Krapkowice

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Krapkowice
Wappen von Krapkowice
Krapkowice (Polen)
Krapkowice
Krapkowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Opole
Landkreis: Krapkowice
Fläche: 20,91 km²
Geographische Lage: 50° 28′ N, 17° 58′ O50.46666666666717.966666666667Koordinaten: 50° 28′ 0″ N, 17° 58′ 0″ O
Höhe: 170 m n.p.m
Einwohner: 16.921
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 47-300, 47-303
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: A4
OpoleRacibórz
Nächster int. Flughafen: Breslau
Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 11 Schulzenämter
Fläche: 97,44 km²
Einwohner: 23.306
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 239 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1605023
Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Andrzej Kasiura
Adresse: ul. 3 Maja 17
47-303 Krapkowice
Webpräsenz: www.krapkowice.pl

Krapkowice [krapkɔ'vʲitsɛ] (deutsch Krappitz) ist eine Stadt in der Woiwodschaft Oppeln in Polen. Sie liegt an beiden Ufern der Oder an deren Zusammenfluss mit der Osobłoga (Hotzenplotz) und ist Kreisstadt des Powiat Krapkowicki sowie Sitz der Stadt- und Landgemeinde Krapkowice.

Geografie[Bearbeiten]

Krapkowice liegt auf erhöhtem Ufer beidseitig der Oder am Zusammenfluss mit der Osobłoga (Hotzenplotz) an nördlichen Rand der oberschlesischen Lösszone. Die Stadt liegt etwa 22 Kilometer südlich von Opole und 30 Kilometer nordöstlich zur polnisch-tschechischen Grenze. Der Wallfahrtsort St. Annaberg liegt etwa 25 Kilometer östlich von Krapkowice.

Geschichte[Bearbeiten]

Regelmäßige Stadtanlage an der Oder
Krappitz im 18. Jahrhundert nach F. B. Werner
Krapkowicer Ring
St. Nikolaikirche zu Krapkowice

Menschliche Siedlungen in der näheren Umgebung lassen sich anhand von archäologischen Funden im nahe gelegenen Dorf Chorulla bis in die Steinzeit beweisen.

In der Zeit der antiken römischen Bernsteinstraße führte von Carnuntum an der mittleren Donau eine römische Handelsstraße bis zur Mündung der Weichsel, dem Fundort des kostbaren Bernsteins. Als Raststation für Kaufleute auf dieser Römerstraße wird auch Carodunum genannt, das in einer Entfernung von 2580 Stadien oder etwa 65 Meilen von der mittleren Donau liegen soll. Diese Entfernung passt als Übergang über die Oder u. a. auf Krappitz, dessen Name ähnlich wie Carodunum klingt. Somit ist es möglich, dass beide Orte denselben Ort (also das heutige Krappitz) bezeichnen. Jedoch existieren keine Funde von römischen Handelsgütern oder Münzen, die diese Theorie bestätigen könnten. So kann es sich bei Carodunum auch um einen Oderübergang bei Ratibor, Cosel oder Oppeln handeln.

Der Ortsnamen kann auch auf eine Person mit Namen Chrapek zurückgeführt werden, der Gründer oder Besitzer des Ortes war. Es ist jedoch zu beachten, dass viele Familiennamen selbst auf Orte zurückgehen und dies auch beim Namen Chrapek der Fall sein kann. Die Bedeutung von chrap (sowie von chrapęć und chrapęcena) bedeutet Morast oder morastiges Gestrüpp, was auf die morastige Gegend zwischen Oder und Hotzenplotz gut zutrifft.

Krappitz, das an der Stelle eines erstmals 1204 als Chrapkowice erwähnten Dorfes entstand, wurde vermutlich unter Herzog Boleslaus I. gegründet, dem seit der Teilung des Herzogtums Ratibor-Oppeln im Jahre 1281 das Herzogtum Oppeln gehörte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es mit einem Vogt in einer Urkunde aus dem Jahre 1294, als die Bürger der Stadt Crapicz mehr Weideplätze forderten. 1310 verkaufte Herzog Boleslaus den in Krappitz von Fußgängern erhobenen Wegezoll an die Stadt Breslau. Nach dem Tod des Herzogs Boleslaus 1313 wurde sein Herzogtum auf seine drei Söhne geteilt. Krappitz gehörte nun zum Herzogtum Strehlitz, das für den jüngsten Sohn Albert errichtet worden war. Wie seine Brüder unterstellte auch Albert sein Land 1327 als ein Lehen der Krone Böhmen und erreichte dadurch den Anschluss an das Deutsche Reich. Der Übergang an Böhmen wurde 1335 mit dem Vertrag von Trentschin bestätigt. Nach dem Tod des Herzogs Albert 1365/75 wurde sein Herzogtum und damit auch Krappitz, mit dem Herzogtum Oppeln vereint. 1416 stiftete der Krappitzer Erbvogt Peter Temchin ein Hospital.

Nach dem Tod des Oppelner Herzogs Johann II., mit dem der Oppelner Zweig der Schlesischen Piasten erlosch, fiel sein Herzogtum als erledigtes Lehen an die Krone Böhmen heim, die seit 1526 die Habsburger innehatten. Um 1530 bestand Krappitz aus 73 brauberechtigten Häusern.

21. September 1557 verpfändete Kaiser Ferdinand I. in seiner Eigenschaft als König von Böhmen Krappitz mit dem Dorf Goradze zur Bestreitung der Türkenkriege an Joachim Buchta von Buchtitz (Buchta z Buchcic).[2] Die Pfandsumme betrug 6.500 Taler auf drei Jahre. Nach Ablauf dieser drei Jahre am 21. September 1560 verlängerte Buchta den Pfandbesitz durch Zahlung von 2.500 Talern um ein weiteres Jahr. Durch kaiserlichen Erlass vom 23. April 1561, der in Wien ausgestellt worden war, wurde angeordnet, dass nach Ablauf der vier Jahre die Pfandsumme in Höhe von 9.000 Talern an Buchta und seine Erben zurückzuzahlen sei und diese die Stadt Krappitz und das Dorf Goradze abzutreten haben. Anschließend wurden die Bürger der Stadt Krappitz Pfandbesitzer der Herrschaft. Wie aus einer Urkunde des Kaisers Rudolf II. vom 17. Mai 1583 hervorgeht, erwarben die Krappitzer die Stadt für 16.000 Taler, die sie jedoch nicht zahlen konnten. So fiel Krappitz 1581 an die Böhmische Kammer zurück, die Krapitz zusammen mit den umliegenden Dörfern für dieselbe Summe an Hans von Redern verkaufte. Die Verkaufsurkunde ist auf den 29. September 1582 datiert. Die 1669 in den Grafenstand erhobenen Grundherren von Redern traten tatkräftig für das Wachstum der Stadt ein und errichteten im 16. Jahrhundert eine hölzerne Brücke über die Oder, welche Krappitz mit Ottmuth verband. Sie wurde 1741 im Ersten Schlesischen Krieg von den Preußen abgebrannt, wodurch die Österreicher an der Überquerung gehindert werden sollten.

Nach dem verlorenen Ersten Schlesischen Krieg musste Erzherzogin Maria Theresia in ihrer Eigenschaft als Königin von Böhmen im Frieden von Berlin 1742 den größten Teil Schlesiens an Preußen unter Friedrich II. abtreten. Mit dem Erlöschen des Geschlechtes von Redern im Jahr 1765 fiel die Herrschaft Krappitz an die Mutter der verstorbenen Erbtochter, die noch im selben Jahr die Herrschaft für 118.000 Taler an Christian Heinrich Karl von Haugwitz verkaufte. Die Übergabe erfolgte erst nach Beendigung der Schlesischen Kriege im Juli 1769. Die Grafen von Haugwitz bewohnten zeitweise bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges das Krappitzer Schloss.

Nach der Neugliederung der preußischen Provinz Schlesien wurde Krappitz 1816 dem Landkreis Oppeln eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb.[3] Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt von einer Hungersnot, der Cholera im Jahr 1866 und drei Großbränden in den Jahren 1841, 1852, 1854 heimgesucht, denen neben vielen Wohnhäusern auch das hölzerne Rathaus auf der Ringmitte 1854 zum Opfer fiel. Nachfolgend wurden ausschließlich gemauerte Häuser errichtet.

Mit der Anbindung an das Eisenbahnnetz 1896 (siehe auch Neustadt-Gogoliner Eisenbahn-Gesellschaft), ermöglicht durch den Bau einer Eisenbahnbrücke im Jahre 1887 und der gleichzeitigen Oder-Kanalisierung, siedelte sich allmählich die Großindustrie in Krappitz an. 1889 wurde die Smyrna- und Perser-Teppichfabrik Vally und P. Kottlarz gegründet, 1901 die Papierfabrik (ab 1905: Papierfabrik Krappitz AG) und 1903 die Zellstoffwerke des Grafen Henckel von Donnersmarck sowie eine Pappefabrik, die aus der ehemaligen Chemiefabrik des Grafen von Haugwitz entstand. Seit 1902 besitzt die Stadt elektrisches Licht, das zu Beginn zwei Wasserkraftwerke lieferten, seit 1914 Wasserleitungen und seit 1934 Vollkanalisation.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs wurde Krappitz, das östlich der Oder-Neiße Linie liegt, nach den Beschlüssen des Potsdamer Abkommens vom 2. August 1945 unter polnische Verwaltung gestellt. Bereits am 10. Januar 1945 hatten Truppen der Roten Armee Krappitz erreicht. Sie besetzten die zu rund 25 % zerstörte Stadt. 1945/46 wurde die mehrheitlich deutsche Bevölkerung größtenteils vertrieben.

1956 wurde Krapkowice Sitz des neu errichteten Powiat Krapkowicki. 1962 erfolgte die Eingemeindung des auf der gegenüberliegenden Seite der Oder liegende Otmęt (deutsch Ottmuth). Das Hochwasser von 1997 traf auch Krappitz.

Otmęt / Ottmuth[Bearbeiten]

Otmęt (deutsch Ottmuth; tschechisch Otmút) liegt am rechten Oderufer gegenüber von Krapkowice. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ocnant 1223 mit einer Pfarrkirche. 1302 wurde die im frühen 13. Jahrhundert gegründete Flößersiedlung als Othmant bezeichnet, was später zu Ottmuth wurde. 1316 gelangte Ottmuth in den Besitz der Familie Strala (auch Strzela oder auch Schilhans, alttschechisch für Schielauge) und 1511 an Lukas Buchta von Buchtitz (Buchta z Buchtic), der 1532 starb. Er begann mit dem Bau einer Burg, die von den Herren von Oppersdorff, die Ottmuth 1631 erworben hatten, nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Kriegs wieder aufgebaut wurde.

Nach der Neugliederung der preußischen Provinz Schlesien wurde Ottmuth 1816 dem Landkreis Groß Strehlitz eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb.[4] Seit dem 1. Januar 1874 bildete Ottmuth den gleichnamigen Amtsbezirk.[5] Der industrielle Aufschwung Ottmuths begann erst 1930 mit dem Verkauf einer großen Landfläche durch den letzten Besitzer Graf Sponeck an den tschechischen Schuhfabrikanten Tomáš Baťa, der die Ota Schlesische Schuhwerke Ottmuth AG gründete. Diese Schuhfabrik genoss einen überregionalen Ruf, erlebte ihre Blütezeit jedoch erst in der sozialistischen Volksrepublik Polen. Während der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in Ottmuth vom 16. Juli 1940 bis zum Juni 1944 ein Zwangsarbeitslager für Juden. Die Inhaftierten wurden in der Schuhfabrik und bei kleineren örtlichen Unternehmen sowie zum Bau der Reichsautobahn (heute modernisierte polnische A4) eingesetzt. Nach dem Übergang an Polen nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 wurde Ottmuth in Otmęt umbenannt. Es wurde 1954 zur stadtartigen Siedlung erhoben und 1962 nach Krapkowice eingemeindet.

Wappen[Bearbeiten]

Der Schild ist gespalten; rechts in Blau ein halber goldener Adler am Spalt, links in Blau ein halbes silbernes Rad am Spalt. Das älteste Siegel der Stadt, ebenso beschaffen wie das älteste vorhandene Wappen von 1406, stammt aus dem Jahre 1396.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Vor der Städtepartnerschaft mit Wissen bestand bereits eine Partnerschaften zwischen den jeweiligen Landkreisen sowie dem Kopernikus-Gymnasium in Wissen und dem Jan-Kiliński-Lyzeum in Krapkowice.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Krapkowice[Bearbeiten]

Schloss in Krapkowice
  • Die dem hl. Nikolaus geweihte Pfarrkirche ist eine ursprünglich romanische Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Umbauarbeiten wie der Anbau der Rosenkranzkapelle 1400 und eines Seitenschiffs im 15. Jahrhundert, der Wiederaufbau nach einem Brand 1772 sowie weitere Veränderungen in den Jahren 1932 und 1945 führten zum gänzlichen Verlust der ursprünglichen Stilmerkmale. Im Inneren der Kirche befinden sich ein Taufstein aus dem 16. Jahrhundert, Gemälde aus dem 18. Jahrhundert sowie die Grabplatten der Familie von Rhedern.
  • Das 1678 auf der Stelle eines älteren Baus aus dem 16. Jahrhundert entstandene Schloss ist ein rechteckiges, zweigeschossiges Barockgebäude mit Mansarddach und umlaufenden Kreuzgang im Innenhof. Das zum Schloss gehörende Gut war ursprünglich im Besitz der Familie von Redern und war 1769 der Familie von Haugwitz, unter dessen Herrschaft 1888 die erste Grundrenovierung stattfand. Heute befindet sich im Gebäude die Krapkowicer Berufsschule.
  • Das um die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert errichtete und 1508 umgebaute Obertorhaus ist ein quadratischer Bruchsteinbau mit Attika und Schießscharten. Es ist das letzte Überbleibsel der ehemaligen Stadtmauer, die vom 14. Jahrhundert bis 1829 bestand und die Stadt mit insgesamt vier Einfahrtstoren umringte.

Krapkowice-Otmęt / Ottmuth[Bearbeiten]

Kirche Mariä Himmelfahrt in Otmęt
  • Die Schlossruine in Ottmuth stammt von dem im 16. Jahrhundert errichteten Schloss, an dessen Stelle eine ältere Burg stand. Das 1608 umgebaute Schloss war seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts unbewohnt und wurde dem Verfall preisgegeben.
  • Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche Mariä Himmelfahrt war ab 1302 im Besitz des Klosters Himmelwitz und um 1600 mit einer Wehrmauer umgeben. 1723 erfolgte der Erwerb des nahe gelegenen Schlossturms und 1902 eine Vergrößerung der gesamten Kirche, die 1945 niederbrannte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie wiederaufgebaut, wobei der Turm und einige architektonische Konstruktionsteile als Stützpfosten aus dem ursprünglichen Gebäude übernommen und so gerettet werden konnten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Krapkowice war ein oberschlesisches Zentrum der Leder-, Papier-, und Zementindustrie. Heute ist davon nur noch die Papier- und Lederindustrie übrig.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Krapkowice verlaufen die Autobahn 4 (Grenzübergang Ludwigsdorf, Deutschland–BreslauKatowiceKrakau–Grenzübergang Korczowa/Krakiwez, Ukraine), die Fernverkehrsstraßen 45 (OpoleKoźle) und 416 (Krappitz–GłogówekRacibórz) sowie Verbindungsstraßen nach Prudnik und über die Oder nach Gogolin und Strzelce Opolskie.

Schienen- und Busverkehr[Bearbeiten]

Von Krapkowice verkehren mehrere öffentliche Buslinien in die umliegenden Dörfer und Städte sowie in nahe gelegenen Großstädten wie Oppeln. Reisebusse verschiedener privater Gesellschaften verkehren täglich zwischen Krapkowice und Deutschland sowie den Niederlanden.

Krappitz war ab dem 3. Dezember 1896 an das Eisenbahnnetz der Neustadt-Gogoliner Eisenbahn-Gesellschaft angeschlossen, das von Neustadt nach Gogolin führte. Der Krappitzer Bahnhof befand sich in der Nähe der drei Papierfabriken. In Ottmuth befand sich ein Bahnhof nahe der Schuhfabrik. Die Stilllegung des Eisenbahnnetzes erfolgte in den letzten Jahren. Der nächste aktive Regionalbahnhof befindet sich in Gogolin, der nächste Fernbahnhof in Oppeln.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der etwa zwölf Kilometer entfernte Flughafen Opole befindet sich im Dorf Kamień Śląski (deutsch Groß Stein) in der Gemeinde Gogolin. Die nächsten internationalen Flughäfen sind der Flughafen Katowice und der Flughafen Breslau.

Schiffsverkehr[Bearbeiten]

Die Oder diente bereits früh der Binnenschifffahrt, weist aber einen deutlichen Rückgang in den jährlichen Transportzahlen auf. So konnten nach dem Zweiten Weltkrieg jährlich rund 23 Millionen Tonnen Güter befördert werden, heute sind es nur noch 9 Millionen Tonnen. Durch das Projekt Odra 2006 soll zukünftig ein jährliches Transportvolumen von 20 Millionen Tonnen erreicht werden.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Die Schuhfabrik in Ottmuth

Neben mittelständischen Unternehmen unterschiedlicher Branchen befinden sich folgende Unternehmen der Großindustrie in Krapkowice:

  • Papierfabrik Metsä Tissue
  • Schuhfabrik Otmęt Zbyt
  • Paul Schockemöhle Logistics

Jedoch handelt es sich dabei um vergleichsweise kleine Teile, die aus der ehemaligen Papierfabrik ZP Krapkowice und der ehemaligen Schuhfabrik Otmęt hervorgegangen sind.

Medien[Bearbeiten]

In Krapkowice erscheinen die Wochenzeitungen Tygodnik Krapkowicki und Kurier Krapkowicki in polnischer Sprache. Darüber hinaus erscheint seit 1950 vier Mal jährlich das deutschsprachige Krappitzer Heimatblatt in Köln. In früheren Zeiten erschienen in Krappitz das Krappitzer Stadtblatt (gegründet 1864) und die Krappitzer Zeitung (gegründet 1924).

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Gemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Krapkowice zählt auf einer Fläche von 97,44 km² rund 24.000 Einwohner und gliedert sich neben dem gleichnamigen Hauptort in folgende Schulzenämter:

  • Borek (Borek; 1936–45: Waldwinkel)
  • Dąbrówka Górna (Dombrowka a./Oder.; 1934–45: Eichtal)
  • Gwoździce (Forellengrund; bis 1914: Gwosdzütz)
  • Kórnica (Körnitz)
  • Nowy Dwór Prudnicki (Neuhof)
  • Pietna (Pietna; 1936–45: Teichgrund)
  • Rogów Opolski (Rogau)
  • Steblów (Stöblau)
  • Ściborowice (Stiebendorf)
  • Żużela (Zuzella; 1934–45: Schlacken)
  • Żywocice (Zywodczütz; 1934–45: Oderwiese)

Die Gemeinde umfasst noch die Dörfer Jarczowice (Jarschowitz; 1936(?)–45: Heimattreu), Ligota (Ellguth), Posiłek (Poschillek; 1936–45: Waldesruh) und Wesoła (Wessola; 1936(?)–45: Waldeslust), die obigen Ortsteilen zugeordnet sind.

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hugo Weczerka (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten. Schlesien. Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 116–123 (Kröners Taschenausgabe 316), S. 247f.
  • Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 487–489 (Krappitz) u. S. 391–392 (Ottmuth)
  • Johannes Chrząszcz: Geschichte der Stadt Krappitz in Oberschlesien. Nischkowsky, Breslau 1932 (djvu-Datei)
  • Danuta Emmerling (Hrsg.): Reiseführer zu den Sehenswürdigkeiten des Oppelner Landes. ADAN, Oppeln 2005, ISBN 83-915371-8-8
  • Ryszard Emmerling (Hrsg.): Zaklady Papiernicze w Krapkowicach S.A.. 1901–2001. ADAN, Oppeln 2000, ISBN 83-908136-6-1
  • Paul Haberecht (Hrsg.): Krappitz. Die schöne alte Stadt an der Oder. Krappitz o.J. (ca. 1936)
  • Urząd Miasta i Gminy Krapkowice, Józef Szulc: Krapkowice. Europa tu. 710 lat Krapkowic. Agencja Reklamowo-Wydawnicza TRICK, Krapkowice 2004, ISBN 83-919631-2-8
  • Ralph Michael Wrobel: Der Wassermann an der Hotzenplotz. Sage und Brauch im Oberglogauer Land. Senfkorn, Görlitz 2005, ISBN 3-935330-17-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krapkowice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 24. Dezember 2014.
  2. http://www.czech-heritage.com/rejstrik/944/buchta_z_buchtic.html
  3. Landkreis Oppeln
  4. http://www.territorial.de/obschles/grstrehl/gem1945.htm
  5. Amtsbezirk Ottmuth