Krasnopol (Munition)

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2K52 Krasnopol

2K25 Krasnopol.jpg

Allgemeine Angaben
Typ: gelenktes Artilleriegeschoss
Hersteller: Ischmasch & KBP
Entwicklung: 1987
Indienststellung: 1995
Stückpreis: 33.000-37.000 USD
Technische Daten
Länge: 1,305 m
Durchmesser: 152 mm
Gefechtsgewicht: 50,5 kg
Reichweite: 20 km
Ausstattung
Zielortung: passive Laser-Zielsuchlenkung
Gefechtskopf: 20,5 kg Splittergefechtskopf
Zünder: Aufschlagzünder
Waffenplattformen: 152 mm Haubitzen
155 mm Haubitzen
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Die Krasnopol ist eine kanonenverschossene präzisionsgelenkte Artilleriegranate aus russischer Produktion. Der GRAU-Index lautet 2K25 Krasnopol.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Systementwicklung bei den Herstellern Konstruktionsbüro für Gerätebau (KBP) und Ischmasch NPO begann 1987. Die ersten Exemplare wurden 1995 an die russischen Streitkräfte ausgeliefert.

Technik[Bearbeiten]

Die Krasnopol wird aus herkömmlichen 152/155-mm-Kanonen und -Haubitzen verschossen. Die Treibladung schießt die Waffe aus dem Kanonenrohr. Unmittelbar nach dem Verlassen des Rohres entfalten sich die Stabilisierungs- und Lenkflügel. Die Granate folgt nun einer ballistischen Flugbahn. Beim Zielanflug steuert sie automatisch zu dem durch einen Laser markierten Zielpunkt. Das Ziel muss durch einen vorgeschobenen Artilleriebeobachter für 5 bis 15 Sekunden kontinuierlich mit einem Laser beleuchtet (markiert) werden. Da verschiedene Laserfrequenzen benutzt werden können, können auch mehrere Krasnopol gleichzeitig verschiedene Ziele bekämpfen. Ebenso können mehrere Krasnopol auf ein einzelnes Ziel verschossen werden. Krasnopol kann Ziele bekämpfen, die sich mit bis zu 36 km/h fortbewegen.

Varianten =[Bearbeiten]

  • 2K25 Krasnopol: Standardversion für Rohrkaliber 152 mm; maximale Schussdistanz 20.000 m.
  • 2K25M Krasnopol-M: Version für Rohrkaliber 155 mm; maximale Schussdistanz 25.000 m.
  • 2K25M1 Krasnopol-M1: Leichtgewicht-Version für Rohrkaliber 152 mm; maximale Schussdistanz 22.000 m.

Einsatz[Bearbeiten]

Krasnopol wurde während der Konflikte in Tschetschenien, Dagestan und Georgien eingesetzt.

Verbreitung[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]