Kreissparkasse Ostalb

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Logo der Sparkassen  Kreissparkasse Ostalb
Staat Deutschland
Sitz Aalen und Schwäbisch Gmünd
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 614 500 50[1]
BIC OASP DE6A XXX[1]
Gründung 17. Januar 1852
Verband Sparkassenverband Baden-Württemberg
Website www.ksk-ostalb.de
Geschäftsdaten 2013
Bilanzsumme 4.611,2 Mio. €
Einlagen 3.339,6 Mio. €
Kundenkredite 2.839,3 Mio. €
Mitarbeiter 939
Geschäftsstellen 75
Leitung
Verwaltungsrat Klaus Pavel, Vorsitzender
Vorstand Carl Trinkl, Vorsitzender; Andreas Götz, Christof Morawitz
Liste der Sparkassen in Deutschland

Die Kreissparkasse Ostalb ist eine öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz in Aalen und Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg. Ihr Geschäftsgebiet ist der Ostalbkreis.

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Die Kreissparkasse Ostalb ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Rechtsgrundlagen sind das Sparkassengesetz für Baden-Württemberg und die durch den Verwaltungsrat der Sparkasse erlassene Satzung. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.

Für das Privatkundengeschäft bestehen sieben Filialdirektionen. Das Unternehmenskundengeschäft wird durch zwei Unternehmenskundenabteilungen betreut. Weitere Marktbereiche sind das Geschäft mit Kommunalkunden und Vereinen, das Electronic Banking und die Mobile Beratung. Das Immobiliengeschäft betreibt die Tochtergesellschaft der Kreissparkasse Ostalb, die S-Immobilien Ostalb GmbH.

Vorstand[Bearbeiten]

Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern. Ihm gehören an:

  • Carl Trinkl, Vorsitzender seit 1. Dezember 2009, Stellvertretender Vorsitzender bis 30. November 2009
  • Christof Morawitz seit 1. November 2006
  • Andreas Götz, Stellvertretender Vorsitzender seit dem 27. Januar 2012, Mitglied seit 1. April 2010

Verwaltungsrat[Bearbeiten]

Der Verwaltungsrat hat 21 Mitglieder. Ihm gehören an:

  • Klaus Pavel, Vorsitzender
  • Georg Ruf, 1. Stellvertretender Vorsitzender
  • Ulrich Pfeifle, 2. Stellvertretender Vorsitzender
  • Steffen Alt
  • Norbert Barthle, Mitglied seit 21. Juli 2009
  • Dieter Bauer
  • Joachim Bläse
  • Philipp Blessing, Mitglied seit 2. Februar 2009
  • Wolf-Dietrich Fehrenbacher, Mitglied seit 21. Juli 2009
  • Max Fuchs, Mitglied seit 9. November 2010
  • Charlotte Helzle, Mitglied seit 21. Juli 2009
  • Karl Hilsenbek
  • Andreas Kapfer
  • Hans-Peter Kinzl
  • Winfried Mack, Mitglied seit 21. Juli 2009
  • Gabriele Maile
  • Georg Merz
  • Eberhard Schwerdtner, Mitglied seit 11. Dezember 2007
  • Rolf Siedler
  • Hans-Jörg Stützel
  • Michael von Thannhausen, Mitglied seit 21. Juli 2009

Ehemalige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Geschäftsausrichtung und Geschäftserfolg[Bearbeiten]

Die Kreissparkasse Ostalb betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft. Sie ist Marktführer in ihrem Geschäftsgebiet mit einer Bilanzsumme von 4.611 Millionen Euro. In der Sparkassen-Rangliste 2013 steht sie auf Rang 55 der 417 deutschen Sparkassen.[2]

Sparkassen-Finanzgruppe[Bearbeiten]

Die Kreissparkasse Ostalb ist Teil der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Sparkasse vertreibt daher Bausparverträge der regionalen Landesbausparkasse, offene Investmentfonds der Deka und vermittelt Versicherungen der SV SparkassenVersicherung. Im Bereich des Leasing arbeitet die Kreissparkasse Ostalb mit der Deutschen Leasing zusammen. Zuständige Landesbank ist die Landesbank Baden-Württemberg. Die Landesbank fungiert unter anderem als Verrechnungsstelle für den bargeldlosen Zahlungsverkehr und dient der Anlage von Liquiditätsreserven der Kreissparkasse Ostalb.

Geschichte der Kreissparkasse Ostalb[Bearbeiten]

Vorgängerinstitut in Schwäbisch Gmünd[Bearbeiten]

Am 17. Januar 1852 wurde die Oberamtssparkasse Schwäbisch Gmünd als privates Institut gegründet. Diese wurde acht Jahre später am 9. August 1860 in ein amtskörperschaftliches Institut umgewandelt.

Am 7. Juni 1932 wurde die unselbständige Sparkasse in eine Anstalt des öffentlichen Rechts und 19 Monate später am 27. Januar 1934 aufgrund der württembergischen Kreisverordnung in die Kreissparkasse Schwäbisch Gmünd umgewandelt. Infolgedessen wurden an Zuständigkeitsbereichen aufgenommen beziehungsweise abgegeben:

Aufnahme von Aalen: Heuchlingen und Schechingen.
Aufnahme von Gaildorf: Eschach, Obergröningen, Ruppertshofen, Untergröningen, Vordersteinenberg.
Aufnahme von Welzheim: Alfdorf, Großdeinbach, Lorch, Pfahlbronn, Waldhausen.
Aufnahme von Göppingen: Maitis.
Abgabe an Göppingen: Reichenbach, Winzingen.

Vorgängerinstitute im ehemaligen Landkreis Aalen[Bearbeiten]

Eine Oberamtssparkasse wurde 1848 in Aalen gegründet. Diese wurde bereits 1859 aber wieder aufgelöst.[3]

Am 2. August 1881 wurde die Oberamtsparkasse Ellwangen gegründet. Aufgrund eines Beschlusses des Oberamts Aalen vom 8. März 1882 wurde am 18. August desselben Jahres die Aalener Oberamtssparkasse neu gegründet. Am 1. Januar 1886 wurde in Neresheim eine Oberamtssparkasse gegründet.

Aufgrund der württembergischen Kreisverordnung wurden am 27. Januar 1934 alle Oberamtssparkassen in Kreissparkassen umgewandelt. Als am 25. August 1938 ein Gesetz die Landeseinteilung neu regelte und infolgedessen die bisherigen Landkreise Aalen, Ellwangen und Neresheim zum Landkreis Aalen vereinigt wurden, wurde eine Kreissparkasse in Aalen neu gebildet, die Hauptzweigstellen in Ellwangen und Neresheim besaß.

Neubildung der Kreissparkasse Ostalb[Bearbeiten]

Durch das Baden-Württembergische Kreisreformgesetz wurde am 23. Juli 1971 der Ostalbkreis durch die Vereinigung der beiden Landkreise Aalen und Schwäbisch Gmünd gebildet. Dabei wurde an Waiblingen Alfdorf und an Göppingen Maitis abgegeben und dafür vom Altkreis Backnang Gschwend aufgenommen.

Am 11. Dezember 1973 beschloss der neu gebildete Kreistag des Ostalbkreises, dass eine gemeinsame Kreissparkasse Ostalb gebildet werden soll. Dies wurde zum 1. Januar 1974 durch die Fusion der beiden Sparkassen zur Kreissparkasse Ostalb mit juristischem Doppelsitz in Aalen und Schwäbisch Gmünd vollzogen. Im Jahr 1984 wurde der Hauptstellenneubau in Aalen, 1988 der Um- und Erweiterungsbau der Hauptstelle in Schwäbisch Gmünd eröffnet.

Ab 1986 ermöglichte die Kreissparkasse Ostalb auch ihren Privatkunden die Kontoführung per Internet, zunächst im BTX-Verfahren. Nach der Maueröffnung 1989 wurde die sächsische Kreissparkasse Borna partnerschaftlich bei ihrer Umstellung auf das westliche Bank- und Sparkassensystem unterstützt.

Seit 1996 bieten praktisch alle hauptamtlich besetzten Geschäftsstellen einen 24-Stunden-SB-Service, nachdem die Standorte der Geldausgabeautomaten und Kontoauszugsdruckern in den Jahren zuvor permanent ausgebaut wurden. 1997 gründete die Kreissparkasse Ostalb die Sparkassenstiftung Ostalb und stattete sie in den Folgejahren sukzessive mit einem Stiftungskapital von zuletzt 6 Mio. EUR aus (Stand 2013). 1998 wurde das Tochterunternehmen S-Immobilien Ostalb GmbH gegründet.

2002 feierte die Kreissparkasse Ostalb ihr 150-jähriges Jubiläum mit Festvorträgen der Bundespräsidenten Roman Herzog und Richard von Weizsäcker.

2010 gründete die Kreissparkasse Ostalb als weiteres Tochterunternehmen die S-Projektverwaltungsgesellschaft mbH.

2012 werden folgende neue Geschäftsfelder in das Angebot aufgenommen: Corporate Finance, Betreuung Heilberufe, Private Banking, Stiftergemeinschaft. In der Gemeinde Kirchheim eröffnet die Kreissparkasse Ostalb eine neue Geschäftsstelle und erweitert ihr Geschäftsstellennetz damit auf 74 Standorte im Ostalbkreis.

Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Ostalb[Bearbeiten]

  • 1974 bis 1975: Bernhard Strobel
  • 1975 bis 1993: Siegfried Doderer
  • 1993 bis 2001: Albert Häberle
  • 2001 bis 2009: Johannes Werner
  • Seit 2009: Carl Trinkl

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten]

Eckdaten Kreissparkasse Ostalb[4]
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Bilanzsumme (Mio. Euro) 4.340,0 4.410,3 4.490,9 4.640,5 4.622,8 4.606,6 4.611,2
Einlagen (Mio. Euro) 3.094,6 3.145,1 3.226,5 3.359,6 3.217,0 3.277,6 3.339,6
Kundenkredite (Mio. Euro) 2.370,3 2.410,0 2.474,4 2.550,5 2.651,8 2.789,6 2.839,3
Mitarbeiter 912 910 914 925 944 959 939

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Sparkassenrangliste 2013 (PDF; 63 kB)
  3.  Karlheinz Bauer: Aalen. Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0321-0, S. 141.
  4. Suche im elektronischen Bundesanzeiger Kreissparkasse Ostalb Jahresabschlüsse

48.8386710.09572Koordinaten: 48° 50′ 19″ N, 10° 5′ 45″ O