Kredithai

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Kredithai ist eine umgangssprachliche Metapher für einen unseriösen Kreditgeber oder Kreditvermittler, der außerhalb des staatlich überwachten Finanzwesens auftritt.[1][2]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Typisch für einen Kredithai sind:

  • Der Kredit wird zu besonders hohen, ggf. sittenwidrigen Zinsen, angeboten (daher die Anspielung auf die Haien nachgesagte Gier).
  • Der Kredit wird Kunden mit schlechter Bonität gewährt. Die Ausfallwahrscheinlichkeit bei der Kreditrückzahlung ist von Beginn an hoch.
  • Der Kredit wird ohne Kreditsicherheiten als Blankodarlehen gestaltet.
  • Der Kreditgeber arbeitet ohne Genehmigung der Bankenaufsicht (in Deutschland die BaFin) und damit illegal.
  • Bei der Eintreibung fälliger Raten oder Rückzahlungen wird mit illegalen Maßnahmen bis hin zur Gewalt gedroht (daher die Anspielung auf die den Haien nachgesagte Gewaltbereitschaft).

Illegales Kreditgeschäft steht oft auch im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans E. Büschgen: Das kleine Bank-Lexikon. Verlag Wirtschaft und Finanzen im Schäffer-Pöschel-Verlag, 3. Auflage 2006. ISBN 3-87881-180-2, S. 584
  2. Merk, Gerhard: Finanzlexikon. Universität Siegen, S. 702
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