Kraftwerk Zolling
| Kraftwerk Zolling | |||
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| Kraftwerk Zolling | |||
| Lage | |||
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| Koordinaten | 48° 27′ 18″ N, 11° 47′ 56,4″ O48.45511.799Koordinaten: 48° 27′ 18″ N, 11° 47′ 56,4″ O | ||
| Land | Bayern | ||
| Daten | |||
| Primärenergie | Steinkohle Gasturbinenanlage: Heizöl EL Biomasseheizkraftwerk: Hackschnitzel aus Altholz |
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| Leistung | Block 1 • 40 MW Block 2 • 50 MW Block 3 • 75 MW Block 4 • 100 MW Block 5 • 449 MW GTA • 2 x 25 MW BMHKW • 20 MW |
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| Typ | Steinkohlekraftwerk, Gasturbinenkraftwerk, Biomassekraftwerk | ||
| Eigentümer | GDF SUEZ Kraftwerk Zolling GmbH
BMHKW • Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH |
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| Betreiber | GDF SUEZ Kraftwerk Zolling GmbH | ||
| Projektbeginn | 1955 | ||
| Betriebsaufnahme | Block 1 • 4. Oktober 1958 Block 2 • 1961 Block 3 • 1964 Block 4 • 1966 GTA • 1976 Block 5 • 1986 BMHKW • 2003 |
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| Stilllegung | Block 1 • 1982 Block 2 • 1984 Block 3 • 1987 Block 4 • 1987 |
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| Feuerung | Block I-IV • Schmelzkammerfeuerung Block V • Kohlenstaubfeuerung BMHKW • Wanderrostfeuerung |
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Das Kraftwerk Zolling ist ein Kraftwerk der GDF SUEZ Kraftwerk Zolling GmbH in der oberbayerischen Gemeinde Zolling. Es dient seit 1958 der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen.
In der Vergangenheit waren vier Steinkohleblöcke mit Schmelzkammerfeuerung in Betrieb, deren Zeit Ende der 1980er Jahre zu Ende ging. 1986 ging mit einer elektrischen Nettoleistung von 449 Megawatt (MW) Block 5 in Betrieb, der zu den modernsten Kohlekraftwerkblöcken in Bayern gehört.
Das Kraftwerk Zolling verfeuert heute im Schnitt 750.000 Tonnen Steinkohle pro Jahr, das in Mühlen zu Steinkohlestaub gemahlen wird. Die per Eisenbahn zum kraftwerkseigenen Bahnhof an der Hallertauer Lokalbahn angelieferte Steinkohle stammt überwiegend aus polnischen Kohlerevieren. Der Brennstoffverbrauch liegt bei Volllast bei 147,5 t/h. Mit seinem 220 Meter hohen Kamin und 80 Meter hohen Kühlturm ist das Kraftwerk mit neuesten Umweltschutzeinrichtungen zur Entstickung, Entstaubung und Entschwefelung der Rauchgase ausgerüstet. Das für den Betrieb notwendige Kühlwasser wird über einen Seitenkanal der wenige hundert Meter südlich fließenden Amper zugeführt. Jährlich werden bis zu 35.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm mitverbrannt. Zugleich wird Fernwärme für Wohn- und Gewerberaum ausgekoppelt.
Bei Bedarf kann Block 5 über eine ebenfalls am Standort befindliche Gasturbine zum Anfahren mit Strom versorgt werden, wodurch die Anlage schwarzstartfähig wird.
Seit Ende 2003 liefert ein weiterer, mit Holz gefeuerter Block zusätzlichen Strom für rund 40.000 Haushalte sowie (optional) Fernwärme. Die Anlage ist in der Lage auch stark belastetes Altholz, insbesondere Bahnschwellen zu verheizen. Die Anlieferung des Brennmaterials erfolgt trotz Kritik der Anwohner per LKW.
[Bearbeiten] Geschichte
Das Kraftwerk Zolling wurde von der 1955 aus der Fusion der Amperwerke AG und der Isarwerke AG entstandenen Isar-Amperwerke AG projektiert. Am 4. Oktober 1958 erfolgte die Inbetriebnahme von Block 1 (Nettoleistung: 40 MW). Bis 1966 wurde das nach dem Vorstandsvorsitzenden der Isar-Amperwerke AG auch Leiningerwerk genannte Kraftwerk in vier Ausbaustufen auf eine Gesamtleistung von 265 Megawatt gebracht.[1] 1976 folgte die Inbetriebnahme einer Gasturbinenanlage mit einer Leistung von 2 x 25 MW. 1986 wurde der Block 5 (Nettoleistung: 449 MW) mit moderner Umweltschutztechnik in Betrieb genommen, die Blöcke 3 und 4 sollten als Reservekraftwerke dienen. Am 23. März 1987 ereignete sich eine schwere Kesselexplosion in Block 3, bei der die Außenhaut des Kraftwerks beschädigt und das Betonfundament aus seiner Verankerung gerissen wurde. 2 Mitarbeiter kamen ums Leben. Daraufhin wurden die Blöcke 3 und 4 stillgelegt und ab 1990 abgerissen.[2]
Seit 1998 erfolgt die Klärschlamm-Mitverbrennung im Kraftwerk.
Im Juni 1999 wurde die Isar-Amperwerke AG von der zum VIAG Konzern gehörenden Bayernwerk AG übernommen.
13 Monate später, im Juli 2000, verschmolzen die Unternehmen VIAG und VEBA zu E.ON.
Der Kraftwerksstandort wurde in die E.ON Kraftwerke GmbH eingegliedert.
2003 wurde ein zusätzliches Biomasseheizkraftwerk errichtet.
Im Mai 2008 gab E.ON bekannt, dass im Zuge der Abgabe von 4800 MW Kraftwerksleistung zur Abwendung eines Kartellverfahrens durch die EU auch das Kraftwerk Zolling verkauft werden soll.
Am 12. Oktober 2008 feierte das Kraftwerk sein 50-jähriges Standortjubiläum. Am 5. November 2009 wurde es von der GDF-Suez-Gruppe übernommen.[3]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.gdfsuez-energie.de/content/erzeugung/kw_zolling_chronik_de.asp
- ↑ http://www.feuerwehr-freising.de/Pages/Images/VereinChronik/gallery/index.html
- ↑ http://www.gdfsuez.com/en/news/press-releases/press-releases/?communique_id=1139
[Bearbeiten] Literatur
- Oberbayern unter Strom. Die Geschichte des Kraftwerksstandorts Zolling. Vergangenheitsverlag, 2008, ISBN 978-3-940621-01-6