Walmdach
Ein Walmdach ist eine Dachform, die im Gegensatz zum Satteldach nicht nur auf der Traufseite, sondern auch auf der Giebelseite geneigte Dachflächen hat. Diese werden als Walm bezeichnet.
Ein vollständiger Walm ersetzt den Giebel, das Dach hat also an allen vier Seiten Schrägen. Ein Walmdach hat aber auf jeden Fall auch einen Dachfirst, ansonsten spricht man von einem Zeltdach (Pyramidendach).
Die geneigten Dachflächen bieten weniger Angriffsfläche für Wind, die Windlast auf die Konstruktion wird verringert. Des Weiteren wird durch den Gratsparren in Verbindung mit den Sparren und Schiftern sowie der Pfetten ein Dreieck in der Dachfläche gebildet, welches zu einer höheren Steifigkeit des Dachtragwerks führt.
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Schopfwalm (Schopfdach), Krüppelwalm, Halbwalm [Bearbeiten]
Ein Walm, dessen Traufe oberhalb der Traufe des Hauptdaches liegt (d. h.: der Giebel ist nicht vollständig abgewalmt, er hat – je nach ethn. Sichtweise – sozusagen einen „Schopf“ oder ein eigenes „verkrüppeltes“ Dach), wird demnach Schopfwalm oder Krüppelwalm (norddeutsch Kröpelwalm) genannt. Auch Halbwalm ist ein bekannter Begriff.[1] Es bleibt also ein trapezförmiger Restgiebel erhalten, auf den die Dachfläche aufgelagert ist. Das Krüppelwalmdach ist die prominenteste Walmdach-Ausführung und gilt als besonders stabil.
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Im Schwarzwald
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in Dänemark
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In Aachen
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Das ehemalige Postamt in Neresheim von 1911
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Siedlungsanlage Glück im Winkel in Bad Reichenhall
Fußwalm [Bearbeiten]
Ist nur der untere Teil des Daches abgewalmt (so dass ein Giebel im oberen Teil entsteht), wird dieser als Fußwalm bezeichnet.
Sonderform [Bearbeiten]
Als Sonderform ist ein Walm möglich, der weder am First beginnt, noch an der Traufkante endet. Diese Bauweise ist konstruktiv nachteilig und wird daher selten angewandt. Diese Dachform wird auch „Niedersachsengiebel“ genannt.
