Kreis Lüdenscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Lüdenscheid
Kreis Lüdenscheid
Deutschlandkarte, Position des Kreises Lüdenscheid hervorgehoben
51.2166677.633333Koordinaten: 51° 13′ N, 7° 38′ O
Basisdaten (Stand 1974)
Bestandszeitraum: 1969–1974
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Verwaltungssitz: Lüdenscheid
Fläche: 678,66 km²
Einwohner: 240.665 (27. Mai 1970)
Bevölkerungsdichte: 355 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LÜD
Kreisschlüssel: 05 8 31 (1974)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Fehler in Gemeindeschlüssel
Kreisgliederung: 11 Gemeinden
Lage des Kreises Lüdenscheid in Nordrhein-Westfalen
Karte
Über dieses Bild

Der Kreis Lüdenscheid ist ein ehemaliger Kreis in Nordrhein-Westfalen, der 1969 aus der kreisfreien Stadt Lüdenscheid und dem Landkreis Altena gebildet wurde. 1975 wurde er mit dem Kreis Iserlohn und der kreisfreien Stadt Iserlohn zum Märkischen Kreis mit Sitz in Lüdenscheid vereinigt.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Kreis Lüdenscheid grenzte 1974 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Kreise Iserlohn, Arnsberg, Meschede, Olpe, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Rhein-Wupper-Kreis und Ennepe-Ruhr-Kreis.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1969 wurde aus dem Landkreis der Kreis Lüdenscheid.[1]

Bereits am 1. Januar 1975 wurde der Kreis aufgelöst und dem neuen Märkischen Kreis zugeordnet.[2]

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Kreistagswahlen ab 1946[Bearbeiten]

In der Liste werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens zwei Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.[3] Die Angaben bis 1964 beziehen sich auf den Landkreis Altena.

Stimmenanteile der Parteien in Prozent

Jahr SPD CDU FDP BHE KPD
1946 44,2 46,0 6,8
1948
119521 40,6 25,7 20,5 6,6 2,6
1956 47,9 28,4 18,0 2,4
1961 45,3 33,8 20,9
1964 49,0 34,0 15,7
219692 47,7 34,2 12,5

Fußnoten

1 1952: zusätzlich: DZP: 2,0 %
2 1969: zusätzlich: NPD: 5,6 %

Landrat[Bearbeiten]

  • 1969–1974: Heinz Chmill (bis 1968 Landrat des Landkreises Altena)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde vom Landkreis Altena übernommen, da der neugebildete Landkreis Lüdenscheid überwiegend deckungsgleich mit dem Altkreis Altena war.

Kreisangehörige Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Denkmal[Bearbeiten]

Im oberen Tunnel des Busbahnhof „Sauerfeld ZOB“ befindet sich eine Eisenplatte mit einer Karte von allen Städten des ehemaligen Kreises Lüdenscheid. Diese soll bis heute an den nur sechs Jahre lang existierenden Kreis Lüdenscheid erinnern.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde der kreisfreien Stadt Lüdenscheid bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen LÜD zugewiesen. Der Landkreis Lüdenscheid übernahm dieses Unterscheidungszeichen anstelle des bisherigen AL für den Landkreis Altena. Es wurde bis in den Januar 1975 ausgegeben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Archiv für Deutsche Heimatpflege (Hrsg.): Heimatchronik des Kreises Lüdenscheid. 1. Auflage. Köln 1971.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bekanntmachung der Neufassung der Kreisordnung für das Land Nordrhein-Westfalen vom 11. August 1969 im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Nordrhein-Westfalen, Jahrgang 1969, Nr. 2021, S. 670 ff.
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 330.
  3. Quelle: Jeweiliges Heft des Statistischen Landesamtes (LDS NRW), Mauerstr. 51, Düsseldorf, mit den Wahlergebnissen auf der Kreisebene. Die Zahlen von 1948 liegen nicht vor.