Kreisbahn Cloppenburg–Landesgrenze
Die Kreisbahn Cloppenburg-Landesgrenze gehörte bis 1939 dem Bahnverband Cloppenburg, den die Gemeinden Cloppenburg und Lastrup gegründet hatten, an. Dieser erbaute eine 29,2 km lange Schmalspurbahn in der Spurweite von 750 mm, die von der oldenburgischen Stadt Cloppenburg in westlicher Richtung auf die preußische Stadt Werlte gerichtet war. Am 11. Januar 1900 konnte der Betrieb bis Kleinenging, am 1. November desselben Jahres bis Lindern und am 1. Februar 1903 bis zur Landesgrenze aufgenommen werden. Die noch offene Lücke von 2,5 km bis Werlte wurde nie geschlossen und damit der Anschluss an die Hümmlinger Kreisbahn, die damals ebenfalls schmalspurig war, nicht geschaffen. Ob eine durchgehende Verbindung allerdings ein längeres Überleben der Cloppenburger Bahn gesichert hätte, ist zweifelhaft. Der Kreis Cloppenburg übernahm 1939 die Bahn als Eigenbetrieb.
Hauptzweck der Bahn war die Beförderung landwirtschaftlicher Güter. Der Personenverkehr erlebte nur in den Kriegs- und Nachkriegsjahren einen gewissen Aufschwung. Dieser wurde bereits am 9. Oktober 1950 eingestellt, jedoch beförderte ein Güterzug noch Personen, bis am 30. September 1952 der gesamte Betrieb sein Ende fand. Die Strecke wurde abgebaut.
[Bearbeiten] Literatur
- Herbert Schmidt: Schmalspurbahn Cloppenburg-Landesgrenze. In: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1976. Vechta 1975, S. 101-110