Kraniosynostose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kraniosynostose

Unter dem Begriff Kraniosynostose versteht man die vorzeitige Verknöcherung einer oder mehrerer Schädelnähte, die zum Teil schon beim ungeborenen Kind beginnt. Das übliche Wachstum des Schädels ist dadurch nicht möglich, und ein sogenanntes kompensatorisches Wachstum tritt auf. Dieses verursacht ungewöhnliche Schädelformen (Kraniostenose). Wenn mehrere Nähte betroffen sind, ist eine operative Korrektur notwendig, um dem Hirn Platz zum Wachstum zu schaffen. Heute werden aber fast alle betroffenen Kinder (ca. 1 pro 2000 Geburten) operiert.

Laut einer 2011 veröffentlichten Studie des University College London ist das Risiko für Fehlbildungen des Schädels um 33 % erhöht, wenn eine Mutter während der Schwangerschaft raucht.[1][2]

Kraniosynostosen können auch im Rahmen von Syndromen als sogenannte syndromale Synostosen[3], auftreten wie zum Beispiel beim Baller-Gerold-Syndrom, dem Muenke-Syndrom oder dem Jackson-Weiss-Syndrom.

Siehe auch[Bearbeiten]

Mikrocephalus, Trigonocephalus, Turricephalus, Makrozephalie, Skaphocephalus, Dolichocephalie, Plagiozephalie

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Formatrme/aerzteblatt.de: Tabakrauch erzeugt Fehlbildungen. In: aerzteblatt.de. 12. Juli 2011, abgerufen am 2. Februar 2015.
  2. A. Hackshaw, C. Rodeck, S. Boniface: Maternal smoking in pregnancy and birth defects: a systematic review based on 173 687 malformed cases and 11.7 million controls. In: Human reproduction update. Band 17, Nummer 5, 2011 Sep-Oct, ISSN 1460-2369, S. 589–604, doi:10.1093/humupd/dmr022, PMID 21747128, PMC 3156888 (freier Volltext) (Review).
  3. M. M. Cohen Jr: Craniosynostosis. Diagnosis, evaluation and management. Raven, New York 1986.

Weblinks[Bearbeiten]

Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diese Hinweise zu Gesundheitsthemen beachten!