Kribi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt den Ort Kribi; für den gleichnamigen ehemaligen Bezirk, siehe Kribi (Bezirk).
Kribi
Kribi (Kamerun)
Red pog.svg
Koordinaten 2° 57′ N, 9° 55′ O2.959.9167Koordinaten: 2° 57′ N, 9° 55′ O
Basisdaten
Staat Kamerun

Provinz

Sud
Bezirk Océan
Höhe 13 m
Einwohner 60.000 (2007)
Kribi, historische Aufnahme vor 1910
Katholische Mission und Brücke über den Kribi-Fluss, historische Aufnahme vor 1910
Strand von Kribi

Kribi ist eine Stadt im Süden Kameruns an der Mündung des Kienkié am Golf von Guinea mit rund 60.000 Einwohnern (2007). Die Bewohner sind überwiegend Basaa, Batanga, Mabi, Ewondo und Bulu.

Geschichte[Bearbeiten]

Kribi entstand als Ansiedlung deutscher Kaufleute an der Batanga-Küste und gehörte seit 1884 zu der deutschen Kolonie Kamerun. In den folgenden Jahren entwickelte es sich zum administrativen und wirtschaftlichen Zentrum des Südens der Kolonie. 1894 wurde der Mecklenburgische Referendar a. D. Dietrich von Oertzen zum Bezirksamtmann in Kribi ernannt, dem zur Durchführung von Exekutivmaßnahmen eine kleine Polizeitruppe unter einem Polizeimeister zur Verfügung stand. Kribi war bald Hauptausfuhrhafen für Kautschuk und Elfenbein aus dem Hinterland der Batanga-Küste. 1895 wurde ein eigenes Zollamt eingerichtet, um den Kaufleuten des Südens durch Erledigung ihrer Verpflichtungen vor Ort die Abwicklung des Exports zu erleichtern.

1899 wurde der Ort durch die aus dem Hinterland zur Küste drängenden Bulu angegriffen und musste vorübergehend geräumt werden. Durch massiven Einsatz von Militär wurden die Bulu 1899/1900 unterworfen und östlich von Kribi Station und Bezirk Ebolowa eingerichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftlich von Interesse sind der Hafen (Export von Holz und Kakao aus dem Binnenland Südkameruns) und der Tourismus. Kribi verfügt mit über die schönsten Strände Kameruns. Ein besonders sehenswertes Ziel ist der Lobé Wasserfall (Chute de Lobé) unweit südlich von Kribi.

In der Stadt gibt es mehrere Hotels und ein Krankenhaus. Die katholische Pallottinermission unterhält eine während der deutschen Kolonialzeit erbaute, 2002 restaurierte Kirche.

Klimatabelle[Bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Kribi
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 29,8 30,2 30,4 30,3 29,5 28,3 27,1 26,9 27,1 27,8 28,8 29,6 Ø 28,8
Min. Temperatur (°C) 23,6 23,5 23,4 23,2 23,2 22,9 22,0 22,1 22,5 22,5 22,9 23,1 Ø 22,9
Niederschlag (mm) 100 125 204 268 355 262 110 227 516 550 210 91 Σ 3.018
Regentage (d) 6 7 11 15 18 15 11 19 25 25 12 5 Σ 169
Luftfeuchtigkeit (%) 83 83 83 85 86 85 85 86 88 88 86 84 Ø 85,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
29,8
23,6
30,2
23,5
30,4
23,4
30,3
23,2
29,5
23,2
28,3
22,9
27,1
22,0
26,9
22,1
27,1
22,5
27,8
22,5
28,8
22,9
29,6
23,1
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
100
125
204
268
355
262
110
227
516
550
210
91
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst v. Merhart/Gerhard Schneider: Die Restaurierung der Pallottiner-Kirche in Kribi, in: Mitteilungsblatt des Traditionsverbandes ehemaliger Schutz- und Überseetruppen/Freunde der früheren deutschen Schutzgebiete e. V. 89 (1/2003), S. 123-130.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kribi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien