Krāslava

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Krāslava
Wappen von Krāslava
Krāslava (Lettland)
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Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Lettgallen (lettisch: Latgale)
Verwaltungsbezirk: Krāslavas novads
Koordinaten: 55° 54′ N, 27° 10′ O55.89527.165Koordinaten: 55° 53′ 42″ N, 27° 9′ 54″ O
Einwohner: 10.160 (5. Aug. 2010)
Fläche: 8,6 km²
Bevölkerungsdichte: 1.181,4 Einwohner je km²
Höhe:
Webseite: www.kraslava.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Krāslava (dt: Kreslau, poln: Krasław) ist eine Stadt im Südosten Lettlands an der Düna.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Platz, ein Burghügel an der Wasserstraße Düna - Dnjepr, war bereits im 9. Jahrhundert besiedelt. In den Sagas der Wikinger taucht der Ort als "Dynasaiforgarðr" auf.

Der Schwertbrüderorden nahm den Platz 1209 ein. Der König Visvaldis von Jersika bekam den Platz jedoch zunächst als Lehen zurück.

Nach dem Livländischen Krieg kam das Gebiet 1580 an Polen-Litauen und war lange im Besitz derer von Plater. Im 17. Jahrhundert entstand eine Jesuiten-Schule. 1729 erhielt der Ort Marktrecht.

Die katholische Kirche von Kraslava wurde Bischofssitz und es gab auch eine Synagoge. Nach der Teilung Polens 1772 kam die Stadt zum Gouvernement Witebsk. Seit 1865 wird die Stadt von der Bahnstrecke Riga–Witebsk durchquert. Ab 1870 gab es ein Kurbad um einige Schwefelquellen. 1920 wurde Krāslava ein Teil Lettlands und erhielt 1923 Stadtrechte.

Töchter und Söhne der Stadt[Bearbeiten]

Kräslavas novads[Bearbeiten]

Bis 2009 gab es den Landkreis Krāslava. Ab 2001 vereinigten sich umliegende 11 Gemeinden mit der Stadt zu einer Verwaltungseinheit. 2010 waren 19811 Einwohner gemeldet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. #.
  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.