Krauschwitz (Teuchern)

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51.11666666666711.966666666667204Koordinaten: 51° 7′ 0″ N, 11° 58′ 0″ O

Krauschwitz
Stadt Teuchern
Höhe: 204 m
Fläche: 12,39 km²
Einwohner: 565 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Eingemeindet nach: Teuchern
Postleitzahl: 06682
Vorwahl: 034443
Deuben Gröben Gröbitz Krauschwitz Nessa Prittitz Trebnitz Teuchern BurgenlandkreisKarte
Über dieses Bild

Lage von Krauschwitz in Teuchern

Krauschwitz ist ein Ortsteil der Einheitsgemeinde Stadt Teuchern im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Bebauung am Hufeisen in Krauschwitz
Fachwerkhaus und Gutshaus in Kostplatz (Krauschwitz)

Geografie[Bearbeiten]

Krauschwitz liegt zwischen Halle (Saale) und Gera im Tal der Rippach, welche im Ortsteil Kistritz entspringt.

Als Ortsteile der Ortschaft sind ausgewiesen:

  • Kistritz
  • Reußen
  • Krauschwitz
  • Krössuln

Geschichte[Bearbeiten]

Krauschwitz wurde im Jahr 1135 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Ortsteil Krauschwitz war 1651 von Hexenverfolgung betroffen. Die Witwe von Barthel Hoyer, eine ältere Frau, und ihre Tochter gerieten in einen Hexenprozess. Die Mutter starb unter der Folter.[1]

Aus der Stadt Teuchern und den Gemeinden Deuben, Gröben, Gröbitz, Krauschwitz, Nessa, Prittitz und Trebnitz wurde zum 1. Januar 2011 per Gesetz[2] die Einheitsgemeinde Stadt Teuchern gebildet. Mit Bildung der neuen Stadt werden die an der Neubildung beteiligte Stadt und die beteiligten Gemeinden aufgelöst. Außerdem hört die Verwaltungsgemeinschaft Vier Berge-Teucherner Land, in der alle vereinigten Gemeinden organisiert waren, auf zu existieren.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat der ehemaligen Gemeinde setzte sich aus 9 Ratsmitgliedern zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehm. Bürgermeister Hans Püschel wurde erstmals 1990 und zum zweiten Mal am 13. Mai 2001 gewählt. Er ist im Jahr 2010 von der SPD zur NPD übergetreten und war Kandidat der NPD für die Landtagswahl 2011.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1995 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Saint-Jean-Bonnefonds in Frankreich.

Trinitatiskirche in Kistritz

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Barockkirche im Ortsteil Kistritz mit ihrem weithin sichtbaren gedrehten und 'schiefen' Turm ist das höchste und bedeutendste Bauwerk der Gemeinde. In dem von der alten Wehrkirche gebliebenen Teil, der Sakristei, steht ein schöner Flügelaltar, der aber gegenwärtig als Leihgabe in einer Ausstellung des Naumburger Domkapitels gezeigt wird.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Trinitatiskirche, welche 1996 zur 300-Jahr-Feier abschließend saniert wurde
  • Kirche in Krössuln
  • Fachwerkhäuser, Bauernhäuser und Herrenhäuser
  • Gedenktafel in Krössuln für die Toten der Weltkriege

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Pfingstbier und das Frühlingsfest der Freiwilligen Feuerwehr immer über die Pfingstfeiertage, Faschingsveranstaltungen sowie der Weihnachtsmarkt in Krössuln, der immer in der ersten Woche im Dezember stattfindet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Von Bedeutung sind mehrere Windkraftanlagen und die Rastanlagen "Osterfeld" beiderseits der A9 sowie die Autowerkstatt Fa. Sperhake. Ansonsten ist das Dorf geprägt von landwirtschaftlicher Nutzung.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesautobahn 9 verläuft westlich an Krauschwitz vorbei; die nächste Anschlussstelle ist Naumburg (Nr. 21 a), etwa 4 Kilometer südlich gelegen. Der Haltepunkt Krauschwitz (Teuch) an der Bahnstrecke Naumburg–Teuchern wird seit Dezember 2011 nicht mehr im Schienenpersonennahverkehr bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 625-627.
  2. Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt den Landkreis Burgenlandkreis betreffend.

Weblinks[Bearbeiten]