Kreiselkipper

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Als Kreiselkipper[1], Rotationskipper[2] bzw. Waggonkippanlage[3] wird eine Entladungsvorrichtung für Eisenbahngüterwagen, wie etwa Schüttgutwagen oder Loren, bezeichnet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Während des Entladungsvorgang werden die zu entladenden Wagen auf den Schienen festgehalten und zusammen mit dem Gleis zur Seite gekippt.[1] Dies erspart das Entleeren über Türen oder mittels Greifern[3], sowie das Anbringen einer Schütte an den Wagen. Hierdurch können die Wagen niedriger ausgelegt werden, so dass der Schwerpunkt bei gleicher Beladung tiefer liegt.

Um eine Entladung ohne vorheriges Trennen der Güterwagen zu ermöglichen, können die Wagen mit drehbaren Kupplungen ausgerüstet sein,[4] wie dies zum Beispiel bei der Erzbahnen in Pilbara angewandt wird[5] sowie bei Kohlenzügen von nordamerikanischen Bahngesellschaften. Das Ende des Wagen mit der drehbaren Kupplung ist besonders gekennzeichnet, so dass für das Bahnpersonal einfach einzusehen ist, ob der Zug für die Entladung ohne Trennen des Zuges richtig gekuppelt ist. Damit die Funktion verwendet werden kann muss immer ein markiertes Ende mit einem nicht markierten Ende gekuppelt sein.[6]

Beispiele[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. a b Mineralienatlas:„Kreiselkipper“, abgerufen am 23. September 2013
  2. Mühlhäuser:„Rotationskipper - drehbare Lösungen für maximale Kapazitäten.“, abgerufen am 23. September 2013
  3. a b Badische Stahlwerk GmbH:Projekt Waggonkippanlage (PDF; 7,5 MB), abgerufen am 23. September 2013
  4. Heyl & Patterson: „Advantages of the Rotary Railcar Dumper“ 2. November 2011, abgerufen am 23. September 2013
  5. CSR: „40t Axle Load Wagon for Australia“, abgerufen am 23. September 2013
  6. Jeff Wilson: The Model Railroader's Guide to Freight Cars. Kalmbach Publishing, Co., 2005, ISBN 978-0-89024-585-9, S. 57–.