Kraftverkehrsmeister

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Kraftverkehrsmeister (amtlich Geprüfte(r) Industriemeister/in – Fachrichtung Kraftverkehr) ist eine Funktionsbezeichnung für einen geprüften leitenden Mitarbeiter. Er hat als Aufgabe die Überwachung und Leitung bei Betrieben des gewerblichen und öffentlichen Personen- und Güterverkehrs.

In Verkehrsbetrieben der DDR wurde oft die Bezeichnung Dispatcher verwendet.

Berufsbezeichnung[Bearbeiten]

Die Berufsbezeichnung „Kraftverkehrsmeister/in“ gibt es seit dem 1. Januar 1983 (BGBl. 1982 I S. 1245). Gleichgestellt ist der Kraftverkehrsmeister mit dem Schirrmeister (Bundespolizei / Polizei / Heer), Kraftfahrmeister (Luftwaffe) und Kraftfahrbootsmann (Marine).

Aufgaben[Bearbeiten]

Beim Mitwirken (je nach Vertrag) hat er bei der Planung und Ausführung hinsichtlich der Qualitätssicherung in Zusammenhang mit der Einhaltung der Gesetze und der sicheren Technik eine hohe Verantwortung. Das Fahrpersonal untersteht ihm vielfach in Zusammenhang mit der Kontrolle der Sozialvorschriften, Arbeitszeiten und Urlaubsplanung usw.. Eine unbedingte gute Zusammenarbeit mit dem Personalchef, Disponent und dem Werkstattmeister ist erforderlich, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten. Der Kraftverkehrsmeister ist für die eingesetzten Verkehrsmittel, z. B. LKW, Busse oder Straßenbahnen und deren Fahrpersonal hauptsächlich alleine verantwortlich. Er ist zum einen stationär im Betrieb tätig, z. B. in der Fahrzeug- und Personaldisposition, zum anderen in der zentralen Leitstelle zur Betriebsüberwachung.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Von Bedeutung kann jedoch auch der mobile Einsatz bei allen unvorhergesehenden Verkehrsproblemen, Verkehrsbehinderungen, Unfällen und Fahrzeugausfällen sein. Er wird dann mit einem Unfallhilfswagen am Ort des Geschehens die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, z. B. Umleitungen, Anforderung von Ersatzfahrzeugen oder einen Personalwechsel. Die Bedeutung dieser Funktion geht teilweise soweit, dass in manchen größeren Städten die Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht ausgerüstet sind.

Abschluss und Prüfung[Bearbeiten]

Kraftverkehrsmeister rekrutieren sich aus berufserfahrenen Mitarbeitern des Fahrpersonals (z. B. langjährige Berufskraftfahrer, Fahrlehrer) der Güter- und Verkehrsbetriebe. Vor Übernahme dieser Funktion als geprüfter Industriemeister – Fachrichtung Kraftverkehr, bedarf es häufig einer besonderen langjährigen – um die 1000 Unterrichtsstunden umfassende – und teuren Fortbildung mit anschließender Prüfung z. B. vor der IHK, der sich jeder unterziehen muss.

Weblinks[Bearbeiten]