Kreditklemme

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Kreditklemme (englisch credit crunch) ist eine Zurückhaltung der Kreditinstitute, anderen Marktteilnehmern aus dem Nichtbankensektor, Kredite zu gewähren (abhängig vom Zinssatz und von der Wirtschaftlichkeit der Investitionsvorhaben). Der extreme Fall einer Kreditklemme ist die Liquiditätsfalle.

Definitionsperspektiven[Bearbeiten]

Aus Perspektive des Bankensystems besteht eine Kreditklemme, wenn einzig aufgrund von Refinanzierungsproblemen (mangelnde Liquidität an Zentralbankgeld) der jeweiligen Kreditinstitute weniger Kredite vergeben werden (können).[1][2]

Aus volkswirtschaftlicher sowie Unternehmerperspektive wird stärker auf die aus einer Kreditklemme ungünstige Auswirkung auf die Wirtschaftslage fokussiert.[3] Erfahrungsgemäß beginnt eine Kreditklemme am Punkt unerwarteter Entwertung der Aktiva-Positionen[4] (wie beispielsweise Abschreibungen von Wertpapieren,[5] typischerweise auch 1931 Ausfälle von Kreditforderungen), was die Kreditinstitute selbst bei ausreichender Refinanzierungsmöglichkeit grundsätzlich vorsichtiger, also weniger Kredit vergeben lässt.[6][7]

Abgrenzung[Bearbeiten]

Strenggenommen liegt also keine Kreditklemme vor, wenn eine Kreditvergabe nur an der schlechten Bonität oder an mangelnden Sicherheiten eines Kreditnehmers scheitert. Gesetzliche oder sonstige bankaufsichtsrechtlichen quantitativen oder qualitativen Begrenzungen der Kreditvergabe durch Kreditinstitute sind hinzunehmen und müssen umgesetzt werden. Wenn dies zu einer Einschränkung der Kreditvergabe führt, ist dies nicht von den Kreditinstituten zu verantworten.[8] Nachfragebedingte Rückgänge des Kreditvolumens sind aus einzelwirtschaftlicher Perspektive kein Kriterium für eine Kreditklemme. Dieser exogene Faktor wird ausschließlich auf das (verminderte) Nachfrageverhalten der Kreditnehmer, abhängig von Nachfragefaktoren wie Bruttoinlandsprodukt und Investitionsquote, zurückgeführt. Allerdings führt restrive(re) Kreditvergabe bzw. die Furcht vor generell sinkenden Kreditvolumen zu (eigener) Ausgabenzurückhaltung der Unternehmer und somit in Folge auch zu reduzierter Kreditnachfrage.[9] Aus gesamtsektoral rückläufiger Nettokreditaufnahme kann also auch ein sinkendes Kreditangebot (durch die Geschäftsbanken) nachfolgen - die Tendenz zu weiter sinkenden Kreditvolumen. Eine dann daraus entstehende Kreditklemme kann eine sich selbst verstärkende Deflationsspirale in Gang setzen,[10] die bereits bestehende Absatzkrise weiter verschärfen.[11]

Sinkende Kreditvolumen[Bearbeiten]

Wenn angebotene Kreditvolumen sinken, so kann dies auf mehrere Ursachen (isoliert oder kombiniert) zurückzuführen sein:

  • Die Liquiditätslage der Kreditinstitute verschlechtert sich, sodass ihnen die Refinanzierung für zusätzliche Kreditgewährungen fehlt.
  • Die Risikotragfähigkeit der Kreditinstitute verschlechtert sich stark, sodass sie keine zusätzlichen Risiken tragen können. Dies kann folgende Ursachen haben:
    • Verluste zehren das Eigenkapital der Kreditinstitute auf.
    • Kreditversicherungen (z.B. Credit Default Swaps) erweisen sich als wertlos, sodass die hiermit besicherten Kredite mit Eigenkapital unterlegt werden müssen, das dann zur Unterlegung von zusätzlichen Kreditrisiken nicht mehr zur Verfügung steht.
    • Die Bonitätslage der potenziellen Kreditnehmer verschlechtert sich, sodass dennoch gewährte Kredite mit einem erhöhten Kreditrisiko verbunden wären. Mit gegebenem Eigenkapital können nur noch weniger Kredite gegeben werden.
    • Die Kreditinstitute sind bei verschlechterter Liquiditätslage nicht bereit, Inkongruenzen (also liquiditätsmäßig nicht oder nicht deckungsgleich refinanzierte Kredite) hinzunehmen, da ihr Eigenkapital die Zinsänderungsrisiken nicht tragen kann.
    • Gesetzliche oder sonstige bankaufsichtsrechtliche Restriktionen wirken sich auf die Kreditvergabepolitik der Kreditinstitute aus, wenn diese Restriktionen höhere Anforderungen an die Eigenmittelunterlegung stellen.
  • Kreditinstitute bevorzugen andere Risiken als Risiken aus der Kreditgewährung, wenn erstere lukrativer sind (z.B. Finanzderivate).

Das nachgefragte Kreditvolumen kann z.B. sinken,

  • wenn Kreditnehmer aufgrund pessimistischer Prognosen keine Investitionen planen und ihre Betriebsmittel zurückführen.
  • wenn die Liquiditätslage der Kreditnehmer ausreichend ist.
  • wenn die vorhandenen Kreditnehmer nicht bereit oder in der Lage sind, die erhöhten Besicherungsanforderungen der Kreditinstitute zu erfüllen. Dazu gehört auch die erhöhte Anforderung an die Werthaltigkeit von banküblichen Sicherheiten.
  • wenn die potenziellen Kreditnehmer nicht bereit oder in der Lage sind, die erhöhten Bonitätsanforderungen der Kreditinstitute zu erfüllen.

Risikogewichtete Aktiva und Ratingproblem[Bearbeiten]

Aufsichtsrechtlich von besonderer Bedeutung ist die sogenannte Kernkapitalquote, deren Höhe nicht nur von der absoluten Höhe des anerkennungsfähigen Eigenkapitals abhängt, sondern vor allem von den risikogewichteten Aktiva, also insbesondere von Kreditbeständen der Kreditinstitute. Verschlechtert sich das Rating innerhalb der risikogewichteten Aktiva, dann vermindert sich auch die Kernkapitalquote bei sonst unveränderten Verhältnissen und reduziert die Möglichkeit zu weiterer Kreditvergabe.

Die aufsichtsrechtlichen Vorgaben sind von den Instituten hinzunehmen und bei der Kreditvergabe umzusetzen. Sind nun derartige Auflagen prozyklisch wie die Solvabilitätsverordnung, dann verschärfen sie in der Krise die Kreditsituation überproportional. Andererseits können hohe bankaufsichtliche Anforderungen die finanzielle Widerstandsfähigkeit der Kreditinstitute in der Krise fördern.[12]

Um die Kernkapitalquote wieder zu erhöhen, müssen die Kreditinstitute entweder die Risikoaktiva verringern oder das Kernkapital vergrößern. Vor diesem Hintergrund besteht insbesondere die Gefahr, dass die Kreditinstitute die Anzahl und die Höhe der Unternehmenskredite insgesamt verringern.[13][14]

Bonitätslage der Kreditnehmer[Bearbeiten]

Wenn sich die Bonität vieler Kreditnehmer verschlechtert – warum auch immer – wirkt sich dies auf die Kreditvergabepolitik der Banken aus. Bei unveränderter Risikobereitschaft sind die Kreditinstitute dann tendenziell nur zu restriktiver Kreditgewährung bereit und diskriminieren stärker zwischen akzeptabler und nicht akzeptabler Bonität.[15]

Besicherungsanforderungen[Bearbeiten]

Bei unveränderter Risikobereitschaft sind die Institute nur dann bereit, Kunden mit verschlechterter Bonität Kredite zu gewähren, wenn diese Sicherheiten stellen oder bestehende Sicherheiten verstärken. Insbesondere in konjunkturellen Schwächephasen steigen auch die Anforderungen der Banken an die Werthaltigkeit vorhandener oder angebotener Kreditsicherheiten.

Solvabilitätsverordnung[Bearbeiten]

Die SolvV schreibt umfangreiche Kreditkontingentierungen vor, die sich aus dem individuellen Rating der Kreditnehmer, der Kreditart und den Kreditsicherheiten ergeben. Sie zielt insbesondere auf flexible und risikosensitive Methoden zur Erfassung und Unterlegung von Kreditrisiken ab. Bei Konjunkturrückgängen werden die Anforderungen an Eigenkapitalunterlegung erhöht, obwohl zur Belebung der Konjunktur die Erhöhung des Kreditangebots erforderlich wäre. In konjunkturell guten Zeiten werden wiederum die Unterlegungspflichten infolge von Heraufstufungen der Schuldner gemindert. Die Eigenkapitalvorschriften wirken also prozyklisch, denn sie verstärken gute wie auch schlechte Phasen.[16][17] Diese prozyklische Wirkung ist mit der Gefahr verbunden, dass die Banken in der Rezession oder gar ausgeprägten Konjunkturkrisen tendenziell zu wenig Kredite vergeben und in Boomjahren möglicherweise zu leichtfertig Darlehen gewähren (siehe auch Bubble Economy).

Systemrelevanz[Bearbeiten]

Eine Kreditklemme reduziert also die Einnahmen der Ökonomie, die (zukünftigen) Ertragssaussichten sinken, Investitionen werden zurückgestellt und auch insofern weniger Kredit nachgefragt. Wenn die gewohnten Einnahmen von Bankschuldnern so weit sinken, dass diese ihre Bankverbindlichkeiten nur unzureichend bedienen können, entwertet dies die Aktiva-Positionen (Kreditforderungen) in den Bankbilanzen weiter[18] und die deshalb sinkende Eigenkapitalquote verschärft die Kreditklemme. Eine Erhöhung der Auflagen (Eigenkapitalquoten) für europäische Kreditinstitute (Basel III)[19] wird insofern auch nicht einzig positiv bewertet.[20]

Besteht eine Kreditklemme oder wird diese vom Bankensystem befürchtet, wird die Kreditvergabe stärker rationiert, die Bonität potenzieller Kreditnehmer strenger geprüft. Bestehen Bankkunden die Bonitätsprüfung nicht, wird von Seiten des Bankensektors gerne darauf hingewiesen, dass von einer Kreditklemme nicht zu sprechen ist, wenn Kunden über mangelnde Bonität verfügen und Kreditgewährung insofern abzulehnen ist, bzw. wenn Kreditstandards in konjunkturellen Schwächephasen generell verschärft werden (müssen).[21] Die makroökonomische Gegenabhängigkeit bleibt dabei ausgeblendet.[22][23]

Gegenmaßnahmen[Bearbeiten]

Eine Kreditklemme hat makroökonomische Folgen - häufig trotz Niedrigzinspolitik. Auch die Gründung von Bad Banks zielt darauf ab, das Eigenkapital der Banken zu entlasten und insofern die Kreditvergabe zu erleichtern. Im Oktober 2008 wurde im Rahmen des deutschen Finanzmarktstabilisierungsgesetzes das für deutsche Banken gültige Insolvenzrecht befristet (bis 31. Dezember 2013) gelockert[24] und im November 2012 die Entfristung beschlossen.[25][26][27]

Vollzuteilungspolitik[Bearbeiten]

Die Deutsche Bundesbank gab 2010 an: „Viele Unternehmen stellten Investitionen zurück oder konnten geplante Investitionen mangels Bankkrediten nicht finanzieren. Das löste in vielen Ländern rund um den Globus einen ungewöhnlich scharfen Einbruch der Wirtschaftstätigkeit aus. Zum Beispiel ging das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2009 um 5,2 Prozent zurück.“[28] „Um Liquiditätsengpässe im internationen Zahlungsverkehr zu verhindern, ging das Eurosystem im Zuge der Krise auf eine Vollzuteilungspolitik über - dass Banken die Vergabe von Krediten an die Wirtschaft nicht einschränken, um also eine Kreditklemme zu vermeiden.“[29]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Verschärfung zur Great Depression in den 1930ern erkennt Ben Bernanke in maßgeblichem Zusammenhang zu der damals wirkenden Kreditklemme (credit crunch).[30] Sogar der Börsencrash von 1929 wurde teilweise in ursächlichem Zusammenhang verstanden.[31] Aus der Deutschen Bankenkrise (1931) zog Hans Gestrich den Schluss, dass „der Staat den Zusammenbruch der großen Geschäftsbanken keinesfalls geschehen lassen darf, weil das gleichbedeutend wäre mit der Zerstörung eines Teils des Zahlungsmittelsystems und unabsehbaren Zerstörungen in der Wirtschaft - einem plötzlichen Deflationsschock für die gesamte Volkswirtschaft.“[32]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oesterreichische Nationalbank: Definition Kreditklemme
  2. Deutsche Bundesbank: Die Geldpolitik des Eurosystems Unter: Sondermaßnahmen des Eurosystems, Vollzuteilungspolitik:
    „Im Zuge der Krise ging das Eurosystem auf eine Vollzuteilungspolitik über, bei der es den Geschäftsbanken bei Refinanzierungsgeschäften jeden von ihnen gewünschten Betrag an Zentralbankgeld zur Verfügung stellte – sofern sie ausreichend Sicherheiten stellen. Ein Zweck dieser Maßnahme ist zu verhindern, dass es im Zahlungsverkehr zu krisenhaften Liquiditätsengpässen kommt. Daneben soll damit einer „Kreditklemme“ vorgebeugt werden – dass nämlich Banken die Vergabe von Krediten an die Wirtschaft einschränken, weil sie befürchten, sich benötigtes Zentralbankgeld wegen der allgemeinen Vertrauenskrise nicht über den Geldmarkt beschaffen zu können."
  3. Gabler Wirtschaftslexikon: Definition Kreditklemme
  4. Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. (5. Auflage) München 2009. (online) S. 706.
  5. Ludwig Sperk, Manfred Wilsdorf: Die Liquiditatsverhaltnisse der deutschen Sparkassen. Berlin 1956. (online) S. 161.
  6. Gabler Wirtschaftslexikon: Definition Kreditklemme:
    „Selbst wenn das Bankensystem mit ausreichend Liquidität durch die Notenbank versorgt wird, reichen die Banken bei einer Kreditklemme die Liquidität nicht weiter, da sie diese selbst für die Aufrechterhaltung ihrer Zahlungsfähigkeit benötigen.“
  7. Paul J. J. Welfens: Finanzinnovationen, Wachstum und Transatlantische Bankenkrise. In: Innovation und Internationalisierung: Festschrift Für Norbert Koubek. Heidelberg 2010. (online) S. 311:
    „Da regulatorisch von den Basel-I/II-Regeln 8% Eigenkapitalquote als Minimum für die Banken vorgeschrieben war, bedeuten Verluste bei Banken ein Sinken des Eigenkapitals im Bankensektor und mithin verschlechterte Aussichten für eine Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte.“
  8. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF; 6,0 MB) S. 216, Ziffer 368:
    „Für einen Rückgang des Kreditangebots in Europa spricht, dass die Banken in der Krise ihre Standards für die Kreditvergabe verschärft haben.“
  9. Paul J. J. Welfens: Finanzinnovationen, Wachstum und Transatlantische Bankenkrise. In: Innovation und Internationalisierung: Festschrift Für Norbert Koubek. Heidelberg 2010. (online) S. 311.
  10. Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. (5. Auflage) München 2009. (online) S. 658:
    „Auf Makroebene kann diese Reaktion aber eine fatale, sich selbst bestärkende Abwärtsspirale in Gang setzen. Selbst wenn die anfänglichen Verluste relativ klein sind, können Ansteckungseffekte eine dramatische Kreditklemme auslösen.“
  11. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF; 6,0 MB) S. 59, Ziffer 100:
    „Für die konjunkturelle Entwicklung ist von Relevanz, ob sich die restriktiven Kreditbedingungen weiter verschärfen.“
  12. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF; 6,0 MB) S. 217:
    „Hängt die Kreditvergabe der Banken während einer Krise in stärkerem Maße von ihrer Eigenkapitalausstattung ab, so zeigt sich hierin ein Anstieg der Risikoaversion.“
  13. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF; 6,0 MB) S. 58, Ziffer 99:
    „Und Unternehmensumfragen liefern Anhaltspunkte dafür, dass vor allem in Griechenland, Portugal und Spanien ein wesentlich höherer Anteil von Unternehmen im Vergleich zum Beispiel zu Deutschland und Frankreich das Kreditvergabeverhalten ihrer Banken als restriktiv einschätzen.“
  14. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF; 6,0 MB) S. 76:
    „Die deutlich gesunkene Nachfrage nach Unternehmenskrediten – insbesondere von großen Unternehmen – ist der Umfrage zufolge vor allem auf die Nutzung der Innenfinanzierung durch die Unternehmen zurückzuführen.“
  15. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF; 6,0 MB) S. 216, Ziffer 368:
    „Eine zunehmende Ablehnung von Kreditanträgen kann jedoch dadurch begründet sein, dass sich die Bonität der Antragsteller verschlechtert hat.“
  16. Financial Times Deutschland, 22. April 2009: Paradigmenwechsel: Hand in Hand ins Verderben.Vorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter
  17. Christian Rugen: Das Eigenkapital der Banken im Kontext der Finanzmarktkrise
  18. OECD: Wirtschaftsausblick. Ausgabe 2003/1. Nr. 73, Juni 2003. (online) S. 54.
  19. Sebastian Mayer: Auswirkungen der Finanzmarktkrise 2008 auf den Mittelstand. Hamburg 2011. (online) S. 61.
  20. Daniel Gaschler: Basel III - Die Auswirkungen der neuen Eigenkapital-Definition für Banken. Hamburg 2013. (online) S. 49:
    „Die Stärkung der Eigenkapitalquoten ist gut, die Verschärfung der Liquiditätsbestimmungen ist gut, die Benachteiligung von Krediten an Unternehmen ist schlecht. Wir hatten in der Krise keine Kreditklemme, die derzeitige Ausformung des Regelwerks wird aber dazu führen.“
  21. Deutsche Bundesbank: Monatsbericht Januar 2009. Anlagen, S. 30.
  22. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF) S. 58, Ziffer 99:
    „Neben den Konsolidierungsbemühungen und der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit hat die europäische Bankenkrise eine konjunkturelle Relevanz, da die Strukturprobleme im Bankensektor mit Effekten für die realwirtschaftliche Entwicklung verbunden sind. Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang zu fragen, in welchem Ausmaß die Investitionstätigkeit durch angebotsseitige Beschränkungen der Kreditvergabe gebremst wird.
  23. Hans Gestrich: Kredit und Sparen. Jena 1944. S. 66:
    „Und was die Gesamtheit der Bankiers betrifft, so lehrt die Erfahrung ebenso wie theoretische Überlegung, daß je zurückhaltender die Banken in der Kreditgewährung sind, desto mehr Kredite einfrieren.“
  24. Daniel Krause: Finanzmarktstabilisierung und Insolvenz. In: Die Finanzkrise, das Wirtschaftsstrafrecht und die Moral. Berlin und New York 2010. (online) S. 338.
  25. Hermann Kulzer: Insolvenzrecht A-Z: Überschuldung
  26. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF) S. 222, Ziffer 381:
    „Eine Verzögerung bei der Bankensanierung wird häufig damit begründet, dass im Zuge einer wirtschaftlichen Erholung der Sanierungsbedarf geringer ausfallen würde. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Erholung auf sich warten lässt, wenn die Banken nicht ausreichend mit neuem Kapital ausgestattet und die Probleme für die Realwirtschaft andauern.“
  27. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2013/14: Gegen eine rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik. (PDF; 6,0 MB) S. 218, Ziffer 373:
    „Nur ein starker, gut kapitalisierter Bankensektor kann die Versorgung der Realwirtschaft mit Krediten und eine effiziente Allokation von Ressourcen gewährleisten.“
  28. Deutsche Bundesbank: Geld und Geldpolitik (PDF) S. 101.
  29. Deutsche Bundesbank: Geld und Geldpolitik. (PDF) S. 188-189.
  30. Thomas E. Hall, J. David Ferguson: The Great Depression. An International Disaster of Perverse Economic Policies. Michigan 1998. (online) P. 171.
  31. Aylmer Vallance: Very private enterprise. An anatomy of fraud and high finance. London 1955. (online) P. 85.
  32. Hans Gestrich: Neue Kreditpolitik. Stuttgart und Berlin 1936. (PDF; 647,7 KB) S. 78 f:
    „Denn bestehen bliebe, auch wenn dies nicht gesetzlich oder in anderer Form zugesichert ist, die latente Garantie des Staates gegenüber den Inhabern der Bankguthaben, deren Zahlungsmittelcharakter es unmöglich macht, ihrem Untergang gleichgültig zuzusehen. Denn dies wäre keineswegs nur ein Vermögensverlust für eine Reihe von Privatpersonen, sondern ein plötzlicher Deflationsschock für die gesamte Volkswirtschaft. Die Verbindung zwischen Staat und Kreditbanken ist somit unlösbar.“