Kraftwerk (Album)

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Kraftwerk
Studioalbum von Kraftwerk
Cover
Veröffentlichung 1970
Aufnahme 1970
Label Philips
Format LP, CD
Genre Krautrock, Experimental
Anzahl der Titel 4
Laufzeit 39:39

Besetzung


Ralf Hütter: Orgel, Tubon
Florian Schneider: Flöte, Violine
Klaus Dinger: Schlagzeug
Andreas Hohmann: Schlagzeug

Produktion
Conny Plank
Ralf Hütter
Florian Schneider
Studio Kling Klang Studio
Chronologie
- Kraftwerk Kraftwerk 2 (1972)

Kraftwerk ist das selbstbetitelte Debütalbum der Düsseldorfer Band Kraftwerk. Es wurde von Conny Plank produziert und erschien im Jahr 1970.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Bereits im Jahr 1968 lernten sich die beiden Köpfe von Kraftwerk, Ralf Hütter und Florian Schneider, bei einem Improvisationskurs im Düsseldorfer Konservatorium kennen und gründeten zusammen mit Basil Hammoudi, Butch Hauf und Alfred Möricks den Vorläufer von Kraftwerk, Organisation. Die Gruppe brachte nur ein Album hervor: Es trug den Namen Tone Float und erschien im Sommer 1970 bei RCA Victor nur in Großbritannien. Das Album war in Deutschland nur als Import erhältlich, die Musik war noch wenig wegweisend und die Verkaufszahlen sehr gering. Kurz darauf verließen Hammoudi, Häuf und Möricks die Band, um sich weiter ihrem Studium zu widmen. Hütter und Schneider waren wieder allein und gaben sich den Namen Kraftwerk. Besonders in der Anfangsphase war die Geschichte der Band von vielen Mitgliederwechseln geprägt. Auf dem ersten Album sind neben Hütter und Schneider die beiden Schlagzeuger Klaus Dinger (Schlagzeug auf „Vom Himmel Hoch“) und Andreas Hohmann (Schlagzeug auf „Ruckzuck“ und „Stratovarius“) zu hören.

Die Aufnahmen für das Album dauerten von Juli bis September 1970, im November wurde es bei Philips veröffentlicht. Dinger und Hohmann verließen Kraftwerk kurz darauf. Klaus Dinger erlangte später durch sein Projekt Neu! Berühmtheit, Andreas Hohmann wurde später Schlagzeuger bei der Jazzrock-Band Ibliss.

Musikstil[Bearbeiten]

Der Musikstil des Albums unterscheidet sich noch sehr von den späteren Kraftwerk-Alben, die vom elektronischen Sound der Synthesizer leben. Das Debütalbum ist durch seinen improvisatorischen und teilweise geräuschaften Charakter experimentell ausgelegt und dem Krautrock zuzuordnen. Allerdings lassen sich durchaus schon einige Elemente erkennen, die sich auch auf späteren Kraftwerk-Alben wiederfinden. Technisch ist der Einsatz elektronischer Percussions interessant, Florian Schneider hatte schon früh begonnen selbst Rhythmusmaschinen zu bauen, die dann kontinuierlich weiterentwickelt wurden. Auch lassen sich erste Ansätze der für Kraftwerk typischen Grundmelodie erkennen.

Erfolg[Bearbeiten]

Das Album fand nur in Deutschland den Weg in die Charts, es erreichte Platz 30. Der großen Masse blieb die Band unbekannt, dennoch wuchs die Zahl ihrer Anhänger und immer mehr Leute wurden auf sie aufmerksam.

Cover[Bearbeiten]

Auf dem Cover des Albums ist das damalige Kraftwerk-Logo zu sehen, ein Leitkegel mit Streifen in Leuchtorange und Weiß. In schwarzen Buchstaben steht das Wort „Kraftwerk“ quer über das Cover geschrieben. Es wurde von Ralf Hütter angefertigt. Im Jahr 1971 bekam der Nachfolger des Albums Kraftwerk, Kraftwerk 2, das gleiche Cover, mit dem Unterschied, dass die Streifen nicht orange, sondern grün waren, und „Kraftwerk 2“ auf dem Cover stand.

Titelliste[Bearbeiten]

A-Seite[Bearbeiten]

  1. Ruckzuck - 7:47
  2. Stratovarius - 12:10

B-Seite[Bearbeiten]

  1. Megaherz - 9:30
  2. Vom Himmel Hoch - 10:12

Alle vier Lieder wurden von Ralf Hütter und Florian Schneider geschrieben.

Weblinks[Bearbeiten]