneut Teil eines großen Familienunternehmens. Der Holzfachhandel Ostkiefer bietet ein Sortiment an Platten, Bauholz, Tischlerholz, Fußbodendielen und Leisten, darunter u.a. Fußleisten, Sockelleisten und Profilleisten.

Hamburger Befestigungstechnik Gebrüder Waelzer

1965 gründeten die Gebr. Waelzer die Hamburger Befestigungstechnik, bis diese 1998 von Krüger & Scharnberg übernommen wurde. Zu diesen Zeitpunkt ist die HBT (Hamburger Befestigungstechnik) vor allem als Lieferant für den Sanitär-, Heizungs-, Lüftungsbau sowie Trocken- und Fassadenbau spezialisiert. Die Hamburger Befestigungstechnik bietet spezielles Wissen vor allem in den Bereichen Auszugversuche für die Dübeltechnik, Brandschutzberatung und Endoskopie in den Fassadenzwischenräumen.

Fritz Lange Fassadenbaustoffe

Fritz Lange, geb. 4. Juli 1866, war Ziegelfabrikant und Direktor des Friedrichsruher Tonwerkes, das in Wohltorf am Rande des Sachsenwaldes seinen Sitz hatte. Ab 2008 gehört Fritz Lange Fassadenbaustoffe zur Unternehmensgruppe Krüger & Scharnberg. Man konzentrierte sich bei Fritz Lange schon sehr früh auf Fassadentafeln zum Beispiel für die vorgehängte, hinterlüftete und wärmegedämmte Fassade, die noch heute als eine der besten Lösungen im Neubau und in der Sanierung gilt.

Weblinks[Bearbeiten]

http://www.ks-hh.de/ http://www.hagebau.com/