Kreis Olpe
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Landschaftsverband: | Westfalen-Lippe |
| Verwaltungssitz: | Olpe |
| Fläche: | 712,14 km² |
| Einwohner: |
136.144 (31. Dez. 2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 191 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | OE |
| Kreisschlüssel: | 05 9 66 |
| NUTS: | DEA59 |
| Kreisgliederung: | 7 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Westfälische Straße 75 57462 Olpe |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Frank Beckehoff (CDU) |
| Lage des Kreises Olpe in Nordrhein-Westfalen | |
Der Kreis Olpe liegt im Süden von Nordrhein-Westfalen im Sauerland. Er gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg und ist Teil des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Sitz des Kreises ist die Stadt Olpe.
Er gehört zur Region Südwestfalen.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Der Kreis Olpe hat eine Fläche von ca. 710 km². Der Durchmesser in Nord-Süd-Ausrichtung beträgt ca.36 km, in Ost-West-Ausrichtung ca. 38 km. Der niedrigste Punkt des Kreises Olpe liegt in der Gemeinde Finnentrop nordwestlich von Rönkhausen mit 224 m über NN.
Die höchsten Punkte über NN des Kreises Olpe sind die Berge:
- Härdler (Stadt Lennestadt) 756 m
- Hohe Hessel (Gemeinde Kirchhundem) 743 m
- Wildhöfer (Gemeinde Kirchhundem) 725 m
- Riesenberg (Gemeinde Kirchhundem) 720 m
Geschichte[Bearbeiten]
Der Kreis Olpe entstand nach dem Übergang des ehemaligen Herzogtums Westfalens an Preußen im Jahr 1819, nachdem der Kreis Bilstein aufgelöst und sein Territorium zum Großteil auf den Kreis Olpe, andere Teile (wie Schönholthausen) an den Kreis Eslohe kamen. Erster Landrat war Caspar Ferdinand Freusberg.
Im Gegensatz zu verschiedenen Nachbarkreisen hat der Kreis Olpe die kommunale Neugliederung von 1975 weitgehend unbeschadet überstanden. Wirtschaftlich waren Teile des Kreises Olpe in vorindustrieller Zeit wirtschaftliches Zentrum des Herzogtums Westfalens. Vor allem die Blechherstellung rund um Olpe war von überregionaler Bedeutung. Auch andere eisenindustrielle Betriebe waren von erheblicher Bedeutung. Gegen die industrielle Konkurrenz konnten diese Produkte freilich nicht bestehen. Daher kam es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem Prozess der Deindustrialisierung und Agrarisierung. Damit verbunden waren überdurchschnittlich hohe Aus- und Abwandererzahlen.
Im Wesentlichen ohne personelle Kontinuität entwickelte sich (nicht zuletzt dank einer Eisenbahnverbindung in den 1860er-Jahren) eine industrielle Blechherstellung. Außerdem waren der Bergbau und andere gewerbliche Bereiche von großer Bedeutung.
Weiterhin gab es eine bedeutende Lederindustrie bis ins 20. Jahrhundert.
Kreisgliederung[Bearbeiten]
Der Kreis Olpe gliedert sich in sieben kreisangehörige Gemeinden, von denen drei den Status "Mittlere kreisangehörige Städte" tragen.
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(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2011[2])
Nachbarkreise[Bearbeiten]
Der Kreis Olpe grenzt im Nordwesten an den Märkischen Kreis, im Nordosten an den Hochsauerlandkreis, im Südosten an den Kreis Siegen-Wittgenstein, im Süden an den rheinland-pfälzischen Landkreis Altenkirchen (Westerwald) und im Westen an den Oberbergischen Kreis.
Politik[Bearbeiten]
Landrat[Bearbeiten]
| Landrat (seit 1945) | Amtszeit |
| Heinrich Otto Spies | 11. April 1945–20. Juli 1945 |
| Richard Klewer | 21. Juli 1945–21. Februar 1946 |
| Josef Schrage (CDU) | 19. Juni 1946–22. Okt. 1953 |
| Josef Metten (CDU) | 1. Nov. 1953–30. Juli 1966 |
| Helmut Kumpf (CDU) | 4. Okt. 1966–27. Jan. 1971 |
| Horst Limper (CDU) | 28. Apr. 1971–15. Juli 1984 |
| Hanspeter Klein (CDU) | 30. Sept. 1984–30. Sept. 1999 |
Mit der Amtszeit von Hanspeter Klein ging im Kreis Olpe die kommunale Doppelspitze zu Ende. Sein Nachfolger, Frank Beckehoff von der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU), war bis dahin Oberkreisdirektor und ist erster hauptamtlicher Landrat nach dem Zweiten Weltkrieg und damit Vorsitzender des Kreistags und Chef der Kreisverwaltung.
Wappen[Bearbeiten]
Das Kreiswappen ist von Silber und Gold gespalten; vorne in Silber ein schwarzes Kreuz, hinten in Gold zwei rote Balken. Mit dem Kreuz wird an die historische Zugehörigkeit des Kreisgebietes zu Kurköln erinnert, mit dem hinteren Teil des Wappens wird auf die jahrhundertealte Verbindung mit dem Haus von Fürstenberg hingewiesen.
Parlaments-Abgeordnete[Bearbeiten]
Europaparlament[Bearbeiten]
Der aus Olsberg stammende Peter Liese (EVP) ist seit 1994 der für Olpe gewählte Vertreter im Europäischen Parlament. Zum Wahlkreis gehören alle Städte und Gemeinden der Kreise Olpe, Soest, Siegen-Wittgenstein sowie des Märkischen Kreises und des Hochsauerlandkreises.
Bundestag[Bearbeiten]
Matthias Heider (CDU) vertritt den Wahlkreis Olpe/Märkischer Kreis I im Deutschen Bundestag. Er gewann 2009 das Direktmandat. Von 1994 bis 2009 war Hartmut Schauerte (CDU) der Volksvertreter für den Wahlkreis 150, zu dem alle Kommunen des Kreises Olpe und der südliche Teil des Märkischen Kreises (Halver, Herscheid, Kierspe, Lüdenscheid, Meinerzhagen und Schalksmühle) gehören.
Landtag[Bearbeiten]
Theodor Kruse (CDU) ist seit 1995 der Vertreter im Landtag von NRW für den Kreis Olpe. Bei der Landtagswahl 2005 bekam er 64 % der Stimmen. Über die Reserveliste zog auch Reinhard Jung (SPD) 2004 in den Landtag ein. Er gehört dem Präsidium des Landtags an.
Verkehr[Bearbeiten]
Schienen- und Busverkehr[Bearbeiten]
Der Kreis Olpe wird von zwei Eisenbahnstrecken erschlossen:
- der zweigleisigen elektrifizierten Ruhr-Sieg-Strecke, auf der
- der Ruhr-Sieg-Express (RE 16) von Hagen nach Siegen über Werdohl und Finnentrop sowie
- die Ruhr-Sieg-Bahn (RB 91) von Hagen nach Siegen über Werdohl und Finnentrop verkehren und
- der eingleisigen Bahnstrecke Finnentrop–Freudenberg, auf der
- der Biggesee-Express (RB 92) von Finnentrop nach Olpe verkehrt, der von der DreiLänderBahn betrieben wird. Es kommen Dieseltriebfahrzeuge vom Typ LINT27 zum Einsatz.
Straßen[Bearbeiten]
Der Kreis Olpe wird von zwei Bundesautobahnen durchquert:
Flugplätze[Bearbeiten]
Im Kreis Olpe befinden sich zwei Sonderlandeplätze:
- Flugplatz Attendorn-Finnentrop (ICAO-Code EDKU) auf dem Gebiet der Gemeinde Finnentrop und
- Flugplatz Hünsborn (ICAO-Code EDKH) auf dem Gebiet der Gemeinde Wenden.
Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 14. Juni 2013. (Hilfe dazu)
- ↑ Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 14. Juni 2013.
- ↑ http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2009/Stadtraete_kreistage/a966000kw0900.html
Weblinks[Bearbeiten]
- Internetpräsenz des Kreises Olpe
- Literatur von Kreis Olpe im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
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