Kraftwerksblock

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Kraftwerksblock ist im Gegensatz zum Sammelschienenkraftwerk ein einzelnes technisch vollständiges Kraftwerk, das in einer Gruppe zu mehreren an einem gemeinsamen Standort errichtet ist, an welchem die organisatorische Verwaltung für alle Blöcke stattfindet. Diese Organisationsform wird gewählt, weil die heutigen Dampfkessel und Dampfturbinen nicht beliebig groß gebaut werden können. Ein weiterer Grund liegt in der Tatsache, dass notwendige Wartungsarbeiten oder ein Schaden an einem für den regelmäßigen Betrieb des Kraftwerkblocks notwendigen Bauteil keine gravierenden Auswirkungen auf die Versorgung mit elektrischer Leistung hat, da andere Kraftwerksblöcke für den ausgefallenen Block zugeschaltet werden können und somit eine Reserve bilden.

Ein typisches Beispiel für die Organisation mehrerer Kraftwerksblöcke zu einem Großkraftwerk ist das in Gelsenkirchen gelegene Steinkohlekraftwerk Gelsenkirchen-Scholven. Hier befinden sich insgesamt sieben Blöcke zu insgesamt 3800 Megawatt installierter Leistung.

Bei konventionellen thermischen Kraftwerken sind häufig bis zu zehn Blöcke zu einem Großkraftwerk vereint, während bei Kernkraftwerken häufig nur ein Block existiert. In Deutschland besteht kein Kernkraftwerk aus mehr als drei Blöcken, im Ausland können es bis zu sieben Blöcke sein.