Kreuzung (Bahn)

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Höhenfreie Kreuzung Mannheim-Friedrichsfeld

Unter Kreuzung versteht man bei der Eisenbahn:

  • die höhenfreie Kreuzung zweier Eisenbahnstrecken oder Gleise auf unterschiedlichem Niveau mit Hilfe eines Kreuzungsbauwerkes,
  • die höhengleiche Gleiskreuzung zweier Eisenbahngleise mit Hilfe besonderer Gleiskonstruktionen,

Höhenfreie Kreuzung[Bearbeiten]

Gleiskreuzung
Gleiskreuzung in Illinois, USA
Flachkreuzung mit beweglichen Doppelherzstückspitzen

Als Kreuzungsbauwerk bezeichnet man eine Eisenbahnbrücke, die eine andere Eisenbahnstrecke oder ein Gleis überquert. Kreuzt die Brücke eine Straße, einen Weg oder einen Platz, spricht man von einer Eisenbahnüberführung. Der Vorteil der höhenfreien Kreuzung mit Hilfe eines Kreuzungsbauwerkes liegt darin, dass sich die Schienenfahrzeuge auf beiden Eisenbahnstrecken oder -gleisen nicht gegenseitig behindern oder gefährden können.

Gleiskreuzung[Bearbeiten]

Besondere Gleiskonstruktionen ermöglichen Schienenfahrzeugen das niveaugleiche Überqueren eines anderen, quer verlaufenden Gleises ohne Fahrtunterbrechung, jedoch können die beiden Fahrwege nicht gleichzeitig befahren werden. Das höhengleiche Kreuzen zweier Gleise ist mit folgenden Einrichtungen möglich:

  • Gleiskreuzung ohne bewegliche Teile. Sie ist robust und in der Herstellung und Vorhaltung besonders kostengünstig, beeinträchtigt infolge der nicht vermeidbaren Gleislücken im kreuzenden Gleis aber deutlich den Fahrkomfort. Eine Gleiskreuzung ohne bewegliche Teile funktioniert nur, wenn sich die Gleise in nicht allzu spitzem Winkel kreuzen.
  • Kreuzung mit Flachrillen-Herzstücken. Sie ist hauptsächlich bei Straßenbahnen zu finden. Hierbei werden die Fahrzeugräder durch den Einsatz von Flachrillen auf ihren Spurkränzen über die Gleislücken hinweggeführt. Eine Sonderbauform dieses Kreuzungstyps befindet sich häufig an niveaugleichen Kreuzungen von Straßenbahnen mit Eisenbahnen. Hierbei sind die Schienen der Eisenbahnstrecken lückenlos ausgeführt, während die Straßenbahnzüge auf ihren Spurkränzen über die Eisenbahnschienen hinweggeführt werden.
  • Flachkreuzung mit beweglichen Doppelherzstückspitzen, sie werden in der Schweiz auch als Gleisdurchschneidung bezeichnet. Sie wird bei einem besonders flachen Kreuzungswinkel verwendet. Das ist in der Regel an mehrgleisigen Abzweigstellen der Fall, wenn das abzweigende Gleis mit hoher Geschwindigkeit befahrbar sein muss. Ohne die beweglichen Doppelherzstückspitzen wird die führungslose Stelle in den Doppelherzstücken für einen sicheren Betrieb zu lang. Flachkreuzungen dieser Art sind teure und unterhaltungsaufwendige Einrichtungen, bieten jedoch einen lückenlosen durchgehenden Fahrweg über das zu kreuzende Gleis hinweg.
  • Kreuzungsweiche. Sie ermöglicht nicht nur das Kreuzen zweier Gleise, sondern je nach Art der Kreuzungsweiche – einfache Kreuzungsweiche oder doppelte Kreuzungsweiche − auch unterschiedliche Möglichkeiten zum Gleiswechsel.

Oberleitung[Bearbeiten]

Oberleitungen müssen an nicht-spitzwinkligen Gleiskreuzungen besonders ausgeführt werden (→ Oberleitungen).

Siehe auch[Bearbeiten]