Kreuth

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Dieser Artikel behandelt die bayerische Gemeinde Kreuth, für andere Orte siehe Kreuth (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kreuth
Kreuth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kreuth hervorgehoben
47.6511.75787Koordinaten: 47° 39′ N, 11° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Miesbach
Höhe: 787 m ü. NHN
Fläche: 122,26 km²
Einwohner: 3446 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 83708,
83700 (Oberhof, Reitrain, Weißach),
83707 (Ringsee)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 08029, 08022
Kfz-Kennzeichen: MB
Gemeindeschlüssel: 09 1 82 124
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nördliche Hauptstraße 14
83708 Kreuth
Webpräsenz: www.rathaus-kreuth.de
Bürgermeister: Josef Bierschneider (CSU)
Lage der Gemeinde Kreuth im Landkreis Miesbach
Österreich Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Ebersberg Landkreis München Rosenheim Landkreis Rosenheim Bad Wiessee Bayrischzell Fischbachau Gmund am Tegernsee Hausham Holzkirchen (Oberbayern) Irschenberg Kreuth Miesbach Otterfing Rottach-Egern Schliersee (Gemeinde) Tegernsee (Stadt) Valley Waakirchen Warngau WeyarnKarte
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Kreuth ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Der Heilklimatische Kurort liegt am südlichen Ufer des Tegernsees. Kreuth erstreckt sich mit 17 Ortsteilen vom Tegernsee durch das weite Flusstal der Weißach bis zur Landesgrenze nach Tirol in einer Höhenlage zwischen 800 m und 1800 m ü. NHN.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Kreuth bildet die südlichste Gemeinde des Landkreises Miesbach, die Ortschaft befindet sich rund 25 km von Miesbach, 28 km von Bad Tölz, 30 km von Holzkirchen, 60 km von der Landeshauptstadt München und 40 km vom Tiroler Jenbach entfernt. Nachbargemeinden sind auf deutscher Seite Bad Wiessee und Rottach-Egern sowie Lenggries. Das im Bezirk Schwaz in Österreich gelegene Achenkirch grenzt im Süden an Kreuth.

Verkehr[Bearbeiten]

Die wichtigste Verkehrsader von Kreuth ist die Bundesstraße 307. Alle Ortsteile von Kreuth sind durch die Busse des RVO zu erreichen. Darüber hinaus gibt es ein Anrufsammeltaxi.

Gemeindeteile und Siedlungen[Bearbeiten]

In der Gemeinde bestehen folgende Gemeindeteile:[2] Bayerwald, Brunnbichl, Enterbach, Enterfels, Glashütte, Grüneck, Klamm, Leiten, Oberhof, Pförn, Point, Reitrain, Riedlern, Ringsee, Scharling, Schärfen, Stuben, Trinis, Weißach und Wildbad Kreuth.

Gewässer[Bearbeiten]

Die Gemeindegrenze zu Rottach-Egern verläuft teilweise entlang der Weißach.

Am Ringsee grenzt das Gemeindegebiet von Kreuth direkt an den Tegernsee. Zu den wichtigsten Flüssen und Bächen auf dem Gemeindegebiet zählen die Weißach, der Sagenbach, der Schwarzenbach, der Albertsbach, der Klammbach die Hofbauernweißach sowie eine Vielzahl von kleineren Bächen wie der Wisengraben. Im nördlichen Gemeindegebiet verläuft der Kanal Mühlbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Wildbad Kreuth um 1900

Der Abt Rupert I. von Neuburg-Falkenstein des Klosters Tegernsee ließ im Jahre 1184 eine steinerne Kapelle in Kreuth errichten.[3] Wegen der Baufälligkeit wurde diese Kapelle 1490 abgetragen.[3] Der Tegernseer Abt Ayrinschmalz ließ bis ins Jahr 1491 eine neue Kirche im gotischen Stil errichten.[3] Die Kreuther Leonhardifahrt wurde erstmals 1442 urkundlich erwähnt.[3]

Blick vom Leonhardstein auf Kreuth

Weitere Kirchen auf dem Gemeindegebiet sind die im Jahre 1700 geweihte Kirche "Mariä Heimsuchung" in Glashütte und die 1706 erbaute Kapelle "Zum heiligen Kreuz" in Wildbad Kreuth.[3]

Kreuth war bis 1803 ein Teil des Klostergerichtsbezirks Tegernsee. Kreuth wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.

Bundesweites Aufsehen erregte 1976 der in Wildbad Kreuth gefasste Kreuther Trennungsbeschluss. Seither findet alljährlich im Januar die Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth statt, wo die Hanns-Seidel-Stiftung seit 1974 ein Bildungszentrum besitzt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Seit über 500 Jahren wird jährlich am 6. November in Kreuth die Leonhardifahrt zu Ehren des Heiligen Leonhard abgehalten. Sie ist die älteste in ganz Bayern und wurde erstmals im Jahr 1442 erwähnt.

Bauwerke[Bearbeiten]

Auf dem zum Gemeindegebiet gehörigen Ringberg liegt das Schloss Ringberg der Max-Planck-Gesellschaft, welches als Tagungsstätte dient und alle zwei Jahre einen Tag der offenen Tür veranstaltet.

Parks[Bearbeiten]

Nahe dem Ortskern von Kreuth liegt ein Kurpark mit Musikpavillon und Kneippbecken.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 führte bei einer Wahlbeteiligung von 56,9 % zu folgendem Ergebnis:[4]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 54,2 % 9
FWG 27,1 % 4
SPD 18,1 % 3

Wappen[Bearbeiten]

Die amtliche Beschreibung des Wappens der Gemeinde Kreuth lautet wie folgt: „Geteilt von Grün und Silber; oben ein Gämsenkopf, unten zwei Seelaubblätter mit verschlungenen Stielen in verwechselten Farben.“

Partnerschaften[Bearbeiten]

Seit dem 11. Juni 1976 unterhält die Gemeinde Kreuth eine Grenzlandpartnerschaft mit der Gemeinde Achenkirch in Tirol.[5] Am 24. September 2005 wurde eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Prunay-en-Yvelines im Département Yvelines begründet.[5]

Natur und Umwelt[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet liegt das Landschaftsschutzgebiet der Weißachau. Der heutige Zustand ist vor allem durch den Flussausbau und die Begradigung zum Zwecke der Holztrift im 19. Jahrhundert bedingt.

Am südlichen Ende des Gemeindegebiets an der Grenze zu Österreich befindet sich die durch die Ramsar-Konvention geschützte Bayerische Wildalm.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Viktoria Rebensburg (* 1989), Skirennläuferin, Olympiasiegerin im Riesenslalom 2010, SC Kreuth

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. www.bayerische-landesbibliothek-online.de − Ortsteile. Aufgerufen 12. Februar 2014.
  3. a b c d e rathaus-kreuth.de: Katholische Kirche, Zugriff am 13. Dezember 2010
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  5. a b rathaus-kreuth.de: Nachbar-/Partnergemeinden, Zugriff am 13. Dezember 2010
  6. Halmbacher, Hans, Das Tegernseer Tal in historischen Bildern, Fuchs-Druck, Hausham, 1980, S. 324
  7. Gemeindebote Kreuth 12/2005

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kreuth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Kreuth – Reiseführer