Krankenversichertennummer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Krankenversichertennummer ist in Deutschland ein Bestandteil der Daten, die auf der Krankenversicherungskarte enthalten sind.

Die Krankenversichertennummer wird benötigt, damit Leistungserbringer, z. B. Ärzte oder Zahnärzte ihre Leistungen mittels der Krankenversicherungskarte, über die Kassenärztlichen Vereinigungen, mit der zuständigen Krankenkasse abrechnen können.

Seit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im Jahr 2012 wird die Krankenversichertennummer wie die Rentenversicherungsnummer einmalig vergeben und lebenslang gleich bleiben. Die gesetzlichen Krankenkassen haben zu diesem Zweck die "Vertrauensstelle Krankenversichertennummer" (VST) bei der ITSG eingerichtet. Sie erstellt auf Basis der Rentenversicherungsnummer für jeden Bürger eine Krankenversichertennummer. Die Rentenversicherungsnummer darf aus Datenschutzgründen wegen der enthaltenen personenbezogenen Daten nicht zugleich als Krankenversichertennummer verwendet werden. Rechtsgrundlage zur Einführung der einheitlichen Krankenversichertennummer ist § 290 SGB V

Die Krankenversichertennummer war vor dem Jahr 2012 im Gegensatz zur Rentenversicherungsnummer nicht lebenslang gleichbleibend, sondern wurde von den Krankenkassen nach jeweils eigenen, internen Systematiken vergeben. Bei einem Kassenwechsel oder einer Änderung des Versichertenstatus wurde so ggf. eine neue Krankenversichertennummer vergeben. In der Regel handelte es sich bei den Nummern um 6-12 stellige Nummernfolgen. Bei einigen Krankenkassen wie z. B. der TK war in der Versichertennummer das Geburtsdatum sowie eine laufende Nummer codiert.