Kreisfrequenz
| Physikalische Größe | |||||||
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| Name | Kreisfrequenz | ||||||
| Formelzeichen der Größe | ![]() |
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| Abgeleitet von | Frequenz | ||||||
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Die Kreisfrequenz ist eine physikalische Größe der Schwingungslehre. Als Formelzeichen wird der griechische Kleinbuchstabe Omega
verwendet. Der Zusammenhang der Kreisfrequenz mit der Periodendauer
und der Frequenz
einer Schwingung ist gegeben durch:
Die Kreisfrequenz kann auch durch die Änderungsrate des Phasenwinkels
beschrieben werden:
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Verwendung in der Schwingungslehre
) mit dem zeitabhängigen Argument
.Eine harmonische Schwingung lässt sich allgemein als Funktion der Kreisfrequenz
beschreiben:
Sie kann, wie in der Elektrotechnik üblich, durch den Real- und Imaginärteil eines mit konstanter Winkelgeschwindigkeit rotierenden komplexen Zeigers
in der gaußschen Zahlenebene als Funktion der Kreisfrequenz dargestellt werden[1]. Der Winkel
des komplexen Zeigers wird dabei als Phase oder Phasenwinkel bezeichnet.
Der Zusammenhang mit Sinus und Kosinus ergibt sich aus der Eulerschen Formel.
[Bearbeiten] Kennkreisfrequenz und Eigenkreisfrequenz
Schwingfähige Systeme werden durch die Kennkreisfrequenz und die Eigenkreisfrequenz beschrieben. Ein ungedämpftes frei schwingendes System schwingt mit seiner Kennkreisfrequenz
, ein gedämpftes System ohne äußere Anregung schwingt mit seiner Eigenkreisfrequenz
. Die Eigenkreisfrequenz eines gedämpften Systems ist stets kleiner als die Kennkreisfrequenz. Die Kennkreisfrequenz wird in der Mechanik auch als ungedämpfte Eigenkreisfrequenz bezeichnet.
Für das Beispiel eines elektrischen Schwingkreises gilt mit dem Widerstand
, der Induktivität
und der Kapazität
für die Kennkreisfrequenz:
Für ein Federpendel mit der Federsteifigkeit
, der Masse
und der Dämpfungskonstanten
gilt für die Kennkreisfrequenz:
und mit der Abklingkonstante
bzw.
für die Eigenkreisfrequenz:
.
Weitere Beispiele siehe Torsionspendel, Wasserpendel, Fadenpendel.
[Bearbeiten] komplexe Kreisfrequenz
Aus der komplexen Zeigerdarstellung einer harmonischen Schwingung
ergibt sich mit dem üblichen Ansatz
die Verallgemeinerung zur komplexen Kreisfrequenz
mit dem Realteil
und der Kreisfrequenz
. Durch die komplexe Kreisfrequenz
kann nicht nur eine konstante harmonische Schwingung mit
dargestellt werden, sondern auch eine gedämpfte Schwingung mit
und eine angeregte Schwingung mit
.[2]
Eine gedämpfte Schwingung kann wie folgt mit der konstanten komplexen Kreisfrequenz s als komplexer Zeiger dargestellt werden:
Dabei ist
die Eigenkreisfrequenz des schwingfähigen Systems und
ist gleich dem negativen Wert der Abklingkonstante:
(siehe dazu den vorhergehenden Abschnitt).
Bei der Laplacetransformation hat die komplexe Kreisfrequenz
eine allgemeinere Bedeutung als Variable im Bildbereich der Transformation
zur Darstellung beliebiger Zeitfunktionen und Übertragungsfunktionen in der komplexen Frequenzebene („s-Ebene“).
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Die harmonische Schwingung, mathe online
- ↑ Wolf-Ewald Büttner: Grundlagen der Elektrotechnik, Band 2. 2. Auflage. Oldenbourg, 2009, ISBN 978-3-486-58981-8, S. 215 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).






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