Kreis Recklinghausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Recklinghausen Deutschlandkarte, Position des Kreises Recklinghausen hervorgehoben51.6088888888897.2047222222222Koordinaten: 51° 37′ N, 7° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Münster
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Verwaltungssitz: Recklinghausen
Fläche: 760,44 km²
Einwohner:

617.831 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 812 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: RE, CAS, GLA
Kreisschlüssel: 05 5 62
Kreisgliederung: 10 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Kurt-Schumacher-Allee 1
45657 Recklinghausen
Webpräsenz: www.kreis-recklinghausen.de
Landrat: Cay Süberkrüb (SPD)
Lage des Kreises Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
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Der Kreis Recklinghausen (auch mit einem Zusatz als der Vestische Kreis bezeichnet) liegt im Norden des Ruhrgebiets im Nordwesten des Landes Nordrhein-Westfalen. Er gehört zum Regierungsbezirk Münster und ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Sitz des Kreises ist die Stadt Recklinghausen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Räumliche Lage und Bevölkerung[Bearbeiten]

Der Kreis Recklinghausen ist ein Kreis des Ruhrgebiets, der sich im Norden bis ins südliche Münsterland erstreckt. Mit 628.817 Einwohnern (31. Dez. 2010) ist er (abgesehen vom Sonderfall Region Hannover) der bevölkerungsreichste Landkreis Deutschlands. (Vgl. bei Liste der Landkreise in Deutschland.)

Der größte Fluss im Kreis ist die Lippe.

Kreisangehörige Gemeinden[Bearbeiten]

Der Kreis Recklinghausen gliedert sich in zehn kreisangehörige Gemeinden, von denen vier Mittlere kreisangehörige Städte und sechs Große kreisangehörige Städte sind. Für ihre örtlichen Angelegenheiten sind die Gemeinden grundsätzlich selbst zuständig, während der Kreis für kleinere Kommunen örtliche und ansonsten überörtliche Aufgaben übernimmt. Der Kreis Recklinghausen ist der einzige Landkreis in Deutschland, in dem alle Gemeinden über 25.000 Einwohner haben.

(In Klammer die Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2011 [2])

Große kreisangehörige Städte

  1. Castrop-Rauxel (74.323)
  2. Dorsten (76.518)
  3. Gladbeck (74.045)
  4. Herten (61.178)
  5. Marl (84.680)
  6. Recklinghausen (115.648)

Mittlere kreisangehörige Städte

  1. Datteln (34.543)
  2. Haltern am See (37.216)
  3. Oer-Erkenschwick (30.727)
  4. Waltrop (28.953)
Bochum Bottrop Dortmund Essen Gelsenkirchen Herne Kreis Borken Kreis Coesfeld Kreis Unna Kreis Wesel Oberhausen Castrop-Rauxel Datteln Dorsten Gladbeck Haltern am See Herten Marl Oer-Erkenschwick Recklinghausen WaltropMunicipalities in RE.svg
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Kraftfahrzeugkennzeichen[Bearbeiten]

Das Kfz-Kennzeichen für den Landkreis ist RE. Seit dem 12. November 2012 werden auf Wunsch zusätzlich auch wieder die alten Unterscheidungszeichen CAS (Castrop-Rauxel) und GLA (Gladbeck) ausgegeben.

Nachbarkreise bzw. -städte[Bearbeiten]

An den Kreis Recklinghausen grenzen im Norden die Kreise Borken und Coesfeld, im Osten der Kreis Unna und die kreisfreie Stadt Dortmund, im Süden die kreisfreien Städte Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Essen und Bottrop sowie im Westen der Kreis Wesel.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mittelalter gehörte das Gebiet um Recklinghausen, das Vest Recklinghausen, zum Kurfürstentum Köln. Von 1446 bis 1576 wurde es an die Herren von Gemen und Schaumburg-Lippe verpachtet. 1811 wurde es dem Herzogtum Berg angeschlossen.

Nach dem Wiener Kongress wurde das Vest Recklinghausen 1815 zusammen mit anderen westfälischen Gebieten dem Königreich Preußen zugeschlagen und in die Provinz Westfalen integriert. In der Folge entstanden 1816 der preußische Regierungsbezirk Münster und der Landkreis Recklinghausen.

Nach mehreren Gebietsänderungen erhielt er bei der letzten Kreisreform von 1975/76 seine heutige Gestalt, als die früher kreisfreien Städte Castrop-Rauxel, Gladbeck und Recklinghausen in den Kreis Recklinghausen eingegliedert und die ehemals kreisangehörige Gemeinde Kirchhellen nach Bottrop eingemeindet wurden.

Politik[Bearbeiten]

Flagge (Banner) und Wappen[Bearbeiten]

Banner des Kreises Recklinghausen

§ 1 der Hauptsatzung des Kreises Recklinghausen [3] legt fest:

„Das Banner des Kreises Recklinghausen ist (von heraldisch rechts nach heraldisch links) Schwarz-Weiß-Grün. Es trägt in der Mitte der Fahnenbahn das Wappen des Kreises Recklinghausen.
Das Wappen besteht aus einem silbernen Nesselblatt auf grünem Schild sowie einem schwarzen, gleichschenkeligen Kreuz mit goldenem Schlüssel in der Mitte.“

Das Nesselblatt steht für die Herrlichkeit Lembeck, ein Amt des Fürstbistums Münster, das nördlich der Lippe bei Dorsten lag. Das schwarze Kreuz ist das Zeichen der Kölner Bischöfe, die einen großen Teil des Gebietes, das Vest Recklinghausen, besaßen. Der Schlüssel im Kreuz symbolisiert Sankt Peter, den Patron des Erzbistums Köln.

Das Wappen wurde am 30. Juni 1952 genehmigt.

Landräte[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Siehe auch Ergebnisse der Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen ab 1975: Kreis Recklinghausen

Der Kreistag des Kreises Recklinghausen seit der Kommunalwahl 2004:

  • CDU-Kreistagsfraktion: 28 Sitze
  • SPD-Kreistagsfraktion: 28 Sitze
  • Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: 6 Sitze
  • FDP-Kreistagsfraktion: 4 Sitze
  • Gruppierung DieLinke.PDS: 2 Sitze
  • fraktionslos: 4 Sitze

Der Kreistag des Kreises Recklinghausen setzt sich seit der Kommunalwahl 2009 folgendermaßen zusammen:

  • CDU-Kreistagsfraktion: 25 Sitze
  • SPD-Kreistagsfraktion: 27 Sitze
  • Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: 6 Sitze
  • FDP-Kreistagsfraktion: 5 Sitze
  • DieLinke: 5 Sitze
  • UBP: 3 Sitze
  • WIR: 1 Sitz

(Stand 3. Februar 2010)

Partner- und Patenschaften[4][Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kreis Recklinghausen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 14. Juni 2013. (Hilfe dazu)
  2. http://www.lds.nrw.de/statistik/datenangebot/Regionen/amtlichebevoelkerungszahlen/rp5_dez06.html (Amtliche Bevölkerungszahlen des LDS NRW)
  3. Hauptsatzung des Kreises Recklinghausen (PDF; 21 kB)
  4. Kreis Recklinghausen, Fachdienst 58, Zahlen, Daten, Fakten im Kreis Recklinghausen