Kraftwerk Römerbrücke

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Kraftwerk Römerbrücke
Kraftwerk Römerbrücke, März 2011
Kraftwerk Römerbrücke, März 2011
Lage
Kraftwerk Römerbrücke (Saarland)
Kraftwerk Römerbrücke
Koordinaten 49° 13′ 25″ N, 7° 0′ 54″ O49.2236111111117.015Koordinaten: 49° 13′ 25″ N, 7° 0′ 54″ O
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Daten
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Erdgas, Steinkohle, Mineralöl
Leistung 132 Megawatt elektrisch
230 Megawatt Fernwärme
Typ Gas- und Dampfturbinenkraftwerk
Eigentümer Energie SaarLorLux AG (seit 2011)
Projektbeginn 1964
Schornsteinhöhe 177 m

Das Kraftwerk Römerbrücke ist ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD-Kraftwerk) der Energie SaarLorLux AG im Gewerbegebiet Ostspange in Saarbrücken. Es dient zur Erzeugung von Fernwärme und elektrischer Energie. Die elektrische Kapazität beträgt 132 MW (Gasturbine 42 MW, Dampfturbine 90 MW), die thermische 230 MW[1]. Ein 177 Meter hoher Kamin hilft, die Immission in die unmittelbare Umgebung zu senken.

Geschichte und Technik[Bearbeiten]

Das Kraftwerk wurde 1964 von den Saarbrücker Stadtwerken als Heizkraftwerk zur Versorgung eines nahegelegenen Wohn- und Gewerbegebietes mit Fernwärme errichtet. 1967 wurde eine Turbine zur Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung für den Spitzenlastbetrieb nachgerüstet. 1974/1975 erfolgte eine Erweiterung in GuD-Technik mit einer elektrischen Kapazität von 43 MW und einer thermischen Kapazität von 53 MW. 1989 wurde eine zirkulierende Wirbelschichtfeuerung eingebaut. Energiequelle war lokale Steinkohle, die Leistung stieg, auch wegen steigender Zahl der Fernwärmekunden, auf 56 MW elektrisch und 85 MW thermisch.

2001 wurde die Anlage unverändert von GDF SUEZ Energie Deutschland AG in Berlin übernommen. Die Betriebsführung übernahm bis April 2005 die Stadtwerke Saarbrücken AG. Seit Mai 2005 führt die GDF Suez Saarland GmbH (ein Tochterunternehmen der GDF SUEZ Energie Deutschland AG und der Stadtwerke Saarbrücken AG) den Betrieb.

Seit September 2005 kann mit der für 40 Mio. Euro unter anderem mit Austausch der Gasturbine, einem nachgeschalteten Abhitzedampferzeuger und einer Zusatzfeuerung modernisierten GuD-Anlage Energie produziert werden. Energieträger sind wahlweise Kohle, Öl und bevorzugt Erdgas. Der elektrische Wirkungsgrad beträgt bis zu 42 %, unter weiterer Berücksichtigung des thermischen Energieanteils bis zu 90 %. Die direkten CO2-Emissionen sanken gegenüber 2002 um 5 %, Staub um 44 %, Stickoxid um 37 % und Schwefeldioxid um 50 % bei gesteigerter Leistung.

Der Netzanschluss des Kraftwerks erfolgt auf der 110-kV-Höchstspannungsebene in das Stromnetz der Stadtwerke Saarbrücken als Verteilnetzbetreibers.[2]

Ende 2010 hat die kommunale Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken die Kooperation mit der GDF Suez Energie Deutschland AG erweitert. Bestandteil war der Übergang des Kraftwerks Römerbrücke in die gemeinsame Tochtergesellschaft Energie SaarLorLux AG (ESLL).[1] Zum 1. Juli 2011 ist das Heizkraftwerk Römerbrücke offiziell in den Besitz der ESLL übergegangen.

Kunst am Bau[Bearbeiten]

Verschiedene Künstler haben das Kraftwerk mit ihren Skulpturen aus der Industriebauweise herausheben können.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Energie aus Saarbrücken Ein Rundgang durch das Heizkraftwerk Römerbrücke. Saarbrücker Zeitung, 4. Dezember 2010, abgerufen am 9. Mai 2011.
  2. Kraftwerksliste Bundesnetzagentur (bundesweit; alle Netz- und Umspannebenen) Stand 02.07.2012. Abgerufen am 21. Juli 2012 (Microsoft-Excel-Datei, 1,6 MiB).

Weblinks/Quellen[Bearbeiten]

 Commons: Heizkraftwerk Saarbrücken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien