Krasnosnamensk (Kaliningrad)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stadt
Krasnosnamensk/
Lasdehnen (Haselberg)

Краснознаменск
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Krasnosnamensk
Erste Erwähnung 1521
Frühere Namen Lasdehnen (bis 1938)
Haselberg (1938–1946)
Stadt seit 1946
Fläche km²
Bevölkerung 3522 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 440 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 30 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 40164
Postleitzahl 238730
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 218 501
Geographische Lage
Koordinaten 54° 57′ N, 22° 30′ O54.9522.530Koordinaten: 54° 57′ 0″ N, 22° 30′ 0″ O
Krasnosnamensk (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Krasnosnamensk (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kaliningrad‎
Liste der Städte in Russland
Kirche von Krasnosnamensk und Scheschuppe

Krasnosnamensk (russisch Краснознаменск, Bedeutung in etwa „Rotbannerstadt“, deutsch bis 1938 Lasdehnen, 1938–1946 Haselberg, litauisch Lazdynai) ist eine Stadt mit 3522 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010)[1] im ehemaligen Ostpreußen, in der heutigen Oblast Kaliningrad, Russland.

Die Stadt ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Krasnosnamensk und der städtischen Gemeinde Krasnosnamenskoje gorodskoje posselenie, zu der außer Krasnosnamensk noch die Siedlungen Chlebnikowo (russisch Хлебниково, deutsch Schilleningken, 1938–45 Ebertann) (329 Einwohner, Stand 14. Oktober 2010)[1] und Samarskoje (russisch Самарское, deutsch Bergershof) (42 Einwohner, Stand 14. Oktober 2010)[1] gehören.

Geographie[Bearbeiten]

Krasnosnamensk liegt im Osten der Oblast nahe der Grenze zu Litauen inmitten eines vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Rajons. Durch Krasnosnamensk fließt die Šešupė (Scheschuppe).

Geschichte[Bearbeiten]

Eine erstmalige Erwähnung des Ortes fand 1521 statt, damals als Dorf mit dem deutschen Namen „Haselpusch“. Der seit Beginn des 18. Jahrhunderts verwendete Name Lasdehnen ist von dem litauischen Wort „ladz“ abgeleitet, welches „Haselnuss“ bedeutet. Bereits 1578 war im Dorf eine Kirche vorhanden, die jedoch 1661 abbrannte. Der Nachfolgebau musste 1869 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Die heute noch vorhandene Kirche wurden in den Jahren 1874–1877 im neugotischen Stil errichtet. Lasdehnen entwickelte sich zum wichtigsten Marktflecken an der unteren Scheschuppe. 1663 wurde eine Wassermühle in Betrieb genommen, aus der sich bis zum 20. Jahrhundert eine der größten Mühlen im Kreis Pillkallen entwickelte.

Der Ort wurde 1944/45 im Gegensatz zur damaligen Kreisstadt Pillkallen kaum zerstört und übernahm seither deren Funktionen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1885 1294
1910 1857
1933 2065
1939 2070
1959 2843
1970 2911
1979 3392
1989 3894
2002 3751
2010 3522

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neben der neugotischen Kirche blieben einige weitere Bauten aus der Vorkriegszeit erhalten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Krasnosnamensk gibt es kleine Betriebe der Forstwirtschaft und Lebensmittelindustrie (Käsefabrik).

Durch die Stadt führt die Regionalstraße R508 von Kaliningrad über Snamensk (Wehlau) und Gussew (Gumbinnen) nach Neman (Ragnit), von der hier die R511 durch den Ostteil des Rajons und weiter nach Nesterow (Stallupönen/Ebenrode) abzweigt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Krasnosnamensk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien