Landkreis Hünfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen vom Landkreis Hünfeld
Landkreis Hünfeld
Deutschlandkarte, Position vom Landkreis Hünfeld hervorgehoben
50.6666666666679.7666666666667Koordinaten: 50° 40′ N, 9° 46′ O
Basisdaten (Stand 1972)
Bestandszeitraum: 1822–1972
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Verwaltungssitz: Hünfeld
Fläche: 444 km²
Einwohner: 36.371 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HÜN
Kreisgliederung: 77 Gemeinden
Landrat: Heinrich Beck (CDU)

Der Landkreis Hünfeld war ein Landkreis in Hessen. Sein Gebiet gehört heute überwiegend zum Landkreis Fulda; das Gebiet der heutigen Gemeinde Haunetal (Hauptort Neukirchen (Haunetal)) wurde an den Landkreis Hersfeld-Rotenburg abgegeben. Das Kreisgebiet umfasste eine Fläche von 444 km².[1] Seine 77 Gemeinden zählten insgesamt 36.900 Einwohner.[2] Der Kreissitz war in Hünfeld.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzte Anfang 1972 im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an den Kreis Bad Salzungen (in der DDR) sowie an die Landkreise Fulda, Lauterbach und Hersfeld (alle in Hessen).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Landkreis Hünfeld wurde 1822 im Kurfürstentum Hessen gegründet. Nach dessen Annexion durch Preußen als Folge des Deutschen Kriegs im Jahre 1866 gehörte der Landkreis zum Regierungsbezirk Kassel der preußischen Provinz Hessen-Nassau. Seit 1946 war der Landkreis Teil des deutschen Bundeslandes Hessen.[3] Im Rahmen der hessischen Kreisgebietsreform wurde er am 1. August 1972 mit dem Nachbarkreis Fulda zum neuen Landkreis Fulda zusammengeschlossen.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohner 1890 1900 1910 1925 1939 1950 1960 1961 1970
Landkreis Hünfeld[2][4] 23.508 22.515 23.179 24.466 24.884 37.789 35.000 34.454 36.371

Politik[Bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten]

Name von bis
Aloys Maier 1821 1851
Hermann Clemens Julius Heinrich Georg Wolff von Gudenberg 1851 1863
Carl Wilhelm Friedrich 1864 1879
Max Friedrich Martin Georg Fliedner 1879 1882
Martin Georg Anton von Wegnern 1882 1889
Alexander Friedrich Emil Gustav Freiher von Dalwigk zu Lichtenfels 1889 1898
Georg Hans Ludwig von Steinmann 1898 1901
Wolf Dietrich von Trotha 1901 1911
Konstantin-Magnus Mary Leopold Wilhelm Alfred von Jerin 1911 1916
Hubert Jakob Walter Ludwig 1918 1935
Konrad Fischer 1935 1936
Eberhard Wilhelm Karl Otto Heß 1937 1945
Adam Hartmann (kommissarisch) 1945 1946
Heinrich Beck 1946 1972

Gemeinden[Bearbeiten]

Gemeinden des Kreises Hünfeld mit mehr als 600 Einwohnern[2][4]:

Gemeinde 1939 1961 1970
Arzell 770
Buchenau 681 637
Burghaun 1154 1841 2121
Eiterfeld 770 1532 1683
Großenbach 750 820
Großentaft 793 975 950
Hünfeld 2772 6182 7001
Kirchhasel 620 667
Langenschwarz 664 706 681
Mackenzell 620 954 1161
Mansbach 836 1230 1246
Michelsrombach 657 864 925
Neukirchen 678 766
Rasdorf 955 1261 1308
Rothenkirchen 701 677
Steinbach 787 1089 1146
Ufhausen1 616 852 921
Wehrda 782 693

Fußnote:

1 Ufhausen: 1939 noch Oberufhausen

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HÜN zugewiesen. Es wurde bis zum 31. Juli 1972 ausgegeben.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland. 1972, Wiesbaden.
  2. a b c  Michael Rademacher: Landkreis Hünfeld. Einwohner Landkreis Hünfeld. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte. (HTML, abgerufen am 14. März 2012).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRolf Jehke: Territoriale Veränderungen in Deutschland. Abgerufen am 22. Mai 2009.
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 400.