Kraftradmelder

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Kradmelder der Wehrmacht 1943

Kraftradmelder (Kradmelder) werden bei Streitkräften und Hilfsorganisationen als Verbinder und Erkunder eingesetzt.

Verwendung als Melder[Bearbeiten]

Motorisierter Firstresponder des Magen David Adom in Jerusalem
Kraftradmelder auf dem Weltjugendtag 2005

In Gefechten gilt die Tätigkeit als (Krad-)Melder als äußerst gefährlich, da es für den Gegner sehr effektiv ist, die Verbindungen unter den feindlichen Truppenteilen zu unterbinden. In modernen Gefechtsszenarien ist wegen der vielfach sehr fortgeschrittenen Kommunikationstechnik (Network-Centric Warfare) der Einsatz von Kraftradmeldern eher die Ausnahme.

Bei der deutschen Bundeswehr sind Kraftradmelder der Stabs- und Versorgungskompanie unterstellt. Früher wurden hier Hercules K 125 BW-Motorräder eingesetzt, welche durch KTM 400 LS-E Military ersetzt wurden.

Weitere Verwendungen[Bearbeiten]

Kraftradmelder begleiten Kolonnen als Verkehrssicherungsposten oder übernehmen Kurierdienste bei ausgefallenen Kommunikationssystemen. Sie sind, wie ihr Name sagt, mit Krafträdern motorisiert.

Bei Hilfsorganisationen werden Kraftradmelder auch als Helfer vor Ort oder Ersthelfer in unübersichtlichem Gelände eingesetzt. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Ausbildung und Ausrüstung. Bei größeren Einsätzen kann der Kraftradmelder als Lotse für anrückende ortsfremde Einheiten tätig werden.

Im Eskortendienst werden Kraftradmelder der Polizei oder der Feldjäger bei Staatsempfängen als Ehrenbegleitung eingesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]