Kreuth
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Miesbach | |
| Höhe: | 787 m ü. NN | |
| Fläche: | 122,26 km² | |
| Einwohner: |
3776 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 31 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 83700 (Oberhof, Reitrain, Weißach) 83707 (Ringsee) 83708 (Kreuth) |
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| Vorwahl: | 08029 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 82 124 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Nördliche Hauptstraße 14 83708 Kreuth |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Bierschneider (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Kreuth im Landkreis Miesbach | ||
Kreuth ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Der Heilklimatische Kurort liegt am südlichen Ufer des Tegernsees. Kreuth erstreckt sich mit 17 Ortsteilen vom Tegernsee durch das weite Flusstal der Weißach bis zur Landesgrenze nach Tirol in einer Höhenlage zwischen 800 m und 1800 m ü. NHN.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Lage [Bearbeiten]
Kreuth bildet die südlichste Gemeinde des Landkreises Miesbach, die Ortschaft befindet sich rund 25 km von Miesbach, 28 km von Bad Tölz, 30 km von Holzkirchen, 60 km von der Landeshauptstadt München und 40 km vom Tiroler Jenbach entfernt. Nachbargemeinden sind auf deutscher Seite Bad Wiessee und Rottach-Egern sowie Lenggries. Das im Bezirk Schwaz in Österreich gelegene Achenkirch grenzt im Süden an Kreuth.
Verkehr [Bearbeiten]
Die wichtigste Verkehrsader von Kreuth ist die Bundesstraße 307. Alle Ortsteile von Kreuth sind durch die Busse des RVO zu erreichen. Darüber hinaus gibt es ein Anrufsammeltaxi.
Gemeindeteile und Siedlungen [Bearbeiten]
In der Gemeinde bestehen folgende Gemeindeteile und Siedlungen:[2] Bayerwald, Brunnbichl, Enterbach, Enterfels, Glashütte, Grüneck, Klamm, Leiten, Oberhof, Pförn, Point, Reitrain, Riedlern, Ringsee, Scharling, Schärfen, Stuben, Trinis, Weißach und Wildbad Kreuth.
Gewässer [Bearbeiten]
Am Ringsee grenzt das Gemeindegebiet von Kreuth direkt an den Tegernsee. Zu den wichtigsten Flüssen und Bächen auf dem Gemeindegebiet zählen die Weißach, der Sagenbach, der Schwarzenbach, der Albertsbach, der Klammbach die Hofbauernweißach sowie eine Vielzahl von kleineren Bächen wie der Wisengraben. Im nördlichen Gemeindegebiet verläuft der Kanal Mühlbach.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Abt Rupert I. von Neuburg-Falkenstein des Klosters Tegernsee ließ im Jahre 1184 eine steinerne Kapelle in Kreuth errichten.[3] Wegen der Baufälligkeit wurde diese Kapelle 1490 abgetragen.[3] Der Tegernseer Abt Ayrinschmalz ließ bis ins Jahr 1491 eine neue Kirche im gotischen Stil errichten.[3] Die Kreuter Leonhardifahrt wurde erstmals 1442 urkundlich erwähnt.[3]
Weitere Kirchen auf dem Gemeindegebiet sind die im Jahre 1700 geweihte Kirche "Mariä Heimsuchung" in Glashütte und die 1706 erbaute Kapelle "Zum heiligen Kreuz" in Wildbad Kreuth.[3]
Kreuth war bis 1803 ein Teil des Klostergerichtsbezirks Tegernsee. Kreuth wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde.
Bundesweites Aufsehen erregte 1976 der in Wildbad Kreuth gefasste Kreuther Trennungsbeschluss. Seither findet alljährlich im Januar die Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth statt, wo die Hanns-Seidel-Stiftung seit 1974 ein Bildungszentrum besitzt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Veranstaltungen [Bearbeiten]
Seit über 500 Jahren wird jährlich am 6. November in Kreuth die Leonhardifahrt zu Ehren des Heiligen Leonhard abgehalten. Sie ist die älteste in ganz Bayern und wurde erstmals im Jahr 1442 erwähnt.
Bauwerke [Bearbeiten]
Auf dem zum Gemeindegebiet gehörigen Ringberg liegt das Schloss Ringberg der Max-Planck-Gesellschaft, welches als Tagungsstätte dient und alle zwei Jahre einen Tag der offenen Tür veranstaltet.
Parks [Bearbeiten]
Nahe dem Ortskern von Kreuth liegt ein Kurpark mit Musikpavillon und Kneippbecken.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 führte bei einer Wahlbeteiligung von 56,9 % zu folgendem Ergebnis:[4]
| Partei / Liste | Stimmenanteil | Sitze |
| CSU | 54,2 % | 9 |
| FWG | 27,1 % | 4 |
| SPD | 18,1 % | 3 |
Wappen [Bearbeiten]
Die amtliche Beschreibung des Wappens der Gemeinde Kreuth lautet wie folgt: „Geteilt von Grün und Silber; oben ein Gämsenkopf, unten zwei Seelaubblätter mit verschlungenen Stielen in verwechselten Farben.“
Partnerschaften [Bearbeiten]
Seit dem 11. Juni 1976 unterhält die Gemeinde Kreuth eine Grenzlandpartnerschaft mit der Gemeinde Achenkirch in Tirol.[5] Am 24. September 2005 wurde eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Prunay-en-Yvelines im Département Yvelines begründet.[5]
Natur und Umwelt [Bearbeiten]
Auf dem Gemeindegebiet liegt das Landschaftsschutzgebiet der Weißachau. Der heutige Zustand ist vor allem durch den Flussausbau und die Begradigung zum Zwecke der Holztrift im 19. Jahrhundert bedingt.
Am südlichen Ende des Gemeindegebiets an der Grenze zu Österreich befindet sich die durch die Ramsar-Konvention geschützte Bayerische Wildalm.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Paul von Hindenburg, 1933
- Dr. Alfred Hugenberg, 1933
- Franz Ritter von Epp, 1933
- Gräfin Sascha von Schlippenbach, 1935
- Kiem Pauli, 1950
- Sanitätsrat Dr. Wilh. May, 1953
- Dr. Friedrich Flick, 1953
- Georg Hagn-Sternecker, 1978[6]
- Otto Beisheim (1924–2013), Gründer des Metro-Konzerns, Verleihung Anfang November 2005[7]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Fritz Nachmann (* 1929), Rennrodler
- Heinrich Mehringer (* 1952), Biathlet
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben [Bearbeiten]
- Viktoria Rebensburg (* 1989), Skirennläuferin, Olympiasiegerin im Riesenslalom 2010, SC Kreuth
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ www.kreuth.de − Ortsteile. Aufgerufen 31. August 2009.
- ↑ a b c d e rathaus-kreuth.de: Katholische Kirche, Zugriff am 13. Dezember 2010
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
- ↑ a b rathaus-kreuth.de: Nachbar-/Partnergemeinden, Zugriff am 13. Dezember 2010
- ↑ Halmbacher, Hans, Das Tegernseer Tal in historischen Bildern, Fuchs-Druck, Hausham, 1980, S. 324
- ↑ Gemeindebote Kreuth 12/2005
Weblinks [Bearbeiten]
- http://www.kreuth.de
- http://www.rathaus-kreuth.de
- Kreuth: Wappengeschichte vom HdBG
- Kreuth: Amtliche Statistik des LStDV
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