Krün

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Krün
Krün
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Krün hervorgehoben
47.511.283333333333875Koordinaten: 47° 30′ N, 11° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Garmisch-Partenkirchen
Höhe: 875 m ü. NHN
Fläche: 36,32 km²
Einwohner: 1905 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 82494,
82467 (Plattele),
82493 (Elmau, Gerold, Klais, Kranzbach)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 08825
Kfz-Kennzeichen: GAP
Gemeindeschlüssel: 09 1 80 122
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schöttlkarspitzstr. 15
82494 Krün
Webpräsenz: www.kruen.de
Bürgermeister: Thomas Schwarzenberger (CSU)
Lage der Gemeinde Krün im Landkreis Garmisch-Partenkirchen
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Krün

Krün ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Geografie[Bearbeiten]

Krün liegt in der Region Oberland und zugleich im Werdenfelser Land.

Es existieren folgende Gemarkungen: Krün, Klais und Elmau.

Geschichte[Bearbeiten]

Krün wurde als geruen im Jahre 1294[2] mit zwei zum Kloster Benediktbeuern gehörenden vaccariae (Schwaigen) erstmals urkundlich erwähnt. 1491 benötigte das Kloster wegen des Klosterbrandes im Vorjahr erhebliche Mittel für den Wiederaufbau und veräußerte Krün mit inzwischen vier Höfen an das Hochstift Freising, dem der Ort bis 1803 unterstand. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört er zum Kurfürstentum Bayern. Krün war Bestandteil der zum Hochstift Freising zählenden ehemaligen Grafschaft Werdenfels. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.551, 1987 dann 1.745 und im Jahr 2000 1.961 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Krün setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen, einschließlich des Bürgermeisters.

CSU Bürgerliche Wählergemeinschaft Freie Wählergemeinschaft Aktiv für Krün Gesamt
2002 4 3 2 3 12 Sitze
2008 6 2 1 3 12 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)[3]

Bürgermeister ist Thomas Schwarzenberger (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Josef Zahler (CSU).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2011 1.671 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 514 T€.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot eine goldene Mitra mit abhängenden Bändern, der schräg gekreuzt ein silberner Flößerhaken und ein silberner Abtstab unterlegt sind.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Blick vom Hohen Kranzberg bei Mittenwald in Richtung Krün, Wallgau und Isar
Blick auf Krün von unterhalb des Seinskopfes aus

Insgesamt gab es im Jahr 2011 623 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Davon waren vier im Bereich der Land- und Forstwirtschaft, 23 im Bereich des produzierenden Gewerbes, 521 im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, 28 im Bereich der Unternehmensdienstleister und 47 im Bereich der öffentliche und private Dienstleister. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 649. Im verarbeitenden Gewerbe (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine Betriebe mit 20 oder mehr Mitarbeitern, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. 2010 bestanden zudem 21 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 411 ha.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Ortsteil Klais verläuft die Mittenwaldbahn. Am Bahnhof Klais halten stündlich die Regionalbahnen von München nach Mittenwald und von Reutte nach Innsbruck.

In Krün mündet die Bundesstraße 11 von München in die Bundesstraße 2.

Bildung[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 existierten ein Kindergarten mit 50 Plätzen und 38 Kindern.[4]

Seen[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet existieren mehrere kleine Seen wie der Barmsee, Geroldsee (Wagenbrüchsee), Grubsee und Tennsee. Außerdem der künstliche Isarstausee am Stauwehr Krün, bei dem der Obernachkanal zum Walchensee abzweigt.

Bauwerke[Bearbeiten]

St. Sebastian

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Krün

Historischer Ortsteil Klais mit Bahnhof, der bis zum Wegfall der InterCity-Verbindung im Jahr 2007 mit 933 m ü. NN die höchstgelegene IC-Station in Deutschland war.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Armin Bittner (* 28. November 1964), ehemaliger Skirennläufer und mehrfacher Slalomweltcupsieger, stammt aus Krün.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gerhard Kriner: Von Gerün zu Krün. Von der Schwaige zum Dorf. Siedlungsgeschichte des oberen Isartales und Entwicklung des Werdenfelser Dorfes Krün. Gemeinde Krün, Krün 1994.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. BHStA, KL Benediktbeuern 32
  3. Der Krüner Gemeinderat. Alpenwelt Karwendel, abgerufen am 10. Mai 2013.
  4. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Statistik kommunal 2012: Krün (PDF-Datei; 1,67 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krün – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Krün – Reiseführer