Krüselinsee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Krüselinsee
Krueselinsee.jpg
Geographische Lage Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Zuflüsse unterirdisch vom Dreetzsee
Abfluss Küstriner Bach
Orte am Ufer Krüseliner Mühle
Daten
Koordinaten 53° 16′ 31″ N, 13° 25′ 18″ O53.27517222222213.42168888888974.2Koordinaten: 53° 16′ 31″ N, 13° 25′ 18″ O
Krüselinsee (Mecklenburg-Vorpommern)
Krüselinsee
Höhe über Meeresspiegel 74,2 m ü. NHN
Fläche 63 ha[1]
Länge 1,74 km[1]
Breite 679 m[1]
Volumen 5.420.000 m³[1]
Maximale Tiefe 18,7 m[1]
Mittlere Tiefe 8,6 m[1]
pH-Wert 8,3
Karte Feldberger Seenlandschaft 2009.png

Der Krüselinsee (auch nur als Krüselin bezeichnet) ist ein mesotopher See im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Osten Mecklenburgs.

Entstehung[Bearbeiten]

Der See, im Sandergebiet ist am Ende der Weichseleiszeit durch das Abschmelzen der Eismassen entstanden.

Lage[Bearbeiten]

Der See in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Naturpark Feldberger Seenlandschaft und der gleichnamigen Gemeinde südöstlich von deren Hauptort Feldberg. Das Ostufer des Sees gehört zum Land Brandenburg. Im Nordteil befindet sich eine kleinere Insel. Am Südende liegt eine Ausflugsgaststätte mit Herberge, die Krüseliner Mühle. Das Seeufer ist recht hügelig; die Ost- und Nordufer sind bewaldet. Ungefähr zwei Kilometer nordwestlich vom See befindet sich die Dorfwüstung Krüselin, die nach dem See benannt wurde. Der See gehört zum Naturschutzgebiet Krüselinsee und Mechowseen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Krüselinsee ist 1700 Meter lang und 650 Meter im Norden sowie 300 Meter im Süden breit. Er ist der klarste See der Feldberger Seen mit einer Sichttiefe von etwa 12 Metern. Der See wird durch Bandquellen vom etwa zehn Meter höher gelegenen Dreetzsee aus bewässert. Er entwässert über den Küstriner Bach durch den Kleinen Mechowsee, den Großen Mechowsee, den Lychener Seen, zur Havel und damit über die Elbe in die Nordsee.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich lag der Wasserstand des Krüselinsees zirka 3 - 4 m tiefer als heute. Der See in heutiger Form ist wahrscheinlich erst um das Jahr 1275 entstanden. Da wurde eine Amts- und später auch Scheidemühle für Feldberg errichtet. Diese Anlage bestand bis 1956. Sie konnte damals bis zu 15 h am Tag mahlen ohne das das Freiwasser trocken fiel. 1960 wurde der Zeltplatz Thomsdorf C 86 in Betrieb genommen der bis zum Krüselin reichte. Diese Erweiterung wurde aber Anfang der 1970er Jahre zurückgenommen. 1971 wurde der See für Boote mit Verbrennungsmotor gesperrt. 1975 wurden 150 ha inklusive Krüselinsee als Naturschutzgebiet ausgewiesen. 1979 wurde der Abfluss aus dem See verrohrt, tiefer gelegt und ein Tosbecken gebaut. Während dieser Zeit wurde der Wasserstand auf -26 cm unter die Scharkante abgesenkt. Der Hintergrund hierfür lag unter Anderem darin, die Forellenzuchtanlage an der Kolbatzer Mühle ausreichend, mit Wasser zu versorgen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

Topografische Karte 1:100 000: C 2746 Prenzlau (Landesvermessungsamt Mecklenburg-Vorpommern)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands: Teil 2 Mecklenburg-Vorpommern (PDF; 3,5 MB)